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Das für Freitag geplante Konzert des jamaikanischen Hasssängers Elephant Man wurde nach Protestaktionen abgesagt.

Das teilte der Rheingold-Club mit. "Das Management des Rheingoldsaals ist selbstverständlich keine Institution, die Veranstaltung mit dem Aufruf zum Mord an Schwulen unterstützt", heißt es in einer kurzen Stellungnahme. Zuvor war bereits ein geplantes Konzert in Mainz abgesagt worden.

In Düsseldorf hatte ein Bündnis von antifaschistischen Gruppen, den Grünen, der Linkspartei, dem LSVD und anderer Gruppen Proteste gegen den Auftritt organisiert. So hat das Bündnis unter anderem die Düsseldorfer Polizei und die Deutsche Bahn eingeschaltet, auf deren Gelände sich der Club befindet. Diese haben offenbar interveniert. Für Freitag war eine Kundgebung gegen den Auftritt des 33-Jährigen geplant (queer.de berichtete). Diese Demo ist nach den neuen Entwicklungen abgesagt worden.

O’Neil Bryan, wie Elephant Man bürgerlich heißt, ruft in seinen Liedern zur Ermordung von Homosexuellen auf. Eines dieser Hass-Songs sollte auch in Düsseldorf aufgeführt werden, wie auf einem Flyer angekündigt wurde. Das betreffende Lied "Log On" enthält folgende Textzeilen: "Genieße unseren Tanz und verbrenne einen Schwulen. Tritt auf ihm rum wie auf alten Kleidern. Genieße unseren Tanz und zertrete einen Schwulen".

Eine Sprecherin des Rheingold-Clubs hatte noch vor einer Woche derlei Texte mit einem Album der Ärzte verglichen, das wegen der Beschreibung ungewöhnlicher Sexpraktiken in den 80er Jahren indiziert worden war. Der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck verglich Elephant Man dagegen mit Neonazi-Bands, die ebenfalls gegen Minderheiten hetzten (queer.de berichtete).

Nach Angaben des Rheingold-Clubs hat das Management von Elephant Man nun die Möglichkeit, einen anderen Veranstaltungsort in Düsseldorf zu suchen. Der Sänger befindet sich bei seiner Konzertour durch Europa gegenwärtig in Amsterdam. Das grüne Stadtratsmitglied Dietmar Wolf, der die Proteste für QueerGrün mitorganisierte, glaubt nicht, dass der Hass-Sänger genug Zeit hat, um eine neue Location aus dem Hut zu zaubern: "Ich kann’s mir nicht vorstellen", erklärte er gegenüber queer.de. (dk)



52 Kommentare

#1 jacomayAnonym
  • 24.09.2009, 17:46h
  • das sind ja gute nachrichten aus düsseldorf, freut mich persönlich total, dass so einer volksverhetzung keine bühne in düsseldorf geboten wird...
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#2 DragonWarrior
  • 24.09.2009, 17:58h
  • Vielleicht sollten wir den U-Club in Wuppertal im Auge behalten, denn dort ist an dem Abend bislang noch keine Veranstaltung!!

    Ansonsten hieße es: Spontandemo in Wuppertal!!!
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#3 jacomayAnonym
  • 24.09.2009, 17:59h
  • oh und ich habe gleich mal das lied "log on" bei youtube gemeldet (bei youtube kann man videos wegen der diskirminierung auf grund der sexuellen orientierung melden).. damit die das auch mal rausnehmen...

    die kleinen schritte zählen ;)
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#4 LorenProfil
  • 24.09.2009, 18:05hGreifswald
  • Bye bye Elephant Man - stay on your island in the sun (wo es noch mehr Hirnverbrannte wie dich gibt) !
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#5 Micha1986Anonym
  • 24.09.2009, 18:31h
  • Hätte sich das Rheingold eigentlich auch schneller überlegen können, aber besser spät als nie!
    Mund aufmachen bringt anscheinend doch noch etwas!
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#6 NoHateCrimeAnonym
#7 axekAnonym
#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
#9 SmartiSaar
  • 24.09.2009, 22:16h
  • Na das find ich mal ne erfreuliche Nachricht das auch der Rheingold-Club einsichtig genug war das Konzert dieses Hasssängers abzusagen.

    Danke an Volker Beck und den LSVD
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#10 TheQuietOneAnonym
  • 24.09.2009, 22:39h
  • Ehrlich gesagt sehe ich das ganze mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

    Lachen deshalb, da ich wie ihr auch findet, dass man solcher Diskriminierung kein Forum bieten sollte.

    Weinen deshalb, da ich das ganze gleichzeitig jedoch als kulturelle Zensur empfinde. Seine Songs vermitteln eine Nachricht. Was man mit dieser Anfängt ist jedoch jedem selbst überlassen. Mir persönlich hätte es gereicht, wenn er die Songs weggelassen hätte und sich von den diskriminierenden Songs distanziert bzw. seinen Standpunkt darin erklärt hätte.

    Denn auch Elephant Man ist ein Künstler der unsere Gesellschaft bereichern soll und muss. Zu sagen, dass man seine "Kunst" nicht erwünscht, verhindert Vielfalt. Und gerade Vielfalt schreiben wir uns immer auf die Fahne und sagen, dass jeder Vielfalt erkennen und vor allem anerkennen muss.

    Von daher: Ein lachendes, aber auch ein weinendes Auge.
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