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Der Präsident der UN-Vollversammlung, der Libyer Ali Abdussalam Treki, hat Homosexualität aus religiösen Gründen als "nicht akzeptabel" bezeichnet.

Der 71-Jährige erklärte bei einer Pressekonferenz in New York, hierbei handele es sich um ein "sehr sensibles Thema": "Als Moslem bin ich dagegen", so der ehemalige libysche Außenminister. "Ich denke, es ist nicht akzeptabel wegen unserer Religion, unserer Tradition." Die Mehrheit der Welt sei gegen "dieses Thema": "Buddhisten, Juden, Hindu und andere lehnen das genauso ab wie wir". Es gebe zwar Länder, die derlei Aktivitäten erlaubten: "Die sehen das als eine Art Demokratie an, aber ich glaube, sie sind fehlgeleitet", so Treki. Das Wort "Homosexualität" nahm Treki nicht in den Mund.

Die Präsidentschaft der UN-Vollversammlung wechselt jährlich, dabei wird zwischen fünf geografischen Regionen rotiert. Treki übernahm das Amt am 10. Juni vom Nikaraguaner Miguel d'Escoto Brockmann.

Der libyische Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi hat am Donnerstag zudem für einen Eklat in der UN-Vollversammlung gesorgt, als er bei einer Rede den Sicherheitsrat als "Terrorrat" bezeichnete und medienwirksam einen Teil der UN-Charta zerriss. Gaddafi wurde vor seinem Auftritt vom Versammlungspräsidenten Treki als "König der Könige" angekündigt.

Die Vereinten Nationen haben zuletzt im Dezember 2008 eine französische Erklärung gegen die Verfolgung von Homosexuellen abgelehnt. Nur 66 von 192 Mitgliedsstaaten unterzeichneten das Dokument (queer.de berichtete).

In der islamisch-sozialistischen Volksrepublik Libyen, die fünfmal so groß ist wie Deutschland bei lediglich 6,5 Millionen Einwohnern - ist sowohl männliche als auch weibliche Homosexualität illegal. Dem Gesetz nach droht Schwulen und Lesben eine Haftstrafe von fünf Jahren. Es gibt dort kein offenes schwul-lesbisches Leben. Viele Homosexuelle versuchen, der Diktatur durch Flucht ins Ausland zu entkommen. (dk)



30 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 25.09.2009, 15:09h
  • Bei Leuten aus solchen Ländern wundert mich das nicht. Im Übrigen lügt er: der Buddhismus lehnt Homosexualität nicht ab.

    Und zu den anderen Religionen: Glaube basiert (wie der Name schon sagt) auf glauben und nicht auf wissen. Deswegen sollte man nicht andere Menschen diskriminieren, nur weil man an etwas glaubt. Wahrer Glaube hat immer etwas mit Liebe zu tun und nicht mit Hass. Dass viele Religionen immer schon der Hauptgrund für Hass, Gewalt und Krieg waren sagt genug.

    Eigentlich könnte man das als falsche Einzelmeinung abtun, aber da dieser Mann ausgrechnet UN-Präsident ist, kann einem das dann doch nicht egal sein und das belegt, dass noch viel zu tun ist.
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#2 LorenProfil
  • 25.09.2009, 15:14hGreifswald
  • Ist der Herr Treki Präsident der United Nations
    oder der United Nuts ?

    P.S. Immerhin erwähnenswert, dass er auf den
    Zusammenhang von religiösen Überzeugungen
    und Verfolgung von LBGT hinweist, auch wenn
    er nach meinem Kenntnisstand beim Buddhismus
    völlig und beim Hinduismus teilweise daneben-
    liegt. Ist da einer auf der Suche nach weiteren
    "Mitstreitern"?
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#3 DragonWarrior
#4 jörgAnonym
  • 25.09.2009, 16:25h
  • Dass der Hetzer den Posten eines UN-Präsidenten bekleidet, sagt alles über diesen Verein!
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#5 goddamnedliberalAnonym
  • 25.09.2009, 16:58h
  • Bei der 'gender performance', die sein Chef Gaddafi regelmäßig vor der Weltöffentlichkeit abzieht, wäre ich an der Stelle dieses 'Diplomaten' mit solchen Äußerungen lieber etwas vorsichtiger...

    Überhaupt geht mir diese altbekannte Masche nach dem Motto 'Ich bin inhuman und ignorant, denn das ist eben meine Kultur bzw. Religion' gehörig auf die Nerven...
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#6 criticoAnonym
  • 25.09.2009, 17:09h
  • In Italien habe ich immer wieder gehört, der Revolutionsführer wäre eine Schwuchtel.
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#7 Katrin
  • 25.09.2009, 17:22h
  • Die UN sind genau so wie die Brüssel Administration oder Kommunalverbände ein teures Auffangbecken für abgehalfterte Politiker, die dort finanziell sehr gut ausgestattet die Zeit bis zum Ruhestand verbringen und dabei kräftig Steuergeld verpulvern. Deshalb wird es nicht verwundern, dass durch die Queer Publikation wohl mehr Menschen erfahren haben wer denn zur Zeit der UN Präsident ist, als die Mitglieder der Vollversammlung und der Riesentross der 2. Reihe ex-Politiker denn wissen.

    Bringt nichts nach Kürzung der Mittel zu rufen, da ja die heutigen Kabinetsmittglieder selber entweder übermorgen oder in 4 Jahren ein warmes Geldbad brauchen, siehe Eddi Stäuber, so er mal wirklich in Brüssel anwesend ist um seinen Administrations-Müll zu beseitigen.

    Das Ganze ist eigentlich auch egal, weil eh keiner, bis auf die Übersetzer, an den Vollversammlungen teilnimmt.

    Nur schade, dass wir den Quatsch auch noch unfreiwillig finanzieren müssen. Wird mal Zeit, dass ein Kardinal UN Präsident wird, freu mich schon auf den Hexentest mit meinem Steuergeld.

    Also Herr Präsident aus dem Lockerbie Bomber Land: Immer kräftig auf die Minderheiten in der westlichen Zivilisation eindreschen und von den christlichen Fanatikern Beifall einheimschen. Und Tschüss bis zum nächsten Terroranschlag, wie wärs mal auf ne Kirche.
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#8 seb1983
  • 25.09.2009, 19:12h
  • Durch die große Zahl etwa muslimischer und afrikanischer Länder in der UN sind von dort keine positiven Signale bezüglich Homosexualität zu erwarten, immerhin verbieten von 192 Ländern ganze 77 Homosexualität, also mehr als 1/3 der Mitgliedsstaaten!!!!
    Die werden sich "westliche Dekadenz" oder "unislamische Einstellungen" als "Neokollonialismus" verbieten...

    Da igelt man sich in Europa doch gerne ein.
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#9 Julek89
  • 25.09.2009, 21:10h
  • ""Ich halte Länder, die nur damit beschäftigt sind, eine kranke Ideologie zu verbreiten und die ihre Bevölkerung verkommen und verhungern lassen für inakzeptabel...!!""
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#10 ChristineAnonym
  • 25.09.2009, 21:19h
  • Vertreter aus Ländern, in denen die von der UNO deklarierten Menschenrechte absichtsvoll massiv verletzt werden, sollten nicht in herausragende Positionen innerhalb der UN gewählt werden dürfen. Punkt.
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