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Kurz nach dem Wahlsieg der FDP greift der Duisburger Dezernent und Kämmerer Peter Langner (SPD) den designierten Außenminister Guido Westerwelle wegen dessen Homosexualität an.

Bei einer Wahlparty am Sonntagabend erklärte der Sozialdemokrat mit Blick auf den FDP-Chef: "Ich will keinen schwulen Außenminister haben", wie "Der Westen" berichtet. Der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) reagierte auf die Aussage von Langner mit Unverständnis: "Was Westerwelle zuhause macht, ist mir egal."

Westerwelle wird erster offen schwuler Bundesminister

Es gilt als so gut wie sicher, dass Westerwelle für die nächsten vier Jahre Außenminister und Vizekanzler einer schwarz-gelben Koalition sein wird. Als erster offen schwuler Bundesminister in der deutschen Geschichte sorgt er auch international für Aufmerksamkeit. In mehreren Homo-Zeitschriften wird seine Wahl bereits als Durchbruch bezeichnet. So beschreibt "Edge" aus Boston (US-Bundesstaat Massachusetts) den liberalen Politiker so: "Er kleidet sich schick, er ist ein professioneller Redner und verhält sich äußerst zivilisiert".

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis hat die schwarz-gelbe Koalition eine deutliche Mehrheit der Sitze gewonnen: CDU/CSU und FDP kommen demnach auf 332 Mandate – 20 mehr als notwendig. Dabei erhält die FDP mehr als doppelt so viele Sitze wie die CSU. Die Union erreicht demnach 33,8 Prozent (minus 1,4 Prozent), die SPD fällt auf 23 Prozent (minus 11,2 Prozent), die FDP steigt auf 14,6 Prozent (plus 4,8 Prozent), die Linke erzielt mit 11,9 Prozent (plus 3,2 Prozent) ihr bislang bestes Ergebnis, ebenso wie die Grünen mit 10,7 Prozent (plus 2,6 Prozent). Die anderen Parteien kommen insgesamt auf 6 Prozent, davon entfallen 2 Prozent auf die Piratenpartei, 1,5 Prozent auf die NPD und 0,5 Prozent auf die Tierschutzpartei. (dk)

Wöchentliche Umfrage

» Ist von einem Außenminister Westerwelle Homopolitik zu erwarten?
    Ergebnis der Umfrage vom 28.9.2009 bis 5.10.2009


Der queere Ministercheck

Die Ministerposten im neuen Kabinett sind vergeben. Was ist zu erwarten von den Männern und Frauen in den Ressorts, in denen Homopolitik relevant ist?
Langner entschuldigt sich

Der SPD-Politiker Peter Langner hat sich für seine Aussage entschuldigt, er lehne FDP-Chef Guido Westerwelle als Außenminister ab, weil dieser homosexuell ist.
Die Wähler haben Mut bewiesen

Die sexuelle Prägung spielte bei dieser Bundestagswahl keine Rolle mehr – und das ist gut so! Eine Nachbetrachtung von Jürgen Friedenberg

69 Kommentare

#1 Sven_
  • 28.09.2009, 11:09h
  • Typische Entgleisung der Enttäuschung.
    Was jedoch niemals eine Entschuldigung sein kann.

    Nachfrage an die Redaktion:
    Ab 0,5 % Stimmen erhalten die Parteien Geld für den nächsten Bundeswahlkampf. Wie viel Geld bekommen die einzelnen Parteien?
    Wäre nett, wenn Ihr das noch veröffentlichen könntet.
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#2 LorenProfil
  • 28.09.2009, 11:23hGreifswald
  • Ich habe die SPD Duisburg aufgefordert, sich von
    den homophoben, diffamierenden Äußerungen
    zu distanzieren sowie Herrn Langner, seine
    Äußerungen schnellstens zurückzunehmen.
    Da in NRW im kommenden Jahr Landtagswahlen
    sind, sollte man als Lesbe oder Schwuler sowas
    nicht durchgehen lassen.

    Ich schrieb an:

    info@spd-duisburg.de
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#3 jochenProfil
  • 28.09.2009, 11:27hmünchen
  • ich will keinen homophoben politiker!

    ich habe aber auch nichts gegen heterosexuelle, solange sie ihre sexualtät nicht an die grosse glocke hängen.
    was Herr Langner in seinem schlafzimmer tut ist mir egal.
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#4 FloAnonym
  • 28.09.2009, 11:54h
  • Bei so einer SPD müssen die sich echt nicht wundern, wenn sie in die Bedeutungslosigkeit abdriften.

    Der ganze rechte Flügel der SPD um Steinmeier, Steinbrück, Heil, Stegner und wie sie alle heißen (früher auch noch dieser unsägliche Wolfgang Clement) haben auf ganzer Linie versagt. Den Grundstein hat schon Schröder mit seiner "neuen Mitte" gelegt. Diese Leute haben die SPD in den Ruin geführt und wenn sie nicht ganz schnell gestoppt werden, vernichten sie die SPD total.

    Ich sehe nur noch eine einzige Lösung:
    da der Seeheimer Kreis, der rechte Flügel, die "neue Mitte" oder wie auch immer man das nennen will gescheitert ist, muss die SPD jetzt wieder eine wirkliche sozialdemokratische Partei der gemäßigten Linken werden!!

    Und das sehr schnell!

    Alles andere wäre das Ende der SPD. Ein "Weiter so" darf es definitiv nicht geben. Steinbrück, Stegner, Heil und Konsorten müssen endlich weg.
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#5 Benedictus
  • 28.09.2009, 12:02h
  • AUA! So einen Spruch hätte ich den Republikanern, den DVUlern, den CSUlern, ja sogar einem aus einer CDU zugetraut, aber nicht jemandem aus der SPD.

    Die SPD hat bei der Bundestagswahl gerade bei den vielen Jüngeren an Stimmen verloren. Bei vielen Gesetzeinbringungen, wo die SPD mitgewirkt hat, haben Jüngere, Internetfreaks (man erinnere sich an Zensursula), Geringverdiener und Arbeitslose (man erinnere sich an Hartz 4) das selbe Lied angestimmt:

    "Und wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten!"

    Also wollen die Sozialdemokraten auch noch riskieren, die Schwulen zu brüskieren?

    Ich mag auch keine schwarz-gelbe Regierung sehen, aber damit hat die Sexualität eines designierten Ministers überhaupt nichts zu tun.

    Wenn die SPD nicht vollends untergehen und kleiner als die Linken werden will, sollte sie sich schleunigst von solchen "alten, unbeweglichen, bornierten, arroganten und rückwärtsgewandten Männern" trennen.

    Ein "Weiter so" geht auf keinen Fall mehr.
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#6 kaysiProfil
  • 28.09.2009, 12:10hBangor
  • Man muss sich wirklich nicht wundern, dass man die SPD nicht mehr ernst nehmen kann. Wir sind sozial wir wollen gelichstellung und dann Leute drinn haben die solche statements abgeben. Das ist doch wirklich unmöglich
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#7 TorgenAnonym
  • 28.09.2009, 12:31h
  • Solche Leute müssen weg aus der SPD und sie können Steinmeier, Steinbrück und diese ganzen Leute, die in der SPD nichts zu suchen haben, gleich mitnehmen.

    Ansonsten schaffen es diese Leute noch, die eh schon am Boden liegende SPD komplett zu vernichten.

    Dieser "rechte Flügel" hat es in der SPD lange genug probiert und genug angerichtet. Jetzt ist die Zeit von einer wirklich linken SPD gekommen, die auch Homorechte wirklich will (inkl. Eheöffnung).
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#8 jochenProfil
  • 28.09.2009, 12:34hmünchen
  • Antwort auf #6 von kaysi
  • ich halte es für falsch und übertrieben, für eine aussage EINES politikers - der auch noch keine bedeutende rolle in der partei spielt, die ganze partei dafür zu verurteilen.
    zumal die SPD ja eher homofreundlich ist.
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#9 MariusAnonym
  • 28.09.2009, 12:57h
  • Antwort auf #8 von jochen
  • Selbst von diesem Homohasser mal abgesehen (wobei das ja auch nicht der einzige Homohasser in der SPD ist):

    sooo homofreundlich ist die Partei nun auch nicht. Besser als Union und FDP ja! Das stimmt! Aber ich erinnere mich, dass die Grünen damals sehr viel Überzeugungsarbeit für die eingetragene Partnerschaft leisten mussten und ja auch einige Dinge dank der SPD (allen voran Clement und Schily, die damals noch wichtig waren) da nicht reinkamen.

    Und auch heute ist die SPD nach wie vor z.B. gegen die Öffnung der Ehe und andere Dinge.

    Gut, das sind Union und FDP auch, aber das belegt, dass die SPD auch nicht so homofreundlich ist, wie das z.B. Grüne und Linkspartei sind.

    Deshalb glaube ich auch, dass man die ganzen Erben von Schröder, Clement und Schily - also Steinbrück, Steinmeier, Stegner, Heil, etc. - absägen muss, damit die alten echten linken Sozialdemokraten die SPD wieder auf Vordermann bringen können. Und dazu gehört auch, dass die SPD - ähnlich wie Grüne und Linke - eine 100%ige Gleichstellung von Schwulen und Lesben (inkl. Eheöffnung) fordern!

    Wenn die SPD aber weiterhin mit diesen Leuten eine "neue Mitte" beschwören will, wird die Verbichtung dieser Partei, die wir diesem Kurs und diesen Leuten zu verdanken haben, weitergehen!!

    Und der Schnitt muss jetzt schnell kommen, da hat man keine Zeit bis vor der nächsten Wahl, das wäre zu spät.
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#10 Benedictus
  • 28.09.2009, 13:09h
  • Antwort auf #8 von jochen
  • "ich halte es für falsch und übertrieben, für eine aussage EINES politikers - der auch noch keine bedeutende rolle in der partei spielt, die ganze partei dafür zu verurteilen. zumal die SPD ja eher homofreundlich ist. "

    Ich sehe das wie Marius (#9). Sooo homofreundlich ist die SPD gar nicht.
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