Es gibt "keine signifikanten Unterschiede" zwischen Adoptivkindern die bei Homo- und Heteropaaren aufwachsen. Hauptfaktor für das Glück der Kinder ist demnach der gefüllte Geldbeutel der Eltern, nicht deren Sexualität.
Das ist das Ergebnis einer Studie der East Carolina University in Greenville (North Carolina) und der University of Texas in Arlington, das im Fachmagazin "Adoption Quartlerly" veröffentlicht wurde. Die Forscher befragten dabei 1.384 Paare, davon waren 155 gleichgeschlechtlich.
"Es gibt keine Unterschiede zwischen hetero- oder homosexuellen Adoptiveltern. Menschen sind halt Menschen", kommentierte der verantwortliche Professor Scott Ryan die Ergebnisse. "Wir müssen diese Daten ernst nehmen, da wir für mindestens 130.000 Kinder noch Adoptiveltern finden müssen."
Einfluss auf das Glück der Adoptivkinder haben jedoch zwei Faktoren: Zum ersten sei entscheidend, wie viel Hilfe die neuen Eltern im Adoptionsprozess erhalten. Der wichtigste Punkt für glückliche Kinder sei aber ein stabiles Einkommen der Eltern. Je höher das Einkommen, desto glücklicher seien die Kinder, so die Studie.
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Deutsche Studie bestätigt
In Deutschland kam im Juli eine Studie des Bundesjustizministeriums über die Eignung von Homo-Paaren, Kinder groß zu ziehen, zum gleichen Ergebnis (queer.de berichtete). Ministerin Brigitte Zypries (SPD) forderte daraufhin ein volles Adoptionsrecht für Eingetragene Lebenspartner. Bislang dürfen Verpartenerte in Deutschland nur die leiblichen Kinder des Partners adoptieren (Stiefkindadoption), jede andere Adoption ist Homo-Paaren untersagt.
Die einzigen Parteien in Deutschland, die Schwule und Lesben für minderwertige Eltern halten und daher das volle Adoptionsrecht ablehnen, sind CDU und CSU. Dagegen sprechen sich SPD, FDP, Linke und Grüne für das volle Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare aus. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass die neue schwarz-gelbe Koalition die Gleichstellung für Eingetragene Lebenspartner im Adoptionsrecht beschließen wird. (dk)
Von Sven_ Profil nur für angemeldete User sichtbar
Moment Moment Moment
In Deutschland gab es ein völlig anderes Ergebnis!
Frau Zypries sagt: "Dort, wo Kinder geliebt werden, wachsen sie auch gut auf. Entscheidend ist eine gute Beziehung zwischen Kind und Eltern und nicht deren sexuelle Orientierung."
Das heißt, in den USA entscheidet der Geldbeutel, in Deutschland die Zuneigung der Eltern zum Kind, über das Glück der Kinder.
Gerade bei der neuen Regierung sollte man das genau beachten!
"Wir müssen diese Daten ernst nehmen, da wir für mindestens 130.000 Kinder noch Adoptiveltern finden müssen."
Das ist genau das, was ich immer sage:
bei dem Thema geht es weniger um Gleichstellung als vor allem ums Kindeswohl!!
Deswegen ist es ja auch besonders pervers, wenn die Union das ablehnt, weil es ihr angeblich ums Kindeswohl geht! Dabei schadet sie gerade dem Kindeswohl und verbreitet nur das Gegenteil, weil deren Wähler das nicht kapieren.
Von Antichrist Aus HH (Hamburg) Mitglied seit 07.05.2008
Antwort zu Kommentar #1 von Flo: @Flo: "Die tausendste Studie, die bestätigt, dass Kinder in gleichgeschlechtlich en Partnerschaften genauso gut aufwachsen [...] Wann akzeptiert die Politik das endlich und passt das Adoptionsrecht an?"
Das frage ich mich ebenfalls. Vermutlich noch weitere tausend Studien, sowie weitere Zeitschindung, damit sich dann die nachfolgende Regierung damit befassen kann.