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Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton erklärte, dass sich ihr Land weltweit dafür einsetzen müsse, homofeindliche Gewalt zu stoppen.

"Wir müssen Gewalt, die aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentiät des Opfers begangen wird, verurteilen", erklärte die 61-Jährige nach Angaben von "Pridesource" bei einem Abendessen des Roosevelt-Instituts. "In vielen Länder werden junge Männer und Frauen verfolgt, ausgesondert, sogar kaltblütig ermordet, nur weil sie für schwul oder lesbisch gehalten werden". Das Außenministerium beobachte seit ihrer Amtsübernahme weltweit Angriffe auf die lesbisch-schwule Community. "Die Vereinigten Staaten müssen sich gegen diese Übergriffe aussprechen und darauf hinarbeiten, dass sie beendet werden, wo auch immer auf der Welt sie passieren", so Clinton.

In jährlichen Menschenrechtsberichten des Außenministeriums würden die Übergriffe aufgelistet. "Wir suchen uns dann in den Vereinten Nationen Partner – etwas Brasilien, Frankreich, Schweden oder die Niederlande, um gegen Menschenrechtsverletzungen anzusprechen."

Die Obama-Regierung hat im März ihre Unterstützung für eine UN-Deklaration gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben angekündigt (queer.de berichtete). Die Bush-Regierung hatte die Initiative Frankreichs vergangenes Jahr noch abgelehnt (queer.de berichtete). Allerdings haben bislang nur 66 der 192 UN-Mitgliedsländer – die meisten davon aus Europa – die Deklaration unterstützt. Dagegen verbieten 75 Länder - insbesondere in Asien und Afrika – Homosexualität. Sieben von ihnen lassen Schwule sogar hinrichten. Dabei handelt es sich um den Iran, Mauretanien, Saudi-Arabien, den Sudan, Jemen, die Vereinigten Arabische Emirate sowie den muslimische Norden Nigerias, in dem das Scharia-"Recht" gilt. (dk)



12 Kommentare

#1 Mister_Jackpot
  • 01.10.2009, 17:04h
  • Liebe Mrs. Clinton

    Dann fangen sie bitte bei sich zuhaus ersteinmal damit an....
    Leider bin ich von der Obama Regierung in Sachen Homo Rechte ganz schön enttäuscht....naja....da nutzen dann auch nicht so schöne Worte....
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#2 hwAnonym
#3 goddamnedliberalAnonym
  • 01.10.2009, 17:29h
  • Sehr sympathisch von Hillary...

    Und sehr peinlich, dass sie unser Land nicht als potentiellen Unterstützerstaat genannt hat (sie wird wissen, weshalb)...

    Und natürlich - wie vieles in den 'United States of Amnesia' - auch ulkig. Kaum hat man - der allgemeinen Entwicklung meist hinterherhinkend - einen Fortschritt im eigenen Land gemacht (z. B. Abschaffung des Eheverbots für gemischtrassige Paare 1967 oder der 'Sodomy Laws' 2003), dann tut man so, als sei das schon immer so gewesen und belehrt die Mitwelt mit grosser Geste ...

    Hmmm... die Deutschen sind die zahlenmäßig grösste Herkunftsnation unter 'weissen' Amerikanern...
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#4 hwAnonym
#5 LorenProfil
  • 01.10.2009, 18:13hGreifswald
  • Sehr gut, Mrs. Clinton. Aber bitte nicht die
    Diskriminierung im eigenen Land vergessen -
    und wie stellt sich eigentlich das Verhältnis
    der USA zu Saudi-Arabien so dar, Frau Außen-
    ministerin?
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#6 Albaboy
#7 festeticsAnonym
  • 01.10.2009, 20:27h
  • Sicher, das sind unverbindliche Worte, die zu nichts verpflichten. Aber von einem deutschen Außenminister hat man Ähnliches noch nicht gehört. Bleibt zu hoffen, dass nicht der Wille fürs Werk gilt.
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#8 Good ol friendAnonym
  • 01.10.2009, 22:12h
  • Antwort auf #7 von festetics
  • Eben!

    Ich muss mich schon wundern, dass man sich ausgerechnet hierzulande erlaubt, gehässige Polemik und typisch deutsches Fingerzeigen in Richtung Obama-Regierung zu betreiben. Erst vor ein paar Tagen ist übrigens ein behinderter Mann, der für schwul gehalten wurde, von Jugendlichen in Hamburg fast zu Tode geprügelt worden. Vielleicht hat Mrs. Clinton ja darauf Bezug genommen - da kein namhafter deutscher Politiker es für nötig hält, über die immer aggressivere Homophobie gerade unter jungen Menschen auch nur ein Wort zu verlieren, wäre das ja nur zu begrüßen!

    Ich habe jedenfalls bis jetzt kaum eine Regierung gesehen, die in nur neun Monaten unter derart schwierigen Ausgangsbedingungen auch und gerade für Schwule und Lesben so deutliche Zeichen gesetzt hat wie die aktuelle US-Regierung. Dass nicht alles so schnell und nicht alles wie gewünscht läuft (da gibt's nämlich nebenbei noch so unbedeutende Dinge wie die größte Wirtschaftskrise seit der "Great Depression", zwei Kriege, den Kampf für eine universelle Krankenversicherung und gegen die Versicherungslobby und gekaufte Republikaner und Demokraten und und und - also alles, was Obama den schwarzrotgelbgrünen Gesinnungsgenossen zu verdanken hat), tja, der sollte sich immer wieder vor Augen führen, bevor er sein Kreuzchen bei CDUSPDFDPGrünen macht:

    "It's the economy, stupid!"
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#9 smallAnonym
  • 01.10.2009, 22:38h
  • …sagt eine weibliche Außenministerin in einem der konservativsten Staaten.

    Bin mal gespannt, was zu dem Thema von einem potentiellen schwulen deutschen Außenminister kommt….
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#10 demokratAnonym
  • 01.10.2009, 23:48h
  • Es wird Zeit, dass die USA ihre inernationale Gewichtung nicht mehr nur zur Einforderung wirtschaftlicher Interessen nutzen, sondern vor allem auch zur Durchsetzung von Menschenrechten!
    Und gleichgeschlechtliche Liebe ist nicht nur irgendein, sondern eines der relevantesten Menschenrechte, nach dem Recht zu Leben und dem Recht auf freie Meinung ueberhaupt.
    Es ist m.M.n. sogar wichtiger als das Recht auf freie Religionszugehoerigkeit.
    Also USA go for homorights! (oder so :-)
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