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  • 02.10.2009           7      Teilen:   |

Vierzig Jahre DU&ICH

Deutschlands älteste schwule Zeitschrift feiert Geburtstag. Das erste Heft erschien am 1. Oktober 1969 - kurz nach der Reform des §175.

Von Carsten Weidemann

Es geschah vor genau 40 Jahren: Kurz nach der Reform des Paragrafen 175, die homosexuelle Handlungen unter erwachsenen Männern straffrei machte, lag am 1. Oktober 1969 die erste Ausgabe von DU&ICH am Kiosk. "Ich will ein Magazin schaffen, das den Homophilen das Leben schöner und leichter macht", legte der bekennend heterosexuelle Herausgeber Egon Manfred Strauss die Linie fest. Seitdem gab es 464 Ausgaben – und Höhen und Tiefen.

DU&ICH hat sich in den Jahren seit 1969 eingemischt, war vielen Schwulen Coming-out-Hilfe und Ratgeber, hat für Rollenvorbilder gesorgt, Prominente und Menschen wie du und ich interviewt, Skandale provoziert und aufgedeckt, oft ausgeteilt und viel eingesteckt, war mal bieder, mal skandalös erotisierend, aber immer ging es um das Einfordern von Toleranz und Respekt gegenüber Schwulen, kurz: DU&ICH hat für die Emanzipation der Homosexuellen in Deutschland viel geleistet. Geprägt hat das Heft in den Siebzigerjahren vor allem der Schweizer Chefredakteuer Alexander Ziegler.

Heute, im Zeitalter der kostenlosen Stadtmagazine und Onlinemedien, spielt das Kaufmagazin DU&ICH (Verkaufspreis: 7,90 Euro) eher eine Nebenrolle im schwul-lesbischen Mediendschungel. Nach der Übernahme durch den Jackwerth Verlag im Jahr 2002 brachte es der neue Chefredakteur Dirk Ludigs zwar ordentlich auf Vordermann, nach vier Jahren gingen ihm jedoch die Ideen und die Puste aus. Sein Nachfolger Andreas Hergeth scheint das Heft seitdem vor allem zu verwalten.

Fortsetzung nach Anzeige


Immerhin ist die aktuelle DU&ICH kein oberflächliches Lifestylemagazin – trotz der üblichen Parfum- und iPhone-Tipps. Die Redaktion hat sich in der Aufklärungsarbeit engagiert und begleitete das Projekt "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage". DU&ICH beschäftigt sich auch mit unbequemen Themen wie Alter, Behinderung, Armut, Einsamkeit, Krankheit, Tod. HIV und Aids spielen in fast jeder Ausgabe eine Rolle.

"Unseren 40. Geburtstag feiern wir mit einer großen Jubiläums-Ausgabe", kündigt Chefredakteur Andreas Hergeth an. "Wir haben den Heftumfang um 32 Seiten erweitert - mit einem großen Rückblick auf vier Jahrzehnte schwule Geschichte." Mit Codes aus dem Geburtstagsheft kann man auch vier komplette Originalausgaben DU&ICH aus den Jahren 1969, 1979, 1989 und 1999 als PDF-Reprint aus dem Internet downloaden.

Eine Geburtstagsfete von DU&ICH steigt am Samstag, dem 24. Oktober 2009 in Berlins Spy Club @ Cookies. Karten für das Event und ein komplettes Berlin-Weekend inklusive Flug, Hotel und VIP-Eintritt gibt es auf der Homepage des Magazins zu gewinnen. (cw)

Links zum Thema:
» Das Jubiläumsheft im Queer-Shop bestellen
» DU&ICH-Homepage
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Tags: du&ich, paragraf 175, gay-medien
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Reaktionen zu "Vierzig Jahre DU&ICH"


 7 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
02.10.2009
12:57:03


(+9, 9 Votes)

Von Rogge


In der Jubiläumsausgabe lautet ein TOP-Thema:
"Wie ticken junge Schwule heute?"

Auffällig ist, dass da nur Studenten befragt werden - das sagt m. M. nach viel über die Redaktion des Blattes aus und die Zielgruppe. Nur unser Land hat nicht nur schwule Studenten, sondern auch andere Schwule, die auch Antworten auf Fragen geben können. Ich fühl mich da ziemlich außen vor.


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#2
02.10.2009
14:02:57


(+9, 9 Votes)

Von Good ol friend
Antwort zu Kommentar #1 von Rogge


Entspricht dem Zeitgeist, lieber @Rogge:

Link zu www.taz.de

Den Großteil der jungen Schwulen (oder homosexuell empfindender Jungs, die ihre homosexuellen Gefühle verdrängen und unterdrücken) werden sie gar nicht befragen können, weil sie sonst in der Folge von ihrer Schule oder ihrer Ausbildungsstelle gemobbt werden. Der Schutz heteronormativer Gewalt vor jeder effektiven rechtlichen oder überhaupt gesellschaftlichen Ächtung macht's möglich!


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#3
02.10.2009
14:12:55


(+9, 9 Votes)

Von Good ol friend
Antwort zu Kommentar #2 von Good ol friend


Ach ja, ich hatte noch etwas Wichtiges vergessen:

Mit den jungen Schwulen, die keinen Ausbildungsplatz haben oder die "morgens nicht zur Arbeit gehen" redet ein schwules "Lifestyle"-Magazin sowieso nicht.


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#4
02.10.2009
15:58:40


(-5, 9 Votes)

Von XDA
Antwort zu Kommentar #3 von Good ol friend


Hartz IV Schwule will doch auch keiner sehen.


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#5
03.10.2009
09:13:29


(+7, 7 Votes)

Von Axel


Leider sind aus diesen Zeitschriften reine Lifestyle-Magazine auf Hochglanzpapier geworden, deren Kosten jenseits von gut und Böse liegen.

Habe mir letztens in Winterswjik die GK geholt.

Ist wesentlich interessanter und anspruchsvoller als die DU&ICH, ausserdem sind die Kosten geringer.

Nützt aber auch nur dem was der Nederlands kann


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#6
03.10.2009
14:47:25


(+5, 7 Votes)

Von Mister_Jackpot
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Also diese Zeitschriften sind mir in Zeiten des Internets sowieso viel zu teuer geworden! Es gibt gute schwule lokale "Umsonstblätter"..die reichen für diesen "Anspruch" eigentlich voll und ganz.

Also als Jugendlicher war es ja mal ganz spannend als ich mir meine erste Schwulenzeitschrift geholt hab...aber jetzt lächel ich doch schon eher darüber.....es sind ja im Grunde tatsächlich nur Hochglanzmagazine und darin finde ich mich nicht wieder.....das ist doch eher was für oberflächliche Mode Schwuppen mit ausgeprägtem Sinn für "Shoppingtouren" geworden....

Diese Hefte sind ausserdem auch viel zu unpolitisch.....ich würde mir ein schwules Magazin wünschen, welches mehr auf Kultur und Politik setzt....und zwar OHNE Partytips, Modeberatung oder Reisetips nach Dubai (KOTZ)!!!


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#7
04.10.2009
07:28:07


(+3, 5 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008


ich erinnere mach an dieses scheißblättchen als die fdp variante der homoemanzipation: viel geschreibe aber immer bremsklotz!

Besonders die hetze zum film von rosa .v.praunheim und zur damals sich herausbildenden alternativen schwulenbewegung, hab ich der homo-bild-&-welt klitsche nie verziehen!
Hier von hilfe für heranwachsende zu sprechen ist euphemisch die schwulenbewegung umdeuten... ÄRGERLICH!


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