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  • 05. Oktober 2009, noch kein Kommentar

Der Insider-Bericht des schwulen Escorts Cem Yildiz: "Fucking Germany".

Von Carsten Weidemann

Ein Tabu wird gebrochen. Erstmals erzählt ein Insider aus der verborgenen Welt der männlichen Prostitution, in der Erniedrigung und Abhängigkeit, gekaufte Zärtlichkeit, Sonderwünsche und Exzesse, aber auch die Suche nach Geborgenheit und Liebe alltäglich sind. Alles mitten unter uns, gleich nebenan, nachts wie tags, aber weitgehend unbeachtet. "Fucking Germany" von Cem Yildiz ist ein Buch, das unter die Haut geht.

Cem ist ein professioneller Escort. Er lässt sich für Sex bezahlen. Knapp 100 Euro kostet es, sich eine Stunde lang die Bedürfnisse nach schnellem Sex, nach Erniedrigung und Autorität, nach Zuwendung und Geborgenheit befriedigen zu lassen. Das ist nicht ganz unbekannt.

Gänzlich unbekannt sind die Ausmaße dieses speziellen Zweiges der Dienstleistungsbranche, der hohe Grad an Organisiertheit sowie die Vielfältigkeit der Kundschaft: Manager, Messebesucher, die Parfümverkäuferin, Hartz-IV-Empfänger oder der Nachbarpapi. Cem Yildiz erzählt aus einer Welt, in der Exzesse, Gewalt, Drogen, aber auch grenzenlose Hoffnungslosigkeit herrschen und in der zwischen Pissoir, Hotelsuite, verzweifelten Strichjungen und Drei-Sterne-Escorts alles vertreten ist. Ein Insiderbericht, der es in sich hat!