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Fußballprofi Sergio Ramos, der für Real Madrid und die spanische Nationalmannschaft spielt, hat für das Schwulenmagazin "Shangay" posiert.

Er ist dort in mehreren erotischen Posen zu sehen. Gleichzeitig nahm er den Lesern eine Hoffnung: Im Magazin outete sich der 23-jährige Verteidiger als Hete. Im Interview mit dem Homo-Magazin erklärte er aber auch, dass er gegenwärtig solo ist: "Jedes Jahr geh ich mit meiner Schwester in den Urlaub. Und dann fragen mich Leute, ob sie meine Freundin ist", so der Spanier, der 2005 für 27 Millionen Euro vom FC Valencia zu den Königsblauen gewechselt ist. "Nein, ich habe mich noch nicht verliebt. Ich fände es schön, dieses Gefühl kennenzulernen und eine Frau zu lieben, aber dieser Augenblick ist noch nicht da. Ich werde wissen, wenn er da ist."

Bislang haben die meisten Fußballprofis Angst, in Schwulenmagazinen zu erscheinen, da Homosexualität in ihrem Sport nach wie vor ein Tabuthema ist. Als einziger hat bislang der Bayern-Profi Philipp Lahm dem inzwischen eingestellten Schwulenmagazin "Front" ein Interview gegeben (queer.de berichtete). Er äußerte darin die Befürchtung, dass offen schwule Spieler bei Auswärtsspielen mehr von den Zuschauern gepiesackt würden als andere.

Bislang kein offen schwuler Profi

Derzeit gibt es allerdings keinen einzigen offen schwulen Fußballprofi weltweit, der noch aktiv ist. Viele Experten raten Schwulen im Sport ohnehin vom Coming-out ab, da dies unabsehbare Folgen auf ihre Karriere haben könnte. So erklärte Erwin Staudt, Präsident des VfB-Stuttgart und dieses Jahr Schirmherr der schwäbischen CSDs, dass er keinem Profi empfehlen würde, sich zu seiner Homosexualität zu bekennen: "Natürlich würde sich der Boulevard unter dem Deckmantel des Verständnisses an so einem jungen Mann abarbeiten und sein Privatleben ans Licht zerren", erklärte der 61-Jährige (queer.de berichtete).

Als einziger Profi outete sich bislang der Brite Justin Fashanu. 1982 suspendierte ihn sein Trainer von Nottingham Forest allerdings, als er von den Besuchen seines Stars in Schwulenbars erfuhr. Daraufhin wechselte er mehrfach das Team und machte schließlich 1990 seine Homosexualität publik - seine Karriere war damit endgültig beendet, er spielte in Kanada und später bei Provinzclubs in England. 1998 verübte er unter mysteriösen Umständen Selbstmord. Nach diesem Schicksal traute sich kein Profi mehr, sich zu outen. (dk)

Galerie:
Sergio Ramos
6 Bilder


#1 seb1983
  • 07.10.2009, 17:21h
  • Na hoffentich bekommen das nicht seine muslimischen Kollegen in Frankreich mit, wobei, zu Real Madrid wirds von denen wohl keiner schaffen...
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#2 FloAnonym
  • 07.10.2009, 20:58h
  • Einem Spieler alleine würde ich ein Outing auch im Moment noch nicht empfehlen. Das wäre ein gefundenes Fressen für die Boulevardpresse und gegnerische Fans.

    Aber wenn alle (oder zumindest viele) der schwulen Profis in einer gemeinsamen Aktion an die Öffentlichkeit treten würden, wäre das sehr sinnvoll. Das würde nicht nur enorm zur Akzeptanz von Schwulen im Sport und auch allgemein beitragen, sondern wäre gerade auch für die betroffenen Spieler eine Erleichterung. Erst nach dem Outing und dem Ende des Versteckspiels wird einem bewusst, wie frei man plötzlich ist und wie glücklich man ist. Selbstverleugnung schadet immer auf Dauer!!
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#3 Liedel
  • 08.10.2009, 02:50h
  • Vom Gesicht her hat der was von Chesney Hawkes. Kennt den noch wer? "I am the one and only" *sing* Gibts heute leider nur noch wenig erfolgreich, mäßig singend und mit Prachtplautze (dafür hat er sich vermehrt).
    Den fand ich als Newcomer- Sänger süß. Damals, ja, die Teeniejahre...
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#4 ZwangshetenAnonym
#5 Good ol friendAnonym
#6 smallAnonym
  • 09.10.2009, 00:09h
  • Es ist einfach immer wieder erstaunlich, wie sich Spanien in den letzten 20 Jahren verändert und entwickelt hat.
    Jahrhunderte der Hort des Katholizismuss in Europa, ist die katholische Kirche mittlerweile dort nur noch eine Randerscheinung und trauert alten Positionen nach, um nicht zu sagen, sie kämpft um's Überleben.

    20 Jahre nach Ende der Diktatur -letztendlich die Diktatur der Kirche- stellt Spanien die Partnerschaft zweier gleichgeschlechtlicher Menschen der Ehe absolut gleich!

    Und heute wagt sich ein Profifussballer in ein gay-Blättchen....

    Auf Ballack und Co können wir da wohl noch lange warten....

    Respekt dem Ramos, und gut Fussball spielen kann er auch noch!
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#7 BigAnonym