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Die Hamburger Polizei fahndet nun mit von Überwachungskameras aufgenommenem Material nach vier Jugendlichen, die einen Amerikaner zusammengeschlagen haben, weil sie ihn für schwul hielten.

Die vier Täter haben vor knapp zwei Wochen einen im Rollstuhl sitzenden US-Studenten im Stadtteil St. Georg erst als "Schwuchtel" bezeichnet und anschließend brutal zusammengeschlagen (queer.de berichtete). Der 27-jährige Joshua S., der an der Bucerius Law School studiert, ist seit einer Kopfoperation vor vier Jahren gelähmt. Er erlitt eine Platzwunde über dem rechten Auge, Schnitte an der Hand und schwere Prellungen am Oberkörper. "Vielleicht haben mir die Titanplatten, die ich seit den Operationen im Jahr 2005 im Kopf habe, das Leben gerettet", erklärte der Student später gegenüber dem "Hamburger Abendblatt". "Ich hatte den Eindruck, dass die Jugendlichen mich grundlos tottreten wollten. Ich verstehe nicht, wie man so etwas tun kann".

Die Polizei beschreibt die Täter wie folgt: Sie sind zwischen 15 bis 17 Jahre alt, 1,60 bis 1,70 Meter groß, sehen südländisch aus und haben dunkle kurze Haare. Einer der Täter fiel durch seinen auffälligen Haarschnitt auf: Er hatte die Haare an beiden Seiten des Kopfes ausrasiert. Hinweise können an den Kriminaldauerdienst gerichtet werden (Telefon 040-4286-56789).

Zuletzt gab es vermehrt Berichte über homofeindliche Überfälle in Berlin (queer.de berichtete). Auf Initiative des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) wird daher gegenwärtig ein "Bündnis gegen Homophobie" gegründet (queer.de berichtete), dem zunächst 20 Verbände, Vereine und Firmen angehören. Darunter befindet sich etwa die Deutsche Bank, der Deutsche Fußballbund und die Berliner Polizei. Ziel des Bündnisses gegen Homophobie ist es, gemeinsam jeglicher Form von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung entgegenzutreten und ein Zeichen zu setzen für Anerkennung und Respekt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern. (dk)



12 Kommentare

#1 EinfaltspinselProfil
  • 07.10.2009, 18:18hKaiserslautern
  • Ich muss die Relativierung vorausschicken, das gleich, von wem Joshua S. überfallen und zusammengeschlagen wurde, aufgrund seiner vermeintlichen Homosexualität, es so schrecklich wie abstoßend ist.

    Doch aufgrund Täterbeschreibung wäre eine eventuelle Zuordnung zu einer in Deutschland lebenden Minderheit, die häufig durch derartige Überfälle in traurige Erscheinung tritt, denkbar: "Sie sind zwischen 15 bis 17 Jahre alt, 1,60 bis 1,70 Meter groß und haben dunkle kurze Haare. Einer der Täter fiel durch seinen auffälligen Haarschnitt auf: Er hatte die Haare an beiden Seiten des Kopfes ausrasiert."

    Doch auf diese Kausalität darf man nicht hinweisen, das gilt einfach als obszön. Das hat selbst ein Thilo Sarrazin zu spüren bekommen.
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#2 tommiAnonym
  • 07.10.2009, 19:01h
  • so langsam geht auch mir als mitglied der grünen und einem grossen freund der multikulturellen gesellschaft die geduld aus und ich darf sagen - warum kann man solch leute nicht einfach abschieben. naja sind vermutlich alles deutsche. aber dann doch knast - ne ganze weile aber bitte.
    wer einen andern kulturellen hintergrund bzw. religion hat, der kann hier gern leben. aber nur wenn er akzeptiert das in diesem land schwule leben, sich sogar öffentlich zeigen dürfen und hier zumindest ansatzweise gleiche rechte haben. wem das nicht gefällt ...........es gibt noch soviel andere länder die so schön sind.....z.b. im arabischen raum. wer nicht akzeptiert, das hier nicht gleich die schwester erscchossen wird, nur weil sie einen deutschen liebt oder kein kopftuc trägt.......der kann doch deutschland gern verlassen.................
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#3 EinfaltspinselProfil
  • 07.10.2009, 19:09hKaiserslautern
  • Lieber Tommi,

    ich rate dir, das zu denken aber KEINESFALLS auszusprechen und schon gar nicht unter anderen Grünen-Mitgliedern: im besten Falle droht dir nur ein Parteiausschluss, aber eventuell auch eine Hexenjagd bishin zur multikulturellen Inquisition.

    Zur Erinnerung: deine Forderungen in allen Ehren, doch ob es sich wirklich um Schläger mit Migrationshintergrund gehandelt hat, steht noch nicht fest. Ob es wahrscheinlich ist, ist eine andere Frage.
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#4 FloAnonym
  • 07.10.2009, 20:51h
  • Mit 4 Mann auf einen allein, der noch dazu im Rollstuhl sitzt. Die halten sich vielleicht für harte Männer, sind aber nur arme Würstchen - der unterste Abschaum der Gesellschaft!!

    Ich hoffe nur, dass alle 4 gefunden werden und so hart wie irgendmöglich bestraft werden!!
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#5 hwAnonym
  • 07.10.2009, 21:11h
  • Antwort auf #4 von Flo
  • No-go-area Deutschland

    In dieser monatlichen Chronik werden Vorfälle aus dem ganz normalen deutschen Alltag dokumentiert. Um eine möglichst vollständige Aufzählung zu gewährleisten, werden Leser gebeten, ihnen bekanntgewordene rassistische, antisemitische und/oder neofaschistische Vorfälle (mit Quellenangabe) an die E-Mail-Adresse nogoarea_D@web.de zu melden; an dieser Stelle einen herzlichen Dank an die zahlreichen Leserinnen und Leser, die diese Möglichkeit bereits genutzt haben. Alle bisherigen Monatschroniken können bei der Redaktion angefordert werden.

    www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=a1
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#6 Mister_Jackpot
#7 albertmaxell
  • 07.10.2009, 22:31h
  • Ich bin mir nicht sicher, ob die Schläger wirklich einen "Schwulen " eine "Schwuchtel" treffen wollten, oder nur dieses "Schimpfwort " gebraucht haben, um Grund zu haben, einen Behinderten im Rollstuhl zu attakieren, weil man ihn als "Fremdkörper" betrachtet um ihm zu zeigen, daß man ihn hier nicht haben will. Von dieser Seite muß die Schandtat auch gesehen werden, und in die Ermittlungen einfließen.
    Es gibt genug Beispiele, wo Anschläge auf Behinderte ausgeführt wurden, nur weil man sich gestört fühlte und aus politischen Gründen diese Menschen verachtet. Deshalb sind die Taten "noch verwerflicher" und die Täter müssen hart betraft werden. Hat man sie gefaßt, haben sie natürlich nichts gegen Schule und Behinderte sondern einfach nur Langeweile und Frust.

    Wo sind wir mit dieser "Brut" hingekommem?
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#8 LorenProfil
  • 07.10.2009, 23:16hGreifswald
  • Sofern es sich um jugendliche Täter handelt
    (was wohl der Fall zu sein scheint), sollte über
    eine angemessene Strafe hinaus (bei der ein
    Täter-Opfer-Ausgleich ein erwägenswerter Be-
    standteil sein könnte, sofern das Opfer damit
    einverstanden ist) das Jugendamt auch intensiv
    die familiären und weiteren sozialen Verhältnisse
    der Täter unter die Lupe nehmen.
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#9 NorthsideProfil
#10 nonazisEhemaliges Profil