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  • 09. Oktober 2009, noch kein Kommentar

Die britische Indie-Band punktet mit den düsteren Songs ihres neuen Album "In This Light and on This Evening". Bald gibt es die Jungs auch live!

Von Carsten Weidemann

Eine der angesagtesten Indie-Rock-Bands Großbritanniens ist zurück: Im Sommer 2008 begannen die vier von Editors mit der Arbeit an neuen Stücken – jeder für sich, in seinem Zuhause. Urbanowicz und Leetch hat es nämlich Ende letzten Jahres nach New York verschlagen, Smith lebt mit seiner Freundin und seinem einjährigen Sohn in London und Lay in Birmingham. Ideen wurden per Email ausgetauscht. Eine große Veränderung war es, dass Urbanowicz dieses Mal nicht wie sonst die Gitarre nahm um Songs zu komponieren, sondern zum Keyboard oder Synthesizer griff.

Folglich klingt "In This Light And On This Evening" tatsächlich deutlich elektronischer. Dazu haben die vier sich von Bands wie Depeche Mode, Renegade Soundwave, David Bowie, Talking Heads, The Groove, LCD Soundsystem aber auch den Titelmelodien von "Terminator" und "Blade Runner" inspirieren lassen. "Diese Filme haben einen sehr industriellen Sound, da ist nichts Schönes und keine Hoffnung, sondern alles klingt sehr böse", erklärt Urbanowicz. "Brad Fiedel heißt der Komponist. Er macht oft Soundtracks zu solch bizarren Kulissen, meistens für futuristische Städte. Darauf bezieht sich diese Referenz."

Youtube | Video zur neuen Single ''Papillon''

Produzent Flood, der schon mit Depeche Mode, Nine Inch Nails und U2 arbeitete, half den Editors dabei diesen Sound umzusetzen. Und tatsächlich haben Songs wie "The Big Exit", "Eat Raw Meat = Blood Drool" oder der Titelsong "In This Light And On This Evening" einen sehr industriellen, düsteren Sound. Selbst die tanzbare erste Single "Papillon" ist voll kühler, futuristischer Elektronik.

"Mir macht es nichts aus, wenn die Leute unsere Musik düster nennen", so Smith. "Düster ist interessant, es steckt wahres Leben darin. Ich kann es nur nicht leiden, wenn die Leute unsere Integrität in Frage stellen. Denn dieser Sound ist nun mal die einzige Möglichkeit für uns, um uns auszudrücken." Textlich fasst Smith das Album wie folgt zusammen: "Es ist ein Album, das von dem Fehlen Gottes singt, von zerbrochener Liebe, ein Album, auf dem die dreckige Stadt so nah ist, dass du sie riechen und schmecken kannst, ein Album trunkener Gewalt, ein Album, das all das Vertrauen in die Leute, die unsere Welt regieren, verloren hat."

Tourdaten: 25.09. Berlin – Maria / 26.09. Hamburg – Reeperbahn Festival / 12.11. Köln – E-Werk / 20.11. Bielefeld – Ringlokschuppen / 21.11. Berlin – Columbiahalle / 22.11. Dresden – Reithalle / 29.11. München – Tonhalle / 30.11. Stuttgart – Longhorn