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  • 09. Oktober 2009, noch kein Kommentar

Im neuen Video zu "She Wolf" räkelt sie sich lasziv im Käfig. Ihr neues Album ist nicht minder sexy geworden. Gay-Pop-Fans kommen voll auf ihre Kosten!

Von Jan Gebauer

Die Disco-Electro-Welle schwappt munter weiter über die musikalische Weltbühne, nun hat sie auch sexy Latino-Goldkehlchen Shakira erwischt, die mit "She Wolf" ein neues Album und den gleichnamigen Hit präsentiert. Und siehe da, die "Wölfin" macht sich auch als Disco-Raubtier mit ausgefahrenen Krallen gut. Natürlich kommt die Hinwendung zum Disco-Trend nicht aus blauem Dunste, denn die kolumbianische Lady erlangte ja den internationalen Durchbruch mit "Whenever Wherever", der 2002 jede schwule Party in Schwung brachte und auf dem letzten Album "Oral Fixation - Vol. 2" gab es mit "Timor" schon einen Song, der ungefähr so klingt wie nun die Songs auf ihrer neuen CD.

"She Wolf" ist ein Pop-Album auf der Höhe der Zeit. Das garantiert schon die Schar renommierter Produzenten und Co-Autoren, die engagiert wurden. Obwohl Shakira als ausführende Produzentin das letzte Wort hatte, und bei allen Songs als Liedtexterin fungierte, wird der Sound doch unbestreitbar von Top-Cracks wie den Neptunes, John Hill und Wyclef Jean dominiert. Da gehen zwangsläufig ein paar Eigenheiten der Sängerin flöten. "She Wolf" beziehungsweise die spanische Version "Loba" laufen ja schon bei diversen schwulen Pop-Partys heiß und zählen sicherlich zu den Highlights auf dem gleichnamigen Album, auch wenn hier sicherlich Lady Gaga, Britney und Co. Pate gestanden haben.

Daneben gibt es mit "Men in this Town" bereits den nächsten Pflichttitel für sämtliche Gay-Feten dieser Nation, denn auch hier bestechen die knackigen Beats und der unheimlich eingängige Refrain. "Good Stuff" punktet mit den arabischen Einsprengseln, das dunkel brummende Disco-Stück "Spy" oder das sommerlich-niedliche "Gypsy" sind weitere Glanzlichter. Genial: Bei "Spy" imitiert Shakira gekonnt eine Trompete. Und nicht zu vergessen "Años luz", ein frecher aber unterhaltsamer Mix aus Britneys "Gimme More" und Nelly Furtados "Maneater". Zudem nervt die CD nicht mit übermäßigem Füllmaterial. Zwölf durchweg gut gemachte, knackig produzierte Songs, die nur in einem Fall die vier-Minuten-Grenze überschreiten.

Nur beim Cover darf es beim nächsten Mal gerne etwas weniger sein, die Hüfte à la Barbie nimmt Shakira keiner ab. Wahrscheinlich hat sie zu sehr nach Mariah Careys soeben erschienenem Album geschielt. Auch hier wurde solange photogeshoppt, bis die Körperproportionen nichts mehr mit der Realität gemein hatten. Ob Megahupen oder perfekte Hüften, einfach alles ein bisschen zu viel des Guten!