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Der schwule Reiseanbieter Global Village Reisen hat die sofortige Rückholung und Vernichtung des Katalogs "Gay & Travel – weltweit unterwegs" verlangt, der schwulen Stadtmagazinen beiliegt.

Der Katalog ist ein Gemeinschaftsprojekt des Hamburger Hinnerk-Verlags und des Reiseanbieters TUI. Hintergrund des Antrags ist ein angeblicher Wettbewerbsverstoß von Hinnerk-Verlagsinhaber Peter Goebel. Dieser hatte einst Global Village Reisen gegründet, 2005 aber an Marco Gottschalk abgegeben. Der Verkaufsvertrag beinhaltete dabei ein "striktes Wettbewerbsverbot", damit Goebel "nicht einfach drei Straßen weiter ein neues Reisebüro aufmachen kann und uns dann die Kunden klaut", wie Gottschalk gegenüber queer.de erklärt.

Als TUI zwei Jahre später in den schwulen Markt einsteigen wollte, hat sich das Unternehmen sowohl an Global Village Reisen als auch an den Hinnerk-Verlag als Partner gewendet. TUI entschied sich am Ende für Goebels Verlag. Im Februar diesen Jahres ist dann die erste Ausgabe von "Gay & Travel" den Schwulenmagazinen des Publigayte-Verbundes beigelegt worden (queer.de berichtete). Neben dem "Hinnerk" gehören der Publigayte auch die Magazine "Siegessäule" aus Berlin, "Rik" aus Köln, "Exit" aus Essen, "Gab" aus Mannheim und "Leo" aus München an. Goebel habe dem Global-Village-Reisebüro nach der ersten Ausgabe immer wieder eine Zusammenarbeit in Aussicht gestellt, zu der es aber nie gekommen sei, so Gottschalk.

Nachdem nun die zweite Ausgabe gedruckt wurde, platzte dem Reisebüro-Besitzer der Kragen: "Es ist absolut inakzeptabel, wie sich Peter Goebel über unseren Vertrag hinwegsetzt", begründet Gottschalk das Einschalten der Justiz. "TUI wusste sicher nichts von dem Wettbewerbsverbot und war schlecht beraten, sich ausgerechnet Goebel ins Boot zu holen. Die Anzeigen-Kunden werden sicher nicht begeistert reagieren, wenn ihre bezahlten Anzeigen vom Markt genommen werden." Bislang habe der Hinnerk-Verlag noch nicht auf das Anwaltschreiben reagiert. Im schlimmsten Fall müssten alle Stadtmagazine, denen der Reisekatalog beigelegt ist, eingestampft werden, so Gottschalk.

Peter Goebel ist bis Montag nicht erreichbar, da er sich gegenwärtig im Urlaub befindet. Laut Hinnerk-Verlag ist er die einzige Ansprechperson in dieser Frage. (dk)



#1 schwulenaktivist
  • 09.10.2009, 19:33h
  • Das ist einer der immer wieder vorkommenden Zickenkriege, die sich bei etwas Denkvermögen verhindern liessen.
    Jedenfalls ist es hirnrissig, solche Kataloge beizulegen. Die fallen aus den herumliegenden Magazinen heraus und ärgern erstmal alle. Diese Art Werbung ist nur für den Versand geeignet! Vor allem in Zeiten des Internets!
    Ich kann als teilzeitarbeitender Werbeverteiler in unserer Stadt davon ein Liedlein singen!
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#2 XDAAnonym
#3 WettbewerbsrechtAnonym
  • 10.10.2009, 15:49h
  • Antwort auf #2 von XDA
  • Stimmt nicht. Werbung per Brief/Post ist generell auch ohne vorherige Zustimmung erlaubt, sofern sie als solche erkennbar (also nicht irrreführend z.B. als Empfehlung von Bekannten aufgemacht) und am Briefkasten keine entsprechende Unterlassungsforderung angebracht ist.

    Das müsstest du als Marktradikaler aber eigentlich wissen.
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#4 VolumeProProfil
  • 11.10.2009, 18:44hMönchengladbach
  • Hoffentlich wird Global Village die Schadensersatzforderung nicht zu hoch ansetzen, denn sonst könnten die kostenlosen (!) Magazine in ihrer wirtschaftlichen Grundlage gefährdet sein.

    Also kann man nur auf vernünftige Anwälte und Verantwortliche bei Global Village hoffen. Eine Vernichtung der Kataloge ist ausreichend sowie die Androhung eines Ordnungsgeldes für den Falle eines weiteren Verstoßes.
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#5 Liedel
  • 12.10.2009, 17:10h
  • Richtig @ schwulenaktivist

    Das Ding purzelte mir aus der Siegessäule entgegen.
    Die Hotels, die dort als Beispiele als besonders "gay friendly" aufgeführt werden, sind in jedem anderen TUI- Katalog bzw. über deren Suchmaschine zu finden. Bloß dass dort meist die Bemerkung "gay friendly" fehlt. Da tauchen dann bei Hotelbewertungsportalen oft Kommentare auf wie: "Es sind viele Homosexuelle dort, ich/wir hatte/n damit aber kein Problem".
    Unabhängig vom Anbieter sollte ohnehin nie der Blick in Hotelbewertungsportale fehlen.
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