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Der offen schwule Sänger der irischen Pop-Band Boyzone, Stephen Gately, ist am Samstag im Alter von 33 Jahren gestorben. Das gab die Gruppe auf ihrer Internetseite bekannt.

Der Tod Gatelys sei während seines Urlaubs auf der spanischen Ferieninsel Mallorca unerwartet eingetreten. Die Todesursache ist noch unklar; ein Freund berichtete der Zeitung "News of the world", Gately habe sich nach einem Barbesuch schlafen gelegt und sei nicht mehr aufgewacht. Der Tod in dem ihm und seinem Lebenspartner gehörenden Appartment in Part Andratx, etwa 30 Kilometer westlich von Palma de Mallorca, soll um 13.45 Uhr festgestellt worden sein.

Weitere Details der Todesumstände bleiben unklar; am Sonntag Mittag erklärte allerdings die spanische Polizei, sie gehe nicht von verdächtigen Umständen aus. Aufgrund eines Feiertages am Montag wird keine schnelle Aufklärung erwartet. Der Tod wurde bekannt durch einen Eintrag auf der Gruppen-Homepage: "Stephen ist gestern auf tragische Weise verstorben, während seines Urlaubs auf Mallorca mit seinem Partner Andrew. Der Rest der Gruppe wird heute dorthin fliegen".

Im März 2006 hatte der in Dublin geborene Stephen Gately seinen Partner Andrew Cowles geheiratet, der Sänger und der Internet-Unternehmer kannten sich zu diesem Zeitpunkt bereits seit vier Jahren. Am 16. Juni 1999 hatte sich der Sänger in der Zeitung "The Sun" geoutet und will damit einem Outing durch einen Security-Mitarbeiter der Band zuvorgekommen sein, der die Story verkaufen wollte. Zugleich gab er seine Liebe zu Eloy de Jong, Sänger der ehemaligen Boyband Caught in the act, bekannt, mit dem er längere Zeit zusammen leben sollte. Gately sagte damals: "Dies ist der schwerste Schritt, den ich je tun musste. Ich weiß, dass diese Nachricht bei vielen unserer Fans wie eine Bombe einschlagen könnte. Ich hoffe, dass sie mich verstehen."

Youtube | ITN berichtet über den Tod des Sängers

Im Team und solo erfolgreich

Gately war neben Ronan Keating Leadsänger der gecasteten Band, die mit eigenen Liedern wie "No Matter What" und Cover-Songs wie "Words" oder "Father and Son" in den neunziger Jahren erfolgreich war; in Großbritannien schafften sechs Songs den Sprung auf Platz Eins und die Band verkaufte mehr Singles als Take That. Nachdem sich Boyzone 2000 vorübergehend aufgelöst hatte, traten die fünf Musiker seit 2007 wieder gemeinsam auf. Bis 2007 haben Boyzone über 15 Millionen Tonträger verkauft. In den letzten Monaten war die Band durch England getourt, in Kürze sollte ein neues Album von Boyzone erscheinen.

Zwischenzeitlich hatte Gately eine Solokarriere gestartet. Das Album "New Beginning" und die gleichnamige Single landeten 2000 in Großbritannien in den Top Ten. Später entwickelte sich Gately zum Musical-Star am Londoner West End, unter anderem mit Hauptrollen in dem "Zauberer von Oz" und "Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat". Der Star war auch häufig im Fernsehen zu sehen, unter anderem im Promi-Wettbewerb "Dancing on Ice", und schrieb am Kinderbuch "The Tree of Seasons".

Youtube | Stephen singt "You are not alone" von Michael Jackson bei einem Fernsehauftritt. Die meisten Auftritte und Musikvideos von Gately und Boyzone sind bei Youtube nicht verfügbar.

Bertie Ahern: Gately war "ein Vorbild fürs Coming-out"

"Wir wissen noch nicht viel über das, was passiert ist", sagte Band-Manager Louis Walsh dem Boulevardblatt "News of the World". "Wir sind am Boden zerstört." Walsh will ebenfalls nach Malorca fliegen und hat seinen Auftritt als Juror in der britischen Talent-Show "The X Factor" am Sonntag abgesagt. Es gibt Spekulationen, dass dort der als Gast geladene Robbie Williams ein Tribut an Boyzone singen wird.

Sänger Elton John sagte, er sei fassungslos über die Tragödie. "Stephen war die liebenswürdigste, freundlichste Seele." Der frühere Ministerpräsident von Irland, Bertie Ahern, bezeichnete Gately als persönlichen Freund. Sein Tod sei "ein großer Verlust, eine große Tragödie" für irische Musik und Kultur, sagte er gegenüber "Sky News". Es sei auch eine persönliche Tragödie für viele Schwule, für die Gately durch sein frühes Coming-out ein Vorbild gewesen sei.

Am 6. Oktober hatte sich Gately zuletzt zu Wort gemeldet - per Twitter: "Noch immer beschäftigt - es passiert sehr viel. Konzentriere mich darauf, als nächstes mein Buch zu beenden, könnte daher hier still werden." (nb)

Youtube | Der erste Auftritt von Boyzone, in einer irischen TV-Sendung, sorgte noch für Spott


#1 Frankyboy
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.10.2009, 18:20h
  • Mein aufrichtiges Beileid an den Ehemann und die Familie von Stephen Gately. ich kann immer noch nicht glauben, daß er so jung aus dem blühenden Leben gerissen wurde!
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#3 Micha86Profil
  • 11.10.2009, 18:35hDüsseldorf
  • „Es ist alles lächerlich, wenn man an den Tod denkt.“

    Thomas Bernhard
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#4 PatrickAnonym
  • 12.10.2009, 01:47h
  • Was für eine Scheiße ist denn da jetzt schon wieder passiert... an was für einem Buch hat er nochmal gearbeitet ? Schreibt das jemand für ihn zu Ende ? DRIPCB
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#5 Liedel
  • 12.10.2009, 07:22h
  • Traurig

    Ich kann mich so eine meine Vor- Coming- Out- Zeit in den 90ern erinnern, als die "Boygroups" gerade ihre Hochphase hatten.
    Wobei ich da total auf East17/E17 stand ... von Boyzone ist mir nur der Song "A different beat" in Erinnerung geblieben.

    Ich hoffe, es wird nicht wieder wie bei Heath Ledger sein: schwer zu klärender Mix aus Drogen und Antidepressiva (oder so ähnlich).

    Erinnert mich irgendwie an Brett Mycles/ Robert C. Sager (1977-2007). Ins Bett gegangen und nicht wieder aufgewacht (vermutlich Anabolika)...
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#6 Good ol friendAnonym
  • 12.10.2009, 14:14h
  • Und schon titeln die Massenmedien in ihrer unnachahmlichen Niveau- und Pietätlosigkeit - und weil die sexuelle Orientierung von Menschen ja *keine Rolle spielt* - von

    "tödlichem Exzess in einem Schwulenclub".

    Weil ein schwuler Mann "total betrunken" war, was ja bei Heteros überhaupt nie vorkommt?

    Wenn ich mir die Teens Freitag und Samstag Nacht in unseren Straßen so ansehe, dann müsste man eigentlich dauern von "tödlichen Exzessen" sprechen, und zwar überwiegend in Hetero-Clubs.
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#7 Good ol friendAnonym
#8 seb1983
  • 12.10.2009, 16:19h
  • Antwort auf #7 von Good ol friend
  • Sorry, aber was ist denn bitte an "Tödlicher Party-Exzess in einem Schwulenclub auf Mallorca" nun wieder gepöbelt??
    Die Erwähnung dass es ein schwuler Club war??

    Gately scheint mit 33 nicht gewusst zu haben wann es genug ist, das ist tragisch. Diese Erfahrung machen Teenager inzwischen mit 12 oder 13 Jahren und enden dabei glücklicherweise meist nur in Windeln in der Notaufnahme.
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#9 xdaAnonym
  • 12.10.2009, 18:56h

  • Alkohol mit nem gerade aufgegabelten sexdate (laut bild.de) ist nicht so gut. Vielleicht hat ihm der kerl ja auch k.o. Tropfen reingemixt um an ein bissl kohle zu kommen.
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#10 Good ol friendAnonym
  • 12.10.2009, 20:24h
  • Antwort auf #8 von seb1983
  • Ach ja,

    ich bin schon auf die Überschrift:

    "tödlicher Party-Exzess im Hetero-Club" gespannt, wenn ein solches Schicksal mal einen Nicht-Homosexuellen ereilt (was ganz sicher niemandem zu wünschen ist, aber auch schon vorgekommen sein dürfte).

    Wenn das eine angemessene und taktvolle Wortwahl angesichts des tragischen Todes eines jungen Menschen sein soll und wenn damit nicht unterschwellig die üblichen Klischeevorstellungen über die Schwulenszene aufgewärmt werden - und zwar im denkbar unpassendsten Moment - dann fresse ich einen Besen!
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