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Mit einer Mahnwache haben verschiedene Organisationen am Samstag auf dem Hansaplatz in Hamburg auf Gewalt gegen Schwule aufmerksam gemacht. Anlass für die Mahnwache, an der sich rund 100 Menschen in St. Georg beteiligten, war der vermutlich schwulenfeindliche Angriff auf einen amerikanischen Studenten Ende September auf genau diesem Platz.

Damals sollen vier junge Männer den 27 Jahre alten Mann als Homosexuellen beschimpft haben. Laut Polizei griffen sie den gehbehinderten Studenten an, stürzten ihn zu Boden und traten auf ihn ein. Dabei verletzten sie ihn schwer. Nachdem die Polizei ein Video einer Überwachungskamera veröffentlicht hatte, hat inzwischen ein 19-Jähriger ein Geständnis bei der Polizei abgelegt. Er sagte, er habe die Tat allein begangen - und dabei unter Alkohol- und Drogeneinfluss gestanden (queer.de berichtete).

Ein Sprecher sagte bei der Mahnwache, es gehe "nicht darum, Alarmstimmg zu verbreiten". Mit der schnell per Internet organisierten Aktion, an die sich Organisationen und Parteien angeschlossen haben, wolle man zeigen, dass "Hamburg zusammensteht" und man Opfer nicht alleine lasse. "Jeder Überfall ist zuviel". Man werde nicht durch Drogen oder Alkohol zum Schwulenhasser, die Homophobie müsse stattdessen "tief drinnen sitzen" und es müsse daher Aufgabe der Community sein, in der Gesellschaft weiter zu kämpfen, damit dieser Hass gar nicht erst entstehen könne.

Youtube | Die verregnete Mahnwache, gefilmt von den Kollegen von blu.fm

Der 27-jährige Joshua S., der an der Bucerius Law School studiert, ist seit einer Kopfoperation vor vier Jahren gelähmt. Bei dem Überfall erlitt er eine Platzwunde über dem rechten Auge, Schnitte an der Hand und schwere Prellungen am Oberkörper. "Vielleicht haben mir die Titanplatten, die ich seit den Operationen im Jahr 2005 im Kopf habe, das Leben gerettet", erklärte der Student später gegenüber dem "Hamburger Abendblatt". "Ich hatte den Eindruck, dass die Jugendlichen mich grundlos tottreten wollten. Ich verstehe nicht, wie man so etwas tun kann". Joshua S. ist mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen worden. (nb/dk)



#1 schwulenaktivist
  • 11.10.2009, 16:35h
  • Wir müssen der Hetero-Gesellschaft immer wieder klarmachen (nicht nur "ein für alle Mal"!), dass der "Schwule" immer im Auge des Betrachters ist und somit auch heterosexuelle Männer Zielscheibe anderer Männer werden können! Und wir sollten auch klar machen, dass Gewalt zwischen Männern keine Normalität darstellt, sondern eine Perversion von Homosexualität ist!
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#2 Liedel
  • 12.10.2009, 07:31h
  • "Nur" 100 Teilnehmer hat "St. Gayorg" auf die Beine bekommen?
    Sind die Jungs und Mädels da schon so wohlstandsverwöhnt, dass ihnen solche Veranstaltungen egal sind?

    Oh sorry, ich habs mal wieder nicht kapiert. Die stehen ja nach bester "Guido-Manier" morgens auf und müssen sich Samstags regenerieren
    Was stört da schon ein unbedeutender gehbehinderter Student, der allein dadurch gar kein "Leistungsträger" sein kann... also auch keine "Alarmstimmung" (welcher "Sprecher" das auch immer gewesen sein mag...)
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#3 LeonidasAnonym
  • 12.10.2009, 10:45h
  • Antwort auf #2 von Liedel
  • Es mag für dich erstaunlich sein, aber es gibt tatsächlich Menschen die einer geregelten Arbeit nachgehen und nicht von HartzIV leben. Schon mal dran gedacht das es auch Leute gibt die am Wochenende arbeiten müssen? Oder die die ganze Woche durchgearbeitet haben und für solche eher unwichtigen Dinge am nächsten Morgen eher erschöpft sind? Du hast keine Ahnung wie leicht man heutzutage seinen Arbeitsplatz verlieren kann...
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#4 Zenon
  • 12.10.2009, 17:34h
  • Antwort auf #2 von Liedel
  • Ich fasse zusammen:
    - Die Schwulen in Hamburg und insbesondere in St. Georg sind reiche Schnösel, die lieber auf der Möncke shoppen gehen als sich schwulenpolitisch zu engagieren.
    - Sie wählen wahrscheinlich FDP.
    - Sie verachten Behinderte, weil sie unproduktiv sind.

    Ich liebe Verunglimpfungen, wenn sie ...
    1. sich gegen Menschen richten.
    2. jeglicher Grundlage entbehren.
    3. aus unberufenem Munde kommen.
    4. den Hass und den Frust über all die Läuse, die einem so über die Leber gelaufen sind, zum Ausdruck bringen.
    5. einer Mischung aus Dummheit, Voreingenommenheit und Ignoranz entspringen.

    Du hast mir den Tag gerettet!
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#5 axelAnonym
#6 Mister_Jackpot
  • 13.10.2009, 14:48h
  • Antwort auf #3 von Leonidas
  • Was ist denn das für ein komischer Kommentar? Heisst das etwa jetzt, dass all die Leute, die bei der Mahnwache waren nicht einer geregelten Arbeit nachgehen und alles Hartz IV Empfänger sind? Sorry aber sowas dämliches hab ich seltenst gelesen! Wenn du arbeiten musstest dann versteht jeder, wirklich jeder, wenn du nicht da warst...darum gehts aber bei deiner Kritik aber nicht, denn du hast solche "DInge" (die Mahnwache) als "unwichtig" bezeichnet. Das ist es worums geht!!! Flagge zu zeigen gegen homophobe Gewalt ist NIEMALS unwichtig. Und noch was: Soll man jetzt Mitleid haben, weil du ach so erschöpft von deiner Arbeit bist? Du tust ja grad so als ob du die Arbeit erfunden hättst. Dein Kommentar bezüglich Hartz IV Empfänger werd ich erst gar nicht kommentieren, da das unterste Schublade ist!

    Ich hoffe für dich du kommst nie in die Situation zusammengeschlagen zu werden....allerdings denke ich würden genau dieselben Leute, die du hier beleidigst, auch zu einer Mahnwache kommen wenn DU das Opfer wärst. Denk mal drüber nach......
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#7 stromboliProfil
  • 13.10.2009, 16:56hberlin
  • Antwort auf #6 von Mister_Jackpot
  • "allerdings denke ich würden genau dieselben Leute..."
    propio an diesem tag habe ich immer vorstellungsgespräche bei meinem BG-sachbearbeiter im jobcenter; die arbeiten auch samstags und feiertags... schade, ich hätte gerne leonidas bedauert
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#8 hwAnonym
  • 13.10.2009, 17:30h
  • Antwort auf #7 von stromboli
  • bei diesem nick
    und dem begriff "geregelter arbeit"

    fallen mir nicht unbedingt die begriffe arbeitnehmerrechte, gewerkschaften, betriebsverfassungsgesetz, lohnfortzahlung
    im krankheitsfall, etc., ein.

    eher deutsche arbeitsfront, reichsarbeitsdienst,
    sparta, kindsmord,....., pinochet, thatcher und professor sinn.

    liz-mohn-light-shadow.....

    auch drollig:

    "..Du hast keine Ahnung wie leicht man heutzutage seinen Arbeitsplatz verlieren kann..."

    erinnert ein bißchen an mp albrecht, der mit aller macht die verdummungsmedien durchdrücken half, damit seine neuadlige tochter, v.d. leyen,
    durch die gegend blökt: ach, wie verdörblich, ach wie erschröcklich !

    also wir waren gestern vormittag ca. 500, 5 tage vorlauf. heten, lesben, schwule, väter, mütter,
    opas, omas, sogar schulpflichtige, was ich gut fand. es ging um existenzangst. sogar viele siemens-leute haben ihren arbeitsplatz verlassen.
    ebenso halbe "hunderschaften" aus anderen betrieben.
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