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Das französische Amateurteam Créteil Bébel, das sich als muslimische Mannschaft bezeichnet, will nun doch gegen ein schwules Team spielen.

Noch letzte Woche hatte es Créteil Bébel abgelehnt, gegen Paris Foot Gay anzutreten (queer.de berichtete). Man habe das Spiel aus religiösen Gründen abgesagt, erläuterte damals Trainer Zair Belgharki. Nach heftiger Kritik – und der Androhung von Sanktionen durch den Fußballverband – lenkte Belgharki nun ein und nannte die frühere Absage über den Vereinsanwalt ein "Missverständnis".

In einer umständlichen Erklärung verteidigte er seine Position: "Wir haben uns nicht aus Homophobie geweigert zu spielen, wie wir beschuldigt wurden. Vielmehr haben wir abgesagt, weil der Name unseres gegnerischen Clubs nicht unserer Vision des Sports entspricht". Belgharki störte sich daran, dass das Wort "Gay" im Vereinsnamen auftauchte. "Wir haben abgelehnt, gegen Paris Goot Gay zu spielen, weil wir Angst hatten, dass dieser Club durch die Betonung der Homosexualität seiner Spieler das Match instrumentalisieren könnte", so Belgharki.

Noch ist unklar, ob der Fußballverband Créteil Bébel dafür bestrafen wird, dass der Verein ein angesetztes Spiel gegen Paris Foot Gay ohne ausreichende Begründung absagte. Verbandsvorsitzender Jacques Stouvenel sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass in dieser Woche eine Entscheidung über mögliche Sanktionen getroffen werde.


Paris Foot Gay hat stets erklärt, dass das Team offen sei für alle Nationalitäten, Hautfarben, sexuelle Orientierungen oder Religionen und man so gegen Diskriminierung kämpfen wolle: "Es ist symptomatisch, dass sich niemand über Vereine aufregt, die nur bestimmten Menschen offen stehen", hatte die Mannschaftsführung vor einer Woche mit Blick auf den muslimischen Verein erklärt. (dk)



12 Kommentare

#1 LorenProfil
  • 12.10.2009, 19:13hGreifswald
  • Sollte die Bereitschaft zum Spiel gegen Paris Foot
    Gay nun gewachsen sein, ist das erfreulich, zeigt
    es doch, dass auf dem Boden des Rechts solche
    Auswüchse der Diskriminierung erfolgreich be-
    kämpft werden können. Den Homophoben wird so
    gezeigt, dass sie nicht über dem Gesetz stehen.
    Wenn es nun doch zu dem Spiel kommt, heißt es
    auf jeden Fall schon vor dem Anpfiff 1:0 für Paris
    Foot Gay.
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#2 seb1983
  • 12.10.2009, 19:45h
  • Freut mich sehr, dass dieses "Missverständnis" aus der Welt geräumt ist.
    Nun haben die pösen pösen Homos keine Möglichkeit mehr das Spiel zu "instrumentalisieren, ein Hoch auf das muslimische Fußballteam für dieses leuchtende Beispiel an Integration und Toleranz! Der Sport muss sauber bleiben
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#3 hwAnonym
#4 boerdy_hh
  • 12.10.2009, 23:14h
  • cool.... ich hoffe, die Entscheidung nun doch anzutreten geschah aus eigenem Antrieb und nicht auf Druck anderer.

    Mögen die Ausreden jetzt auch etwas holprig und verschwurbelt klingen: lassen wir sie doch ihr Gesicht wahren und glauben wir einfach den Erklärungen: entscheidend ist dass sie sind über ihren Schatten gehüpft (... worden) sind und den Sport nicht für ihren vermeintlichen Glauben missbrauchen.

    - - - - - - - - - - -

    Und bevor jetzt wieder selbsternannte Stammtisch-Antifa-Aktivisten ihre endlosen Pamphlete posten (abschreiben dauert ja noch etwas...): ich habe schon gegen Hass gegen Ausländer (und gegen braunes Gesocks...) demonstriert als ihr noch nicht mal wusstet, wo der Stromboli überhaupt liegt !
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#5 stromboliProfil
#6 FloAnonym
  • 13.10.2009, 10:43h
  • Wie immer:
    erst wenn es Sanktionen gibt, war plötzlich alles ein Missverständnis und gar nicht so gemeint...

    Das zeigt wieder mal:
    es gibt einfach Fälle, da bringen Fakten und Argumente gar nichts, da muss man sanktionieren...
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#7 norbertcdnkathEhemaliges Profil
  • 13.10.2009, 11:43h
  • Na also geht doch, es wahr ja dann nur ein "Mißverständnis" wie immer ,wenn mann nicht weiß wie man sich rausreden soll.

    Der Hintergrund bleibt dennoch der gleiche. Freiwillig hätte die nie eingelenkt.

    Jetzt sollen sie gegeneinander spielen , dann haben alle Seiten ihren Frieden.
    wiedermal viel Aufregung um ein bischen Fußball.
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.10.2009, 16:29h
  • Da muß erst der erhobene Zeigefinger "von oben" (sprich vom Fußballverband) kommen und schon wird eingelenkt. Toll, daß das Spiel endlich doch stettfindet!
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#9 jochenProfil
  • 13.10.2009, 21:24hmünchen
  • schön, dass das spiel doch noch stattfindet , und
    schön, dass sich dieses üble und menschenfeindliche religions-argument nicht durchsetzen konnte.
    das freut mich besonders!

    der aspekt von sportlichen wettkämpfen, nämlich der menschen- und völkerverständigung darf schließlich von solchen beschränkten spießigen einstellungen nicht untergraben werden.
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#10 Abu TalhaAnonym
  • 09.11.2009, 21:43h
  • Antwort auf #9 von jochen
  • Hätten net spielen sollen.

    Wer in seinen Vereinstitel das Schwul sein wie eine rote Fahne präsentiert muss mit sowas rechnen.

    Wenn ich den 1.FC Islamischer Jihad gründe, würde mich auch keine Liga mitspielen lassen.
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