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In der britischen Castingshow "The X Factor" sorgte ein harmloser Witz von Jurorin Dannii Minogue für Aufregung. Sie spielte darin auf die Bisexualität eines Bewerbers an.

Der 27-jährige Danyl Johnson, der Favorit der Buchmacher, hatte am Wochenende das Jennifer-Hudson-Lied "And I Am Telling You I’m Not Going" gesungen und dabei den Text so geändert, dass es sich jetzt an eine Frau richtet. Die Australierin Minogue, die jüngere Schwester der populären Sängerin Kylie, sagte nach einer kurzen Lobeshymne: "Einen Mädchen-Song in einen Jungen-Song zu verändern, wäre hier doch eigentlich gar nicht nötig gewesen, wenn man den Zeitungen Glauben schenken kann."

Tausende Zuschauerbeschwerden

Verwirrtes Schweigen im Publikum, fragende Blicke von Johnson und aufgeregte Nachfragen von Jury-Chef Simon Cowell ("Was hast du gesagt?") prägten die Folgesekunden. Cowell, der auch Erfinder der Show "Pop Idol" bzw. "DSDS" ist, zeigte später in bester Bohlen-Manier, dass er sauer auf seine Co-Jurorin ist: "Ich will nicht, dass du solche Spielchen mit ihm spielst", fuhr er sie an. Nach der Show beschwerten sich über 2.500 Menschen beim Sender ITV und der Medienaufsichtsbehörde und verlangten, die 37-Jährige zu feuern, weil die Sexualität der Teilnehmer nicht in die Show gehöre. Die Boulevardzeitung "Mirror" bezeichnete sie deshalb als "Queen Bitch".

Youtube | Der Moment der Entrüstung

Kurz zuvor hatte der Tanzlehrer Johnson noch in der Boulevardzeitung "Mail" selbst gesagt, dass er auch Männern nicht ganz abgeneigt sei: "Wenn ich die Persönlichkeit von jemandem mag, ist es egal, welchem Geschlecht er oder sie angehört", so Johnson.

Minogue: "I'm sorry"

Minogue entschuldigte sich später für ihre Aussage: "Mir tut es Leid, wenn sich jemand dadurch angegriffen gefühlt hat. Das hatte ich nicht vor", so Minogue. "Ich wollte nur ein wenig Humor hineinbringen. Ein offen bisexueller Typ singt ein Lied, das dem Text nach ein ‚Mädchensong’ ist. Danyl und ich haben darüber noch bei den Proben am Freitag Witze gemacht, also hab’s ich in der Show erwähnt".

Im Streit um die Aussage Minogues springen ihr jedoch auch einige Stars bei: "Dannii Minogue ist die am wenigsten homophobe Frau in der Welt", erklärte etwa Anthony Cotton, der bei der Originalserie von "Queer as Folk" die Rolle des Alexander Perry gespielt hatte. "Ich glaube, sie hat damit sogar einen sehr homofreundlichen Kommentar abgegeben".

Das "Opfer" Johnson selbst erklärte via Twitter, ihn habe der Spruch nicht gestört: "Dannii hat’s nicht bös gemeint. Wir sind doch alle Freunde. Gute Nacht". (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Bluelight88
  • 13.10.2009, 17:35h
  • Das ist so was von albern. Ich glaube die Medien suchen regelrecht nach Skandalen.

    Er war doch als bisexuell geoutet. Wo ist denn da das Problem? Sie hat doch nur etwas ausgesprochen, was auch zutrifft. Ich versteh die Medien manchmal echt nicht...

    Ich finde es immer schrecklich, dass alles gleich immer wer weiß wie hochgepushed wird. Ich hoffe nur dass Danii Minogue jetzt nicht wirklich irgendwelche Problem deshalb bekommt - Wie schon mein Vorposter geschrieben hat "Viel Lärm um Nichts! "...
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#3 seb1983
  • 13.10.2009, 17:55h
  • Also IIIIIch bin ja dafür dass sie jetzt einfach boykottiert wird, und Kylie am besten gleich mit...
    Aber dann bleiben in den meisten schwulen Clubs wohl die Lautsprecher stumm
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#4 Liedel
#5 daisyAnonym
#6 Good ol friendAnonym
  • 13.10.2009, 20:50h
  • Die schlimmste Form der Homophobie ist doch wohl die Selbstverleugnung, wie sie nicht nur in diesem Fall wieder einmal den Ton angibt. Wie pathologisch muss eigentlich eine Gesellschaft sein, in der so genannte "Bisexuelle" in den Massenmedien den Hetero markieren. Genau diesen Klemmschwestern ohne einen Funken schwules (!) Selbstbewusstsein haben wird den immer aggressiveren Zwangs-Hetero-Rollback zu einem großen Teil zu verdanken.
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#7 Good ol friendAnonym
  • 13.10.2009, 21:39h
  • Antwort auf #6 von Good ol friend
  • Ach ja, an die, die da gleich zweimal "-" gegeben haben:

    Wie soll man das denn sonst nennen, wenn ein angeblich "bisexueller" Mann einen Song, der an einen Mann gerichtet ist, in die andere Geschlechtsform umwandelt, nur um sich in die beschränkte, mittelalterliche, aber leider wieder zunehmend omnipotente Zwangsheterosexualität einzufügen? Das ist die widerwärtigste Form der Homophobie und vor allem des Selbsthasses, die man sich nur vorstellen kann.
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#8 stromboliProfil
  • 13.10.2009, 23:15hberlin
  • Antwort auf #7 von Good ol friend
  • ach nur die alltägliche selbstbeschränkung, die wir reproduzieren auf vorgegebenen mustern...
    das ist doch nichts neues und nichts überraschendes.. wie gesagt : wir sind doch alle freunde.. na denn gute nacht!
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