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Ein französisches Fußballteam ist aus der Amateurliga ausgeschlossen worden, weil sich die muslimischen Sportler geweigert hatten, gegen ein schwules Team zu spielen.

Das Pariser Vorortteam Créteil Bébel ist am 4. Oktober nicht gegen Paris Foot Gay angetreten, weil der Gegner nicht den "Prinzipien unserer Manschaft" entspreche, die "aus gläubigen Muslimen" bestehe (queer.de berichtete).

"Die Mannschaft von Créteil Bébel ist vom Fußballverband CFL ausgeschlossen worden, weil sie sich geweigert hat, ein Spiel zu spielen und dabei diskriminierende Äußerungen fielen", hieß es nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP nun in einer Stellungnahme des Verbandes.

Nach heftiger Kritik hatte sich Créteil Bébel vor wenigen Tagen noch dazu durchgerungen, gegen den ungeliebten Gegner anzutreten. (queer.de berichtete). Trainer Zair Belgharki erklärte dabei, dass man sich nicht aus Homophobie das Spiel abgesagt habe, sondern weil der Name des gegnerischen Vereins nicht gefiel: "Wir haben abgelehnt, gegen Paris Foot Gay zu spielen, weil wir Angst hatten, dass dieser Club durch die Betonung der Homosexualität seiner Spieler das Match instrumentalisieren könnte", so Belgharki. Der gesamte Konflikt sei lediglich ein "Missverständnis" gewesen.

Paris Foot Gay hatte sich zuvor mit scharfen Worten über die Spielabsage des Teams aus Créteil beschwert. Der Verein erklärte, dass er sich für die Gleichbehandlung von allen Menschen einsetze und auch in der eigenen Mannschaft Sportler mehrerer Religionen, Nationalitäten und sexueller Orientierungen aktiv seien. Es sei unglaublich, dass alleine die Erwähnung des Wortes "Gay" im Vereinsnamen zu "Hass und Angst" führe. (dk)



17 Kommentare

#1 KameliendameEhemaliges Profil
  • 14.10.2009, 14:56h
  • Der Verband hat die richtige Entscheidung getroffen.
    Solches Verhalten muss Konsequenzen haben.

    Es ist wichtig das die entsprechenden Leute merken das sie sich nicht alles erlauben können.
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#2 carolo
  • 14.10.2009, 15:48h
  • Es sollten überhaupt viel mehr homophobe Knallköppe öffentlich die rote Karte kriegen.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.10.2009, 16:38h
  • Da hat die FFF (Fédération Française de Football) wohl etwas übertrieben! Strafe mußte sein, aber dann gleich der Ausschluß vom Spielbetrieb? Nun ja, es ist passiert. Wenn ich mir das Fußballteam aus Paris so anschaue, dann sind es gutaussehende und sympathische Männer, die man auch für Heten halten könnte. Vive la Fance!
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#4 fruchtzwergAnonym
#5 Ice-ManAnonym
  • 14.10.2009, 18:13h
  • richtig so, wer net spielen will, braucht auch net mitmachen und wird fürs erste ausgeschlossen.

    mir ist sch...egal, ob die spieler einer gegnerischen mannschaft grün gelb rot blau oder sonst wie sind, das spiel (ob leichtathletik oder fussball) ist dazu da, auf faire(?) weise kräfte zu messen. das ist mir noch lieber als meuchelmorde oder sonst wie.

    der religionseinwand ist hirnrissig und nicht entschuldbar.

    also gut gemacht, französischer verband. Daran sollten sich unsere deutschen mal halten :)

    Aber traurig stimmt mich das schon, anstatt dafür zu stimmen, dass zwischen homo und hetero in der menschlichkeit keine unterschiede gibt, werden solche hier gerade zu instrumentalisiert und herausposaunt. ich meine, eine welt, eine menschheit. jeder lebt mit gleichen rechten und pflichten, nur die dummen rassisten schreien das gegenteil.
    wir LBGTs sind KEINE andere menschenrasse.

    entschuldigt, dass ich meistens in kleinbuchstaben schreibe, sollen keine fehler sein.

    Wünsche aber allen anderen beteiligten (fans, verbände und teilnehmer) trotzdem viel vergnügen und einen fairen wettkampf. möge der bessere gewinnen.

    Gruß
    Ice-Man
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#6 seb1983
  • 14.10.2009, 18:33h
  • Über die Härte der Strafe kann man geteilter Meinung sein.
    Ich fürchte nur, dass das nur neuen Hass von dieser Mannschaft auslösen wird.
    Ein Spiel mit der schwulen Mannschaft hätte hoffentlich positivere Auswirkungen gehabt, wobei man da auch nicht sicher sein kann...
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#7 MatsAnonym
  • 14.10.2009, 18:44h
  • Der einzige richtige Schritt!

    Es ist unsportlich und unmenschlich, wenn sich Sportler weigern an einem Wettkampf teilzunehmen, weil ihnen irgendwelche Konkurrenten nicht passen.

    Wer so verfährt hat den Geist des Sports nicht verstanden und missbraucht Sport sogar zum Verbreiten von Hass. Deshalb bleibt gar nichts anderen übrig, als solche Leute konsequent auszuschließen.

    Da hilft es dann auch nichts, wenn solche Leute dann vor der Gefahr des Ausschlusses anfangen rumzuargumentieren, dass das nicht homophob sei. Egal aus welchen Gründen: wer sich dem Wettberwerb entzieht, muss ausgeschlossen werden.
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#8 sylviafeeProfil
#9 bastapapsta
  • 15.10.2009, 10:58h
  • Richtge Entscheidung ;-) Man muss diesen Fundamentalisten zeigen, dass ihr intollerantes Verhalten keinen fruchtbaren Boden findet .
    Deutschland muss da auch ein bisschen konsequenter werden. damit meine ich aber nicht, dass solche intolleranten feinseligen pauschalisierenden Sprüche wie von Sarrazin akzeptiert werden sollten. Wir müssen alle daran arbeiten, miteinander umzugehen.
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#10 stromboliProfil
  • 15.10.2009, 11:23hberlin
  • Antwort auf #7 von Mats
  • bei aller berechtigter wut und entäuschung sollten wir nicht die bodenhaftung verlieren:
    Nachdem sich die muslemische mannschaft, sicher auf druck von aussen, zum spielen bereit erklärte , hätte es bei einer verwarnung bleiben sollen als zeichen für alle andern: seht her, so gehts nicht. Warum: einsicht, auch wenn sie über druck erfolgt, sollte belohnt werden , wie uneinsichtkeit ebenso nachdrücklich verfolgt wird!
    Jetzt auf ausschluß zu bestehen ist wie einem am boden liegen nachzutreten. Vieleicht erhebt sich die schwulenfreundliche mannschaft über die untiefen billiger rache... und bietet ein freundschaftsspiel an. Auch feinde müssen sich die hände reichen können.
    Danach können wir anfangen das ganze neu zu bewerten!
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