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Wegen ihrer Ablehnung der Homo-Ehe würden Christen heute diskriminiert werden wie die Schwarzen in den Südstaaten der 60er Jahre, erklärte ein Apostel der Mormonenkirche.

"Die Einschüchterungsversuche, die wir in Verbindung mit Proposition 8 erdulden mussten, sind nicht ganz so stark wie das, was in den Südstaaten passiert ist. Aber die Parallelen sind unübersehbar", erklärte Dallin Oaks, einer der zwölf Apostel der christlichen Vereinigung. Der 77-Jährige spielt damit an auf die Spendensammlung von Mormonen aus Utah für den kalifornischen Volksentscheid Proposition 8. Insgesamt wurden so 22 Millionen Dollar für die Abschaffung der Homo-Ehe aufgebracht. Im November 2008 entschieden sich die Kalifornier nach einem Werbekrieg schließlich mit knapper Mehrheit dafür, Schwulen und Lesben das Eherecht wieder zu entziehen (queer.de berichtete). Homo-Aktivisten riefen daher zum Boykott von Utah auf, dem US-Bundesstaat, der von der Kirche praktisch kontrolliert wird (queer.de berichtete).

Oaks argumentiert, die Demonstrationen und Boykottaufrufe von Homo-Aktivisten sei ein Zeichen dafür, dass religiöse Freiheiten in den USA gefährdet seien. Christen könnten nicht mehr frei nach ihre Positionen bei "wichtigen moralischen Themen" äußern, ohne bedroht zu werden. Die Ehe für Schwule und Lesben nannte er dabei ein "angebliches Bürgerrecht", das die Rechte von heterosexuellen Eheleuten beschädigen würde.

Youtube | Bericht der Lokalnachrichten

Homo-Gruppe: Aussage ist "unglaublich beleidigend"

Homo-Aktivisten kritisierten die Äußerungen des Mormonenapostels scharf: "Schwarze wurden geschlagen und gelyncht und durften nicht wählen", erklärte Marc Solomon von der Gruppe Equality California, die für die Ablehnung von Proposition 8 gekämpft hatte. "Das mit den Mormonen zu vergleichen, die große Mengen an Geld dafür ausgegeben haben, um einer kleinen Minderheit die Rechte abzuerkennen, ist unlogisch und unglaublich beleidigend".

Oaks ist seit 1984 Mitglied des kirchlichen Kollegiums der zwölf Apostel. Zuvor war der Jurist als Präsident der mormonischen Brigham Young University und Richter am Supreme Court von Utah. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 alexander
  • 14.10.2009, 17:05h
  • immer wieder grossartig, wie diese religionsfaschisten von der täter- in die opferrolle springen !
    und weltweit, egal um welche "sekte" es sich handelt, es geht ihnen allen nur um machterhalt der letztlich auch die eigenen anhänger unterdrückt um sie schamlos auszunutzen und um zu profitieren !
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#2 MatsAnonym
  • 14.10.2009, 18:55h
  • Wie manche Leute die Wahrheit verdrehen und sich die Fakten so zurechtbiegen, wie es ihnen passt, ist an Perversion schon nicht mehr zu überbieten.

    Es sind nicht Schwule, die andere diskriminieren, sondern sie bemängeln von anderen diskriminiert zu werden.

    Seine Logik ist so, als wenn jemand, der verprügelt wird sich in Notwehr verteidigt und dann nachher als Schläger verurteilt wird.

    Schwarze haben niemandem was getan und wurden diskriminiert. Genauso geht es heute Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen. Und wenn man das dann kritisiert soll man die Aggressoren diskriminieren?

    Schutzrechte sind dazu da, um Diskriminierte zu schützen, aber nicht, um die Aggressoren zu schützen und ihnen weiterhin Diskriminierung zu ermöglichen.
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#3 schwarzwaldbub
  • 14.10.2009, 20:12h
  • Echt ungerecht: Inzwischen dürfen die Mormonen nicht mal mehr Lesben und Schwule ohne Widerspruch diskriminieren.

    (Anm. d. Red.: Bildlink funktioniert nicht)

    Dieser scheinheilige sogenannte Apostel weiß doch ganz genau, dass nicht heterosexuelle Ehen Schaden genommen, sondern in erster Linie die Lesben und Schwulen in Kalifornien, die das Recht auf Eheschließung verloren haben.

    Im modernen Staat ist die Ehe eine zivile Institution, die mit der jeweiligen religiösen Auffassung nichts zu tun hat. Dallin Oaks möge sich mit seiner Überzeugung also bitte auf seine homophobe Sekte beschränken – ich vermute, dass eher wenige LGBTs es lange bei den Mormonen aushalten.

    www.yourfunnystuff.com/wp-content/uploads/2009/07/adults-wit
    h-imaginary-friends-are-stupid.jpg
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#4 exmoberlinAnonym
  • 15.10.2009, 09:57h
  • Der Vergleich ist eine bodenlose Frechheit. Gerade die Mormonen waren es doch, die Schwarze auf rassistischste Weise diskriminierten. Bis 1978 durften Menschen mit dunkler Hautfarbe dort nicht das Priestertum erhalten. Das war 10 Jahre nach der Bürgerrechtsbewegung. Sie glauben heute noch, dass es so richtig war.

    Wer greift hier eigentlich in wessen Leben ein? Wenn mir jemand Schaden zufügt, habe ich wohl das Recht zu protestieren.

    Wie wäre es denn mal mit Protestaktionen in Deutschland? Immerhin geht der CSD in Berlin an der Zentrale der Mormonen vorbei.

    Ein Exmormone
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#5 aaronAnonym
  • 21.10.2009, 20:42h
  • Antwort auf #4 von exmoberlin
  • Nur kurz zu diesem Kommentar. Ich kenne keine Gruppe von Menschen, die den Schwarzen damals und noch früher mehr beistand als die Mormonen.
    Joseph Smith selbst verkaufte eines seiner wenigen Pferde um mit dem Geld Schwarze aus der Sklaverei freizukaufen ..
    Die Mormonen, die ich kenne, sind alles gute Leute.
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#6 Timm JohannesAnonym
  • 18.11.2010, 03:18h
  • Übrigens haben die Mormonen in den USA im November 2010 ihre offizielle Kirchenposition zu homosexuellen Menschen aktualisiert.

    *
    www.advocate.com/News/Daily_News/2010/11/16/Mormons_Same_Sex
    _Attraction_Not_Sinful/


    Nunmehr gilt wie in der Katholischen Kirche nicht mehr der homosexuelle Mensch und dessen Veranlagung als sündhaft. Der Mensche an sich wird seitens der mormonischen Kirchenleitung akzeptiert. Die mormonische Kirchenleitung verlangt aber so wie der Vatikan von homosexuellen Menschen ein zölibatäres Leben und bewertet homosexuelle Handlungen als sündhaft.
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