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Das Schwulen- und Lesbenzentrum in Bonn musste Insolvenz anmelden, die Weissenburg in Stuttgart muss womöglich bald schließen, weil die Stadt den Zuschuss streichen will.

Das Bonner Zentrum muss nach rund 35 Jahren die Türen schließen. Grund waren die zu hohen Kosten, wie der Verein auf seiner Website mitteilt. Außerdem habe die Stadt Bonn trotz der Zusage eines Stadtrats keine Gaststättenkonzession an den Verein ausgestellt und damit die finanzielle Lage noch verschlechtert.

"Wir sehen derzeit keine Möglichkeit, der Situation zu entkommen, und haben daher am 15.10.2009 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens für den Verein in die Wege geleitet", heißt es in einer Erklärung. "So gehen fast 35 Jahre Aufklärungsarbeit, Politik, Jugendarbeit, Krisenbewältigung, Workshops, Kulturangebote, Selbsthilfegruppen, Partys usw. dem Ende entgegen." Die Abschiedsparty findet am Samstag statt.

"Affront gegen die schwul-lesbische Community"

Es ist auch fraglich, ob das seit rund 14 Jahren betriebene Zentrum Weissenburg in Stuttgart überlebt. Der Trägerverein teilte nun mit, dass die Stadt den jährlichen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 25.000 Euro streichen will. Stuttgart unterstützt den Verein seit dem Jahr 2000.

"Die wirtschaftliche Situation des Vereins ist so, dass eine dauerhafte Finanzierung ohne städtische Zuschussmittel nicht zu gewährleisten ist. Ohne städtische Förderung müssen die Räume aufgegeben und damit die Arbeit des Vereins weitgehend eingestellt werden", heißt es auf der Website der Weissenburg. Stuttgart hätte danach keinen Anlaufpunkt mehr für die 20 Vereine der schwul-lesbischen Community mit über 2000 Vereinsmitgliedern. Man werte die Entscheidung der Stadt als "klaren Affront gegen die schwul-lesbische Community". (dk)

Wöchentliche Umfrage

» Homozentren machen dicht. Werden sie überhaupt noch benötigt?
    Ergebnis der Umfrage vom 19.10.2009 bis 26.10.2009


16 Kommentare

#1 Good ol friendAnonym
#2 Good ol friendAnonym
  • 16.10.2009, 18:37h
  • Antwort auf #1 von Good ol friend
  • An diesen Beispielen sieht man übrigens auch, wieviel von schönen Worten im Grundgesetz oder "Gleichstellungen" im Beamtenrecht etc. zu halten ist, wenn dann vor Ort, wo es um die konkrete Lebenswirklichkeit gerade junger Schwuler und Lesben geht, solche Entscheidungen getroffen werden!
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#3 hwAnonym
  • 16.10.2009, 18:56h
  • Antwort auf #2 von Good ol friend
  • Das ist Teil des bürgerlichen schwulen Klasenkampfes von oben.

    Wahrscheinlich bezeichnen solche zynisch,
    solche "Nester" als nicht mehr "zeitgemäß".

    Dafür herrscht in saarländisch Jamaica eitel Sonnenschein bis zum -brand.

    Angesichts eines katastrophalen Schuldenberges im Saarland in Höhe von 813 Millionen Euro bei einem Haushaltsvolumen von 3,46 Milliarden Euro werden zwei zusätzliche Ministerien mit allem Tamtam und Zubehör,nur allein aus Gründen des Jamaika-Parteienproporzes, geschaffen.

    CDU - Die Grünen - FDP
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#4 schwulenaktivist
  • 16.10.2009, 20:12h
  • Ich denke, viele Homosexuelle finden "Schwule" heute "veraltet" und überlebt. Dabei rechnen sie - wegen der ach so verbreiteten Toleranz - nie mit Krisen oder Meinungsirritationen. Schon gar nicht mit wirtschaftlichen Krisen. Und natürlich, es geht nur immer "den Anderen" schlecht. Selber hat mann "den Richtigen" und das grosse Los gezogen. Aber wo keine gay community mehr ist, gibts auch keine Hilfe mehr. Alscho "Schwestern" stürmt die heterosexuellen Institutionen und prügelt Euch mit Sozialhilfempfänger herum! Amen.
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#5 norbertcdnkathEhemaliges Profil
  • 17.10.2009, 15:34h
  • Hallo,

    nun ja das ist leider so , wenn das Geld hinten und vorne nicht reicht. Dann wird gespart ob das immer an der richtigen Stelle ist so eine Frage.

    Ob dies jetzt bewußt gegen Schwule ist bezweifle ich jetzt , die stärkste Fraktion in Stadtrat die Grünen können jetzt beweisen ob sie was für die Schwulen tun oder auch nur immer schön reden.
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#6 DragonWarrior
  • 17.10.2009, 18:56h
  • Antwort auf #2 von Good ol friend
  • da frag ich mich doch, was man da als stuttgarter vor ort alles tun könnte...

    zunächst einmal: so wie es aussieht hat das fachamt im rahmen der haushaltskonsolidierungen vorschläge gemacht, wo einsparungen nach einschätzung des fachamtes möglich seien.
    frage: WELCHES fachamt, bzw. WELCHER fachbereich, oder wie immer das bei euch heißt, hat den vorschlag gemacht?

    falls es die kämmerei war - übrigens dort ein CDU mann (Michael Föll) an der spitze - die setzen gerne erstmal rigoros etwas auf irgendwelche sparlisten, ohne sich um "inhaltliche details" zu scheren.
    falls es ein anderes fachamt war - ich kann die genaue aufteilung nicht im netz finden - etwa "soziales" oder "jugend und familie" oder "gesundheit" - das wären hier in hannover fachbereiche, die mit der förderung freier träger zu tun hätten: da ist es durchaus so, dass sich die jeweiligen fachbereichsleitungen bei der aufstellungen irgendwelcher listen taktisch verhalten: heißt in der praxis nichts anderes, als dass sie posten auf die liste setzen, von denen sie genau wissen, dass die bei den abschließenden beratungen in der verwaltungsspitze oder in der kommunalpolitik wieder einkassiert werden. als amts- oder fachbereichsleiter kann man dann sagen: "naja, ich hatte meine sparliste zusammen, aber wenn sie nicht mitmachen wollen kann ich es auch nur so hinnehmen" und sich zufrieden die hände reiben...

    so funktioniert - leider!! oder: entsetzlicherweise!! - aber verwaltungsdenken anscheinend.
    das soll keine beschönigung sein, es kotzt mich selber oft genug an und ich habe etliche einsparungsrunden durchmachen müssen, in denen immer wieder um wichtige projekte gekämpft werden musste.

    und darauf kommt's jetzt an:
    die stuttgarter community muss zeigen, dass ihr das zentrum wichtig ist: geht in das zentrum, geht auf die straße, geht in die ratssitzungen, in die sitzungen der zustädigen ausschüsse, nutzt die lokalen medien und macht den herrschaften feuer unter ihren hintern.
    ich war einmal zu nem CSD in stuttgart. die community scheint nicht gerade klein zu sein.
    also organisiert den widerstand gegen die streichung!!!

    zu bonn: nun ja, wenn ich das auf den seiten des zentrums so lese, stolpere ich auch über einige sachen, wo ich mich frage, ob da nicht auch im vorstand etwas schiefgegangen ist:

    "Den früheren Auszug versuchte er (der frühere Vermieter) uns so schmackhaft wie möglich zu machen; es war von einer Prämie die Rede, wenn wir früher ausziehen; der bestehende Vertrag könne sehr kurzfristig aufgehoben werden usw. Umso erstaunter und ärgerlicher wurden wir, als unser alter Vermieter nach der Mitteilung, daß wir neue Räume gefunden haben, nichts mehr von seinen ursprünglichen Versprechungen wissen wollte und plötzlich Bedingungen stellte, die für uns gar nicht erfüllbar waren."

    böse falle... das hätten sie sich schriftlich geben lassen sollen....

    "Des Weiteren wurde uns durch einen ehemaligen Stadtrat (SPD) bereits im Juli die unbürokratische Ausstellung einer Gaststättenkonzession zugesagt. Nach unseren Informationen hat er sich nur leider in keiner Weise um diese Angelegenheit gekümmert."

    ein stadtrat stellt keine gaststättenkonzessionen aus, das macht das ordnungs- oder gewerbeaufsichtsamt. Der stadtrat kann da vielleicht türen öffnen, mehr aber nicht. man darf sich auf solche zusagen nicht einfach verlassen... schon garnicht, wenn es um einen EHEMALIGEN stadtrat geht...

    fairerweise findet sich dann auch der folgende hinweis auf der seite des zentrums:
    "Wir möchten eindeutig klarstellen, daß wir die Stadtverwaltung Bonn in keiner Weise für unsere Situation verantwortlich machen möchten! Sozialamt sowie Jugendamt haben hiermit nichts zu tun und auch der Sachbearbeiter im Gewerbeamt macht nur seine Arbeit! Diese Website und diverse Newsletter sind nicht in dieser Richtung zu verstehen!"

    hier geht's also nicht darum, dass eine stadtverwaltung ein zentrum plattmacht...

    und auch hier kann die einzige rettung nur darin bestehen, die szene zu mobilisieren und in einen konstruktiven dialog mit den zuständigen fachbereichen einzutreten.

    ist alles nervig und alles wenig prestigeträchtige kleinarbeit, aber wer mal arbeit an der basis gemacht hat, weiß das...

    und er weiß, das polemisieren und pauschalisieren nichts bringt...
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#7 sitting bullAnonym
  • 17.10.2009, 19:30h
  • ....da sprach der alte häuptling der indianer,
    leer sind die kassen, jamaica die prärie...

    2/3 der Grünen unterstützen Jamaica.

    Mehr "Eigenverantwortung" war ein Hauptfederschmuck der Maskentänze
    um den Marterpfahl AGENDA 2010.

    Sie empfahlen sich als Regenmacher
    in dem sie wörter, bedeutungen und
    logik bepißten.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 DragonWarrior
  • 18.10.2009, 09:31h
  • Antwort auf #7 von sitting bull
  • *kopfschüttel*

    wenn sich hier mal wieder zeigt, dass plattes polemisches phrasendreschen grün bewertet wird, die aufforderung dazu, den arsch vom pc wegzubekommen und etwas zu tun, um forderungen durchzusetzen hingegen, wundert mich garnichts mehr...

    Antworten » | Direktlink »
#9 reading bullAnonym
  • 18.10.2009, 11:36h
  • aus zweitem link im artikel:

    ".. *
    Stuttgarts einziges nicht-kommerzielles Angebot für Lesben und Schwule Vergangenheit.
    *
    Stuttgart ohne Räume für 20 Vereine der schwul-lesbischen Community mit über 2000 Vereinsmitgliedern
    *
    Stuttgart ohne Räume für nichtkommerzielle Kulturarbeit von Lesben und Schwulen
    *
    Stuttgart ohne nichtkommerzielle Anlaufstelle für Lesben und Schwule, die mit ihrer sexuellen Identität Schwierigkeiten haben
    *
    Stuttgart ohne nichtkommerzielle Anlaufstelle für junge Lesben und Schwule und deren spezielle Problemlagen
    *
    Stuttgart ohne nichtkommerzielle Selbsthilfeberatungsräume
    *
    Stuttgart ohne eine nichtkommerzielle Bibliothek für Schwule und Lesben
    *
    Stuttgart ohne kostengünstige Veranstaltungsräume für alle Arten von nichtkommerziellen Angeboten nicht nur für Lesben und Schwule
    *
    Stuttgart ohne eine Anlaufstelle der strukturellen Gesundheitsprophylaxe und der HIV-Prävention bei Männern, die Sex mit Männern haben

    Die Streichung der Zuschussmittel richtet sich an eine Zielgruppe, die scheinbar diese Förderung nicht mehr benötigt, da sie in den letzten 10 Jahren gesellschaftlich aufgewertet und zumindest auf dem Papier integriert wurde. Sie ignoriert vollständig die Tatsache, dass in Zeiten der Krise gerade Minderheiten zur Zielscheibe der Frustration und mithin Opfer gesellschaftlicher Verwerfungen werden. Die wichtige Vorfeldarbeit durch einen öffentlich zugänglichen und geförderten Raum wird mit einer Streichung unmöglich gemacht. Schwule und Lesben, die selbst durch Arbeitslosigkeit oder Krankheit wenige Kontaktmöglichkeiten haben, wird durch eine solche Entscheidung eine wichtige Möglichkeit sozialer Kontaktaufnahme genommen. Gerade im Bereich der Jugendarbeit erweist sich die Einrichtung als höchst hilfreich, da sie jungen Lesben und Schwulen als Anlaufstelle und Heimat eine hervorragende Möglichkeit zur Identifikation und Selbstmotivation gibt. Diese Aufgabe kann keine kommerzielle Einrichtung und keine von anderen nichtkommerziellen Organisationen betriebene Räumlichkeit bieten. Setzen wir die Streichung der Zuschüsse in den Kontext städtischer Haushaltszahlen zeigt sich, dass diese Entscheidung als klarer Affront gegen die schwul-lesbische Community gerichtet ist: Der Etat der Landeshauptstadt Stuttgart beläuft sich auf 2,5 Milliarden € im Jahr. Die 25.000 € der Weissenburg ins Verhältnis gesetzt würde bedeuten, dass ein Otto Normalverdiener-Familie mit einem Nettoverdienst von 25.000 € im Jahr 25 Cent für den Weissenburg e.V. aufwenden würde und das in vier Raten á 6,25 Cent. 25 Cent ist der Preis für eine Packung Backhefe oder eine Zigarette. In diesem Kontext muss gedacht werden, wer die Entscheidung würdigen will.

    Für diejenigen, die den Verein unterstützen wollen und nach einer Möglichkeit suchen, wie sie dies denn tun können:


    Sprecht alle Politiker/innen, die ihr kennt an und weist sie darauf hin, wie ihr die Streichung der Zuschüsse für den Weissenburg e.V. findet. Schreibt einen Brief an die Fraktionen im Gemeinderat und bittet sie, ihre Entscheidung reiflich zu bedenken. Wendet Euch an einflussreiche Personen in der Stadt und unterrichtet sie über diese Entscheidung und bittet sie um Mithilfe für ein gutes Wort bei der Politik. Wer darüber hinaus den Verein stärken will, kann dies durch eine einmalige absetzbare Spende oder noch besser durch eine Fördermitgliedschaft im Verein tun. Formulare für die Mitgliedschaft gibt’s auf dieser Homepage..."

    www.zentrum-weissenburg.de/component/content/article/40-vera
    nstaltungen/90-wb.html


    für alle nicht-stuttgarter, die helfen wollen:

    wer mit pferd und/oder rauchzeichen
    unterwegs ist, möge sich bitte
    an die entsprechenden Fachbehörden
    wenden. (Ordnungsamt, u.ä.)
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#10 UdoAnonym
  • 18.10.2009, 12:12h
  • Die FDP hilft bestimmt !

    Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) hat auf seinem 21. Verbandstag in Berlin einen neuen Bundesvorstand gewählt. Neues Vorstandsmitglied ist der Liberale Helmut Metzner, hauptberuflich Abteilungsleiter Strategie und Kampagnen der FDP-Bundesgeschäftsstelle. Hierzu erklärt der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael KAUCH:

    "Ich gratuliere den alten und neuen Vorstandsmitgliedern zu ihrer Wahl. Besonders freut mich, dass mit Helmut Metzner nun auch eine liberale Stimme im Vorstand des LSVD vertreten ist. Ich kenne Helmut Metzner aus langjähriger Zusammenarbeit und bin mir sicher, dass sowohl der LSVD als auch die Bürgerrechtspartei FDP von der stärkeren Vernetzung profitieren werden."
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