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  • 16. Oktober 2009, noch kein Kommentar

Sonnenbrand, Sonnenstich oder Hitzschlag können einen Urlaub beenden, bevor der erste Flirt gestartet wurde.

Von Dennis Klein

In Deutschland wird’s kalt und ungemütlich. Als Reiseweltmeister geht man in dieser Jahreszeit am liebsten in sonnige Gefilde. Die größte Gefahr droht dann nicht von Kreditkartenbetrügern oder Terroristen aus dem Baskenland. Vielmehr ist die heiß geliebte Sonne dafür verantwortlich, dass so mancher Strandurlauber unglücklich aus dem Urlaub nach Hause kommt. Schuld sind Sonnenbrand oder aus der Hitze resultierende Schäden am Körper. Doch jeder kann sich ganz einfach davor schützen – selbst dann, wenn die Haut schon rot wird.

Der Sonnenbrand ist allgegenwärtig, gerade in der Urlaubszeit. Oft wird er als Teil der Ganzkörperbräunung billigend in Kauft genommen. Doch Ärzte warnen: So harmlos ist die Verbrennung durch kurzwellige Sonnenstrahlung nicht. Selbst wenn ein Sonnenbrand schon verheilt zu sein scheint, sind in tieferen Hautschichten noch Schäden übrig geblieben – und diese tragen dazu bei, die Haut in Zeitraffer altern lassen. Zudem kann der Sonnenbrand die Erbinformationen beschädigen. Der Körper kann zwar DNS regenerieren, aber auch er stößt bei massiven Verbrennungen oft an seine Grenzen. Die Folge: Die Hautkrebsgefahr steigt. Jedes Jahr erkranken daran weit über 100.000 Menschen in Deutschland. Und jedes Jahr verlieren 3.000 Menschen den Kampf gegen diesen Krebs.

Was ist zu tun? Jeder weiß, dass Sonnencreme hilft, am besten mit einem hohen Lichtschutzfaktor. Dieser verbessert den Schutz vor UV-Strahlen. Besonders sollten dabei so genannte "Sonnenplateaus" bedacht werden, also besonders gefährdete Körperregionen wie Nase, Ohren oder Schultern.

Quark, Gurkenscheiben, Joghurt

Es kann oft Stunden dauern, bis ein Sonnenbrand auf dem Körper zu sehen – und zu fühlen – ist. Das beste Mittel dagegen ist Kühlung mit Eiswürfeln oder kalten Kompressen. Auch Quark, Gurkenscheiben oder Joghurt bieten den gewünschten Effekt. Danach sollten die betroffenen Körperstellen unbedingt vor Sonneneinstrahlung geschützt werden – was im Urlaub unter der kalifornischen oder mallorquinischen Sonne nicht immer einfach ist. Da die Haut noch Tage nach der Verbrennung sehr trocken ist, tun zudem feuchtigkeitsspende Cremes gut, etwa After-Sun-Milch.

Vorsicht: Wenn die Schäden besonders schlimm sind, bilden sich Blasen auf dem Körper. Dann ist es Zeit für einen Arzttermin. Auf keinen Fall diese Blasen selbst ausdrücken, denn sie können sich stark entzünden – und dann ist der Urlaub garantiert zu Ende.

Zur Hautabhärtung gegen die Sonne sind Solarienbesuche übrigens wirkungslos. Denn die eingesetzten Leuchten brennen fast ausschließlich hoch konzentriertes UV-A-Licht auf die Haut, was dazu führt, dass sie schnell dunkel wird. Für lang anhaltende Bräune und eine Gewöhnung der Haut an die Sonne sorgt aber das UV-B-Licht – und das ist eben nur in der Natur zu kriegen.

Gefahr Sonnenstich

Folgenschwerer – aber viel seltener – als der Sonnenbrand ist der Sonnenstich. Als Symptome treten hier Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit auf. Hier wird nicht die äußere Haut durch die intensive Strahlung gereizt, vielmehr verträgt die Hirnhaut die Hitze nicht und schwillt an. Besonders gefährdet sind Menschen, die wenig Wasser getrunken haben oder durch Alkohol dehydriert sind.

Zur Vorbeugung hilft eine Kopfbedeckung – besonders bei Zeitgenossen, die wenig Haare auf dem Haupt tragen. Treten die Symptome auf, sollte man sofort aus der Sonne gehen, viel Mineralwasser trinken und feuchte Tücher auf die Stirn legen. Auf jeden Fall muss der Arzt aufgesucht werden, da der Laie oft nicht abschätzen kann, wie weit die Schädigung schon fortgeschritten ist.

Die größte Gefahr ist jedoch der Hitzschlag: Hier wird nicht nur die Hirnhaut von der Sonne gereizt, sondern der gesamte Körper heizt sich auf über 40 Grad auf. Das kann zu Krämpfen und Hirnschädigungen führen. Bei akutem Wassermangel kann der Körper zudem keinen Schweiß mehr produzieren – was zu einer noch schnelleren Aufheizung führt. Ist einmal dieses Stadium erreicht, hilft nur noch die Notaufnahme. Dem Körper muss in diesem Fall viel Kochsalzlösung zugeführt werden. Wer erstmal im Krankenhaus gelandet ist, wünscht sich, "nur" einem Kreditkartenbetrüger auf den Leim gegangen zu sein.