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Trotz eines Treffens mit Homo-Aktivisten in San Francisco bleibt der jamaikanische Sänger Buju Banton dabei, dass er nach wie vor mit "Schwuchteln" (faggots) im Krieg sei.

Letzte Woche hatte sich Banton mit Vertretern der Gay-Community getroffen (queer.de berichtete). Nach Angaben der Teilnehmer sei das Gespräch freundlich verlaufen, habe aber wenig Bewegung gebracht. In der jamaikanischen Presse hat Banton nun erklärt, dass er seinen "Krieg" gegen Schwule nicht aufgeben werde: "Das ist ein Kampf und es heißt in einem meiner Lieder: ‚Es gibt kein Ende im Krieg zwischen mir und Schwuchteln’", erklärte der 36-Jährige laut "Jamaica Observer". "Einen Tag, nachdem ich mich mit denen getroffen habe, haben sie wieder Gift gegen mich versprüht".

Er habe sich auch nicht aus freien Stücken mit den Aktivisten getroffen, sondern weil er von Stadtrat Bevan Dufty dazu gezwungen worden sei. Dufty hatte das Treffen vor einer Woche organisiert. "Ich schulde denen nichts und die schulden mir nichts", so Banton.

Banton: "Meine Kultur und Erziehung" widersprechen Homosexualität

Banton beginnt gerade eine USA-Tournee. Wegen der Proteste sind bereits acht seiner 18 geplanten Konzerte abgesagt worden, darunter auch Auftritte in Los Angeles und Las Vegas. Homo-Aktivisten werfen ihm Volksverhetzung vor, weil er in Liedern wie "Boom Bye Bye" offen zur Ermordung von Homosexuellen aufruft. Von Inhalt des Songs hat sich Banton nie distanziert. Er erklärte jetzt, die Aktivisten verstünden seine Herkunft nicht. Wegen seiner "Kultur und Erziehung" könne er "nicht in tausend Jahren" Homosexualität gutheißen. Seine Konzertabsagen spielte er herunter. Wenn er an einem Ort nicht spielen dürfe, würde er zum nächsten gehen.

Jamaikanische Sänger berufen sich in ihrer konsequenten Ablehnung von Homosexualität auf ihren christlichen Glauben, der auf der Insel viele alttestamentarische Bezüge enthält. Homosexualität ist dort ein Verbrechen, das mit zehn Jahren Haft inklusive Zwangsarbeit geahndet werden kann. Immer wieder kommt es aber auch zu Lynchmorden an Schwulen, die von der Polizei nur selten aufgeklärt werden. Oft werden Reggae-Musiker dafür verantwortlich gemacht, die Stimmung mit ihren Liedern noch anzuheizen. (dk)



22 Kommentare

#1 AnonymAnonym
#2 carolo
  • 19.10.2009, 15:29h
  • Da kann man mal sehen, was diese monotone Musik und die ständige Kifferei anrichten.

    Gibts eigentlich rechtlich eine Möglichkeit, solche Knallkapser für den gesamten Schengen-Bereich zur unerwünschten Person zu erklären?
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#3 Julian ACAnonym
  • 19.10.2009, 15:51h
  • Da sieht man wieder mal: Dialog ist mit solchen Menschen nicht möglich. Treffen, Argumente und Fakten bringen gar nichts.

    Gegen diese Leute helfen nur Verbote! Und wirtschaftliche Sanktionen... Denn die Sprache des Geldes verstehen sie alle.
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#4 LorenProfil
  • 19.10.2009, 16:27hGreifswald
  • Klare Worte, die klare Aktionen erfordern
    (z.B. Einreise-/Auftrittsverbot in D., Boy-
    kott seiner Musik u.ä.).
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#5 Peter B.Anonym
  • 19.10.2009, 16:39h
  • @Loren: Einreiseverbot in D wird praktisch kaum kontrollierbar sein, müsste dann für den gesamten Schengenraum gelten; Deutschlands Grenzen werden ja kaum überwacht. Auftrittsverbot ist dagegen sehr wohl möglich.

    @carolo: Monotone Musik und Kifferei machen jemanden zum Schwulenhasser? Ich kenn Leute die kiffen und Reggae hören und trotzdem für eine Öffnung der Ehe für Homosexuelle sind. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.
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#6 Julian ACAnonym
  • 19.10.2009, 19:41h
  • Wie lange soll das eigentlich noch so weitergehen?

    Wann wird endlich die Politik aktiv?
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#7 AndyAnonym
  • 19.10.2009, 22:06h
  • Der Glaube auf Jamaika beinhaltet viele alttestamentliche Bezüge? Wer hat denn diesen Artikel geschrieben und was soll das bedeuten? Der jüdische Glaube beinhaltet NUR ,,alttestamentliche Bezüge" und in Israel wird sehr tolerant mit Homosexuellen umgegangen. Im Alten Testament spielt Homosexualität so gut wie keine Rolle und besitzt bei weitem nicht so eine Relevanz wie die Heiligung bestimmter Tage oder das Opfer im Tempel. Auf diesen Gebieten die Gebote nicht einzuhalten wiegt viel schwerer als die Liebe zwischen zwei Männern, die im AT nicht vorkommt und genausowenig im NT.
    Die Verfolgung von Menschen aufgrund ihres Lebensstils hat sicher nichts mit alttestamentlicher Theologie zu tun, denn die Heiligung des Lebens im Sinne einer körperlichen Unverserhtheit ist zentral in der Moral des Judentums.
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#8 SchacharitAnonym
  • 20.10.2009, 06:12h
  • Antwort auf #7 von Andy
  • ".., denn die Heiligung des Lebens im Sinne einer körperlichen Unverserhtheit ist zentral in der Moral des Judentums...."

    Gut. Unversehrt immer gut. Zentral, auch immer gut - da weisse Bescheid.

    Besser als Zentralrat: Avrim Burg,
    jetzt auf deutsch: Hitler besiegen.

    Auszüge:

    "...Eine der paradoxen Folgen aus der Allgegenwart des Traumas ist unsere heutige Beziehung zu Deutschland und dem Nahen Osten. Die überhastete Versöhnung mit Deutschland ist einer der paradoxen Aspekte des fortwährenden Traumas der Erinnerung, das unsere feindseligen Beziehungen zu unseren unmittelbaren Nachbarn im Nahen Osten verschärft. Unsere Entfremdung und die Schwierigkeiten, die eine ganze Generation mit der modernen jüdischen Identität hat, gehen zum großen Teil darauf zurück, dass wir Deutschland viel zu früh verziehen haben…..Israel bewaffnet sich bis an die Zähne wie der schwache Junge, der mit Knüppel, Messer und Schleuder in die Schule kommt, um seine realen und eingebildeten Drangsalierer zu bezwingen. Unabhängig von Nation, Staat, Streitkräften, Bruttoinlandsprodukt oder internationaler Stellung sind wir in unseren Augen immer noch Partisanen, Widerständler, Ghettorebellen und Schatten in Konzentrationslagern. Die Schoah ist unser Leben, wir wollen sie nicht vergessen und lassen nicht zu, dass jemand uns vergisst. Wir haben die Schoah aus ihrem historischen Kontext gerissen und zur Entschuldigung und Triebkraft jeglichen Handelns gemacht. Alles wird mit der Schoah verglichen, erscheint neben ihr zwergenhaft klein und ist daher erlaubt: seien es Zäune, Belagerungen, Einkesselungen, Nahrungsmittel- und Wasserentzug oder unerklärte Tötungen. Alles ist erlaubt, weil wir die Schoah durchgemacht haben und niemand uns sagen darf, was wir zu tun haben. Uns erscheint alles gefährlich, und unsere normale Entwicklung als neues Volk, Gesellschaft und Staat steht still...
    ....Als Knesset-Sprecher erlaubte ich dem inzwischen verstorbenen deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau, zum ersten Mal in der Geschichte unseres Parlaments vor der Knesset eine Rede auf Deutsch zu halten. Deutsche Autos sind in Israel begehrte Statussymbole. Deutsche Erzeugnisse gelten als hochwertiger als andere Produkte, und selbst die deutsche Fußballmeisterschaft hat in Israel viele Fans und Anhänger.

    Aber den Arabern werden wir nie verzeihen, weil sie angeblich genauso sind wie die Nazis, schlimmer als die Deutschen. Wir haben unsere Wut und Rachegefühle von einem Volk auf ein anderes verlagert, von einem alten auf einen neuen Feind, und so erlauben wir uns, behaglich mit den Erben des deutschen Feindes zu leben – die für Bequemlichkeit, Wohlstand und hohe Qualität stehen – und die Palästinenser als Prügelknaben zu behandeln, an denen wir unsere Aggression, Wut und Hysterie auslassen, wovon wir mehr als genug haben. Das habe ich persönlich in einer Schule in Jerusalem erlebt...
    Die politische Manipulation, die aus den Arabern geistige Brüder der Nazis oder Schlimmeres machte, bot uns eine bequeme Möglichkeit, weiterzuleben. Die Wiederaufnahme der Beziehungen zu Deutschland und dem Westen erlaubte es uns, Reparationen und Entschädigungszahlungen von Deutschland zu bekommen. Gleichzeitig beklagten wir weiter unser schlimmes Schicksal, brachten unsere Wut zum Ausdruck, pflegten die Erinnerung, vergaßen nicht und sahen die Reinkarnation des Nazigeistes im arabischen Körper...[eig. Anm., Islamfaschismus ! Mufti/Hitler-Bild-Kult]
    ...Ein Terroranschlag in New York zwang die größte Supermacht beinahe in die Knie [eig. Anm., Vorsicht, Legendenbildungsgefahr] und entfesselte bei ihr beängstigende Aggressionen. Dieser abscheuliche Akt brachte den amerikanischen Präsidenten dazu, sein Volk und die Welt zu belügen und einem schwachen Staat wie dem Irak aufgrund von Lug und Trug den Krieg zu erklären, um seine Rachsucht zu befriedigen und den »American way of life« zu erhalten...."

    Avraham Burg*, Eine Strategie des Optimismus:Hitler besiegen, gerade auf deutsch erschienen

    *ehem. Knessethmitglied, Vorsitzender des israelischen Parlaments, der Kneseth, ehem. kommissarischer Präsident Israels

    Shalom heißt Frieden ;-)
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#9 VetbaerAnonym
  • 20.10.2009, 08:45h
  • Während meiner Abi- und Studienzeit (80er Jahre) habe ich fast nur Reggae gehört, und noch heute höre ich Leute wie Bob Marley, Peter Tosh, Maxi Priest, Burning Spear etc. sehr gerne. Damals galt zwar "Babylon is da vampire", aber gegen Schwule hat sich das meines Wissens nicht gerichtet.

    Dass solche Idioten wie Buju Banton oder Sizzla verboten gehören, ist klar; was mich interessieren würde, ist:

    a) Wie haben die "Altmeister" des Reggae (Marley, Tosh, Wailer etc.) zu Homosexualität gestanden?

    b) Seit wann hacken die Reggae-"Künstler" auf dem batty maan herum? Ist das 'ne Mode geworden, wie der Gangster Rap?

    Bin 'mal gespannt, ob es dazu Antworten gibt.
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#10 LorenProfil
  • 20.10.2009, 11:10hGreifswald
  • Antwort auf #9 von Vetbaer
  • Hab mich mal im Internet umgeschaut. Beim Roots
    Reggae scheint Homophobie keine Rolle gespielt
    zu haben. Dort ging es neben der Liebe vornehm-
    lich um Jah, Leid und Cannabis. Erst mit dem Auf-
    kommen von Dancehall scheint Homophobie
    Thema geworden zu sein neben Themen, die den
    Alltag Jamaikas widerspiegeln sowie Alltagskrimi-
    nalität, Party und Sex (so uni-protokolle.de zum
    Thema Reggae).
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