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In Hamburg feiern die lesbisch-schwulen Filmtage ihren 20. Geburtstag, beim 20. Verzaubert-Filmfestival wird es ein Rundum-Facelifting geben.

Von Christian Scheuß

Schwupps, schon sind 20 Jahre um! Das mögen sich manche der Gäste der Eröffnungsgala der Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg am Dienstagabend gedacht haben. Da, wo alles begonnen hat, im Kommunalen Kino Metropolis, feierte man mitsamt Kultursenatorin, Bürgerschaftsabgeordneten, Filmemachern und Schauspielern.

Das Hamburger Filmfestival ist deutschlandweit das älteste queere Event, dass nicht im Schatten eines internationalen Ereignisses wie der Berlinale steht, das aber überregionale Bedeutung und Interesse genießt. 14.700 Besucher wurden 2008 gezählt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter tragen ganz offensichtlich die richtige Mischung an Filmen zusammen. Was auch für dieses Jahr gilt. Zum Jubiläum gönnte man sich und den Fans übrigens eine Buchveröffentlichung. "bildschön" herausgegeben von Dorothée von Diepenbroick und Skadi Loist (Männerschwarm) ist eine reich bebilderte Bestandsaufnahme der Filmtage und der Themen des Queer Cinema.

Während in Hamburg noch bis zum Sonntag die Projektoren heiß laufen, bereitet man sich bei Rosebud Entertainment in Berlin auf einen völlig neuen Ablauf des Verzaubert Filmfestivals vor, dass ebenfalls zum 20. Male stattfinden wird. Zweimal im Jahr, im Herbst und Frühjahr, soll jetzt eine straffere Version des Events in vier Städten rotieren. Im November und Dezember zieht das "Verzaubert Film Weekend" dann durch Frankfurt, Köln, München und Berlin. Jeweils 12 schwul-lesbische Spielfilme sollen präsentiert werden. "Die Kosten für Filmmieten und die restliche Logistik haben sich in den letzten Jahren verfünffacht. Die Besucherzahl ist dagegen konstant geblieben", benennt Festival-Direktor Rudi Fürstberger gegenüber queer.de den Grund für das überraschende Facelifting. Da man dem Verzaubert-Gast aber keine Ticketpreise von 12 Euro pro Film zumuten könne, bliebe nur die Konzentration auf das Wesentliche. Es sei ein Versuch.

Enger zusammengerückt ist man auch mit dem Präsentator und Sponsor Pro-Fun Media. Das Frankfurter Videolabel kümmert sich um die anschließende Auswertung der Highlights per DVD. Man kann also davon ausgehen, sorgfältig ausgewählte Kinokost serviert zu bekommen, die dem breiten homophilen Publikum auch schmecken wird. Bereits bestätigt sind die Filme "Sex, Party and Lies" (Spanien 2009), "Make The Yuletide Guy" und "Redwoods" (beide USA 2009). Erhalten bleiben auf jeden Fall die Frauen Matinee und die Gay Propaganda Night mit Kurzfilmen.