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  • 22. Oktober 2009, noch kein Kommentar

Was die alten Police-Fans wohl dazu sagen? Das neue Album "If on a Winter's Night" entführt in die Winterwelt Englands.

Von Jan Gebauer

Nach Stings (58) Abstecher in die Alte Musik mit "Songs From The Labyrinth" aus dem Jahre 2006 - einer Hommage an John Dowland - wendet sich der ehemalige Police-Frontman traditionellen musikalischen Weisen der britischen Inseln zu. "If on a Winter's Night" setzt sich, wie der Titel schon andeutet, mit der Stimmung und dem Geist der kalten Jahreszeit auseinander - mit einer Mischung von Songs, Weihnachts- und Wiegenliedern, die mehrere Jahrhunderte durchstreifen.

Damit veröffentlicht er sein zweites Werk für die Deutsche Grammophon, einem Klassiklabel aus dem Hause Universal. "Für mich ist es die Jahreszeit der Fantasie, der Besinnung", sagte Sting im Interview mit der "Bild"-Zeitung. "Wir brauchen diese Zeit, um unsere Batterien aufzuladen, um eine Art Winterschlaf zu halten. Um Reflexion geht es auch auf diesem Album, um Rückbesinnung auf die Vergangenheit", so der Musiker.

Youtube | Special zum Album (inklusive Interview mit Sting)

In stimmungsvoller Beschaulichkeit besingt Sting auf "If on a Winter's Night" mit gewohnt rauer Stimme die "Christmas at Sea", intoniert zum zweiten Mal nach 1987 "Gabriel's Message", beschwört seine "Hounds Of Winter" (ursprünglich aus seiner CD "Mercury Falling"), beschreibt mit "Lullaby For an Anxious Child" düstere Vorahnungen jenseits der Wiege und lässt mit "Lo How a Rose E'er Blooming" ("Es ist ein Ros' entsprungen") den Duft von Zimtsternen und Vanillekipferln in die Nase steigen.

Für seine treuen deutschen Fans hat das musikalische Allroundtalent ohnehin ein großes Herz: Am 17. Dezember gibt Sting ein exklusives Konzert im Festspielhaus Baden-Baden, um seine neuen Lieder auch live vorzustellen. Weltweit sind insgesamt nur vier Konzerte mit dem winterlichen Programm geplant. Unter den 35 Musikern mit denen Sting im Festspielhaus Baden-Baden gemeinsam auftritt, befindet sich auch sein langjähriger Gitarrist Dominic Miller. Warum er nun seit einigen Jahren solch ausgefallene Projekte angeht - sein letztes "normales" Pop-Album "Sacred Love" erschien 2003 - liegt für den überzeugten Agnostiker Sting auf der Hand: "Meine Karriere hat zum größten Teil mit dem populären Geschmack übereingestimmt. Ich musste nie fragen, was wohl Alben verkauft. Deshalb habe ich mir das Recht verdient, zu machen, was auch immer ich mir aussuche."