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Das österreichische Parlament hat die pauschale Rehabilitierung von Deserteuren und "Kriegsverrätern" beschlossen. Auch Urteile gegen Homosexuelle können aufgehoben werden.

Das Gesetz wurde vom Nationalrat mit den Stimmen der Großen Koalition und der Grünen verabschiedet. Dagegen stimmten die rechtspopulistische Freiheitliche Partei (FPÖ) und das Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ), die Partei des verstorbenen Jörg Haider.

Nazi-Verurteilungen aufgrund der Homosexualität werden nicht pauschal aufgehoben; hier ist eine Fall-zu-Fall-Prüfung vorgesehen. Die Große Koalition argumentiert, dass nur solche Fälle aufgehoben werden sollen, die nicht geltendes Recht berühren – etwa wenn es sich um Sex mit Minderjährigen handelt.

Urteile der Nazi-Justiz gegen Homosexuelle sollen aufgehoben werden. Hier soll allerdings von Fall zu Fall geprüft werden, ob sie noch geltendes Recht berühren, beispielsweise ob Minderjährige betroffen waren. Betroffene müssen einen Antragauf Rehabilitation beim Straflandesgericht Wien stellen.

Österreich hat Homosexualität im Jahre 1971 legalisiert. Seit 2002 gilt dasselbe Schutzalter für Hetero- und Homosexuelle. Im kommenden Jahr will die Alpenrepublik ein Lebenspartnerschaftsgesetz einführen. (dk)



12 Kommentare

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 22.10.2009, 21:54h
  • Im Text stent folgendes "Im kommenden Jahr will die Alpenrepublik ein Lebenspartnerschaftsgesetz einführen." So dilettantisch, wie sich Ösipolitiker anstellen, scheitert das kläglich! Das gilt auch für die Rehabilitation von Naziopfern (so es denn auch welche gibt, in Deutschland ist das so). Entweder es gibt eine Pauschalrehabilitation oder das Ganze können die Hinterwäldler vergessen! Auch hier in Deutschland hat die Rehabilitation von Schwulen und Lesben, die in der Nazizeit verurteilt wurden, nicht so richtig geklappt, wir können aber daraus lernen und es besser machen. Bei Österreichern ist Hopfen und Malz verloren.
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#2 IchbinichAnonym
  • 23.10.2009, 09:22h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Puh, eines muß ich Dir lassen. Du bist mit deinem Österreicherhaß konstant, aber deswegen nicht minder mühsam. Irgendwie stehtst Du für mich auf derselben Stufe wie die ganze homophobe Gruppe.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 geraldAnonym
  • 24.10.2009, 15:16h
  • Die Frage nach der Rehabilitierung wird sich in absehbarer Zeit ohnenhin nicht mehr stellen, da kommen alle Maßnahmen um Jahrzehnte zu spät.
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#5 LorenProfil
  • 24.10.2009, 16:10hGreifswald
  • Antwort auf #3 von FoXXXyness
  • Dein Austria bashing ("Hinterwäldler", "Hopfen und
    Malz verloren") mit einem Rückgriff auf eines der
    dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte zu
    rechtfertigen ist m.E. unterste Schublade.
    Die gesamte Bevölkerung eines Landes generell
    herabzuwürdigen zeigt bestenfalls, wie wenig du
    aus der Geschichte gelernt hast.
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#6 K.M. HofAnonym
  • 24.10.2009, 19:26h
  • Die Unterschicht.....

    1923 begann das Lumpenproletariat des neuen Mainstreams in Banden in Wien mit der Hakenkreuz-Flagge umherzulaufen und Juden zusammenzuschlagen. Türken und Araber gab es damals nur ganz ganz wenige im deutschspachigen Raum
    .Das erste Todesopfer war ein jüdischer Arbeiter. Die Arbeiter, das Proletenpack, nahmen diese Kampfansage an. Einer der Autoren für das amerikanische "Menorah Journal", das zu der Zeit eine der führenden jüdischen Zeitschriften war, schrieb über die Prolls: "Kein Pogrom-Treffen kann jetzt ungestört verlaufen.Die organisierten Arbeiter, Sozialdemokraten und Kommunisten stürmen immer wieder die Versammlungen der Antisemiten, nicht wegen ihrer Freundschaft zu den Juden, sondern weil sie glauben, das Überleben der Republik stünde auf dem Spiel."
    Hoeflich, Eugen: Morale in Austria, Menorah Journal, August 1923

    12.-Februar-Platz. Der Name „12. Februar“ bezieht sich auf den Tag des Ausbruchs des Österreichischen Bürgerkriegs im Jahre 1934.

    upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/e2/Karl-Marx-
    Hof_2009.jpg/180px-Karl-Marx-Hof_2009.jpg


    "...Als Österreichischer Bürgerkrieg oder Februarkämpfe 1934 werden bewaffnete Kämpfe bezeichnet, die sich zwischen 12. und 15. Februar 1934 ereigneten und zu mehreren Hundert Toten in vielen österreichischen Industrieorten führten. Gegenüber standen sich in diesen Auseinandersetzungen die Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) sowie deren Republikanischer Schutzbund auf der einen Seite und der austrofaschistische Ständestaat sowie dessen Bundesheer und Heimwehr auf der anderen Seite. Auslöser für diesen Bürgerkrieg war der gewaltsame Widerstand des oberösterreichischen Schutzbundführers Richard Bernaschek gegen die Räumung des Waffenlagers des von Engelbert Dollfuß verbotenen Republikanischen Schutzbundes im Linzer „Hotel Schiff“.

    de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreichischer_B%C3%BCrgerkrieg

    Die tragischste Mittel-/Oberschicht.....

    Ein Vetreter der Feineren, Fritz Löhner Beda, der ehemalige Präsident des bürgerlichen zionistischen Hakoah Sportclubs, warnte die Juden, sie würden für ihre Unterstützung der Sozialdemokraten und Kommunisten bestraft werden, wenn die Reaktionäre die Sozialisten erst besiegt hätten. Er fuhr fort mit dem Versprechen, die Juden würden die faschistischen Heimwehr-Milizen unterstützen, wenn die Vertreter des rechten Spektrums ihren Antisemitismus aufgäben. Außerdem behauptete er, tatsächlich seien die Sozialisten, da sie Atheisten, Antinationalisten und Antikapitalisten seien, die größten Feinde der Juden.
    Solow, Herbert: Unrest in Austria, Menorah Journal, Februar 1930

    Am 17. Oktober 1942 wurde Fritz Löhner Beda nach Auschwitz transportiert und dort am 4. Dezember 1942 erschlagen, nachdem eine Gruppe inspizierender I.G.-Farben-Direktoren – es handelte sich um Walter Dürrfeld, Otto Ambros, Fritz ter Meer, Carl Krauch und Heinrich Bütefisch – die Arbeitsleistung des erkrankten 59-Jährigen bemängelt hatte. Die Umstände der Ermordung beschreibt Raul Hilberg in seinem Buch Die Vernichtung der europäischen Juden nach der eidesstattlichen Aussage des überlebenden Mithäftlings Raymond van den Straaten, Nürnberg 1947:
    „Einer der Direktoren wies auf Dr. Löhner-Beda und sagte zu seinem SS-Begleiter: ‚Diese Judensau könnte auch rascher arbeiten.‘ Darauf bemerkte ein anderer I.G.-Direktor: ‚Wenn die nicht mehr arbeiten können, sollen sie in der Gaskammer verrecken.‘ Nachdem die Inspektion vorbei war, wurde Dr. Löhner-Beda aus dem Arbeitskommando geholt, so geschlagen und mit Füßen getreten, daß er als Sterbender zu seinem Lagerfreund zurückkam und sein Leben in der I.G.-Fabrik Auschwitz beendete.“

    Schön zu verfolgen, das Beispiel des Direktors Ambross:

    Nach Kriegsende wurde Ambros 1946 durch die US-Army festgenommen. Ambros war aber noch kurzzeitig in Ludwigshafen Mitarbeiter der BASF, bevor er für den I.G.-Farben-Prozess erneut in Gewahrsam genommen wurde. Walter Dürrfeld und Ambros galten im I.G.-Farben-Prozess als Hauptverantwortliche für das Lager KZ Auschwitz III Monowitz und den dortigen Einsatz von Zwangsarbeitern. Beide wurden zu acht Jahren Haft verurteilt. Ambros wurde 1952 nach drei Jahren Haft vorzeitig aus dem Kriegsverbrechergefängnis Landsberg entlassen.
    Nach seiner Freilassung hatte er zahlreiche Aufsichtsratsposten inne: Chemie Grünenthal, Pintsch Bamag, Knoll, Feldmühle, Telefunken. Er war außerdem Berater von Konrad Adenauer, Friedrich Flick und des in einen Asbestskandal verwickelten amerikanischen Konzerns W. R. Grace and Company. Nach seinem Ableben wurde er in einer Todesanzeige durch die BASF/Knoll AG gewürdigt: „Eine ausdrucksvolle Unternehmerpersönlichkeit von großer Ausstrahlungskraft.“

    de.wikipedia.org/wiki/Otto_Ambros_(Chemiker)

    Die typische Mittelschicht...

    upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b8/Bundesarchiv_Bil
    d_183-1985-0109-502%2C_Kirchenwahl.-_Propaganda_der_%22Deuts
    chen_Christen%22_in_Berlin.jpg


    upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/96/Bundesarchiv_Bil
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