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  • 22. Oktober 2009, noch kein Kommentar

Sein neues Album "Crazy Love" enthält wieder hauptsächlich Klassiker. Der Entertainer steht damit in den Staaten ganz oben. Wir stellen die CD vor.

Von Jan Gebauer

Für Robbie Williams war es nur ein Ausflug, Michael Bublé setzt seinen Big-Band- und Swing-Weg konsequent fort: Standards wie "Cry Me a River" (1955, Julie London), "Georgia on My Mind" (1930) und "Stardust" (1927, beide von Hoagy Carmichael), modernere Popklassiker wie "Heartache Tonight (1979, Eagles) oder "Crazy Love" (1970, Van Morrison) und immerhin zwei Eigenkompositionen ("Haven't Met You Yet", "Hold on") - Bublé bleibt dem Konzept seiner vorherigen Alben treu.

Rund 22 Millionen Alben hat der Kanadier in den letzten Jahren verkauft - seine letzte Studio-CD "Call Me Irresponsible" (2007) wurde mit einem Grammy für das "beste traditionelle Pop-Album" ausgezeichnet. Dementsprechend hoch war sein Anspruch an das neue Werk: "Ich hatte die Pflicht - wo ich bislang so viele Alben verkauft habe - jetzt ein bisschen weniger kommerziell zu sein. Ich habe versucht wirklich integer zu sein."

Youtube | Michael Bublés aktueller Hit: ''Haven't Met You Yet''

Deshalb nahm der Sänger das Album auch live auf. Soll heißen: Mit seiner Band war Bublé im Studio und spielte die Songs in einem "Rutsch" ein. Diesmal wurden die einzelnen Spuren nicht erst am Computer zusammengefügt: "Wir haben versucht das Ganze so organisch wie möglich zu machen - und es fühlte sich gut an." Das erklärt wohl auch warum er sich für das Duett "Baby (You've Got What it Takes)" (1960, Brook Benton & Dinah Washington) die im Mainstream wenig bekannte Sharon Jones mit ihren Dap-Kings ins Studio holte. Die 54-Jährige zählt in Soul- und Funk-Liebhaberkreisen zu den Top-Favoriten - fernab der Charts oder den großen Bühnen von Grammy- oder MTV-Verleihungen. Ihre starke Begleitband wurde unter anderem schon von Kanye West und Amy Winehouse ausgeliehen.

Weitere Stargäste gibt es bei dem Evergreen "Stardust": Die New Yorker A-cappella-Gruppe Naturally 7, die auch den Spitznamen "die Band ohne Band" innehat, da sie alle Instrumente mit ihrer Stimme nachahmen. In Deutschland ist das Septett vor allen Dingen dank dem Nummer-eins-Hit "Music is the Key" in Zusammenarbeit mit Sarah Connor bestens bekannt. Außerdem begab sich der hierzulande eher unbekannte kanadische Liedermacher Ron Sexmsmith (45) zu Bublé ins Studio: Gemeinsam spielten sie "Whatever it Takes" ein, der zusammen mit "Some Kind of Wonderful" als Bonus-Track auf "Crazy Love" enthalten ist.