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Die amerikanische Psychologie-Professorin Abbie Goldberg geht in ihrem neuen Buch davon aus, dass homosexuelle Eltern besser für Kinder seien als Vater und Mutter.

Goldberg, die an der privaten Clark-Universität in Worchester (Massachusetts) lehrt, hat in ihrem Buch "Lesbian and Gay Parents and Their Children" alle bedeutenden Studien zu dem Thema zusammengefasst und eigene Untersuchungen eingebracht. Die 32-jährige (heterosexuelle) Wissenschaftlerin kommt zu dem Ergebnis, dass Kinder in Regenbogenfamilien keine Nachteile aufgrund der sexuellen Orientierung ihrer Eltern erleiden. "In manchen Fällen sind gleichgeschlechtliche Paare besser für ihre Kinder als ihr heterosexuelles Pendant", so Goldberg.

Beispielsweise würden die Studien zeigen, dass homosexuelle Paare eher von ihrer Familie bei der Kindererziehung unterstützt werden würden. "Alle Untersuchungen zeigen zudem, dass sich die Kinder sehr gut anpassen können. Sie sind auch toleranter als Kinder von heterosexuellen Paaren, weil ihre Eltern ihnen eher positive Werte vermitteln", erläutert die Professorin. Dies führe auch dazu, dass die Kinder flexibler seien, insbesondere weil sie weit weniger Geschlechterklischees verinnerlicht haben. Söhne von schwul-lesbischen Paaren empfänden es daher viel weniger als Makel, in einem "Frauenberuf" zu arbeiten.

Schwule Eltern machen Kind nicht schwul

Goldberg entkräftet auch die These, dass Homo-Eltern ihre Kinder quasi in den "homosexuellen Lebensstil" einführten. Alle Daten zeigten, dass sich die Kinder von gleichgeschlechtlichen Paaren nicht eher schwul oder lesbisch definierten als die von Hetero-Eltern. Sie seien lediglich offener gegenüber solchen Beziehungen, würden sie aber nicht eher eingehen.

Derzeit gibt es in mehreren Ländern Debatten darüber, ob gleichgeschlechtlichen Paaren das Adoptionsrecht zuerkannt werden soll. Im Juli veröffentlichte die damalige Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) eine Studie, nach der Kinder in Regenbogenfamilien keine Nachteile erleiden würden (queer.de berichtete). Auch eine US-Studie kam im September zum gleichen Ergebnis (queer.de berichtete). FDP, SPD, Linke und Grüne fordern daher ein Ende des Adoptionsverbots für schwul-lesbische Paare in Deutschland, die Union ist allerdings dagegen. Im Koalitionsvertrag findet sich zur Frage des Adoptionsrechts kein Wort (queer.de berichtete). (dk)

Das 233 Seiten starke Buch "Lesbian and Gay Parents and Their Children" wurde von der American Psychological Association herausgegeben. Es kostet 69,95 US-Dollar.



16 Kommentare

#1 Frankyboy
  • 29.10.2009, 14:11h
  • Dieses Buch sollte man den Politikern der Union mal vorlegen (...und natürlich den Menschen, die gegen das Adopionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare sind)!!!
    Beispiel: Man braucht ja nur mal kurz "Die Super Nanny" (ich meine damit NICHT unsere heißgeliebte Fran Drescher in "Die Nanny") oder die Mittagstalk-Sendungen zu schauen. Wenn ich Kind wäre und die Wahl hätte zwischen einer assozialen Familie oder einem schwulen Pärchen, da müsste ich nicht lange überlegen...

    Es ist wirklich schlimm anzusehen, wer so alles Kinder in die Welt setzt. 17jährige Girlis, die keine Ahnung von Erziehung haben. Und wir wundern uns, warum die Jugend immer gewalttätiger wird. Warum gibt es nicht sowas wie einen "Erziehungsführerschein" für Eltern?
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#2 seb1983
  • 29.10.2009, 14:45h
  • Ich unterstelle mal einfach dass Schwule Paare:

    Sich bewusster für Kinder entscheiden
    Das Ganze planvoller angehen
    Über ein höheres Einkommen als der Schnitt verfügen
    Über einen höheren Bildungsabschnitt als der Durchschnitt verfügen.

    Im Ergebnis wachsen die Kinder entsprechend besser auf als wenn Friseuse Schackeline und Hartz4 Empfänger Schustin zu blöd sind zu verhüten und das vierte Kind rausflutscht...

    Wer sich wochenends durch Klappen, Parks und Darkrooms vögelt wird wohl eher keine Kinder adoptieren wenn er dafür die Gucci Stiefel nicht mehr kaufen kann
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#3 bastapapsta
  • 29.10.2009, 15:08h
  • Antwort auf #2 von seb1983
  • "Über ein höheres Einkommen als der Schnitt verfügen
    Über einen höheren Bildungsabschnitt als der Durchschnitt verfügen."

    Das ist eine sehr dumme Pauschalisierung, ob jemand gebildet ist oder nicht, hat nichts damit zutun, ob er Homo oder Hetero ist. Des weiteren zeigt dies, dass Du Luete nur an Zeugnissen, nicht aber an ihrem Herzen misst, Du zeigst Dich von einer sehr oberflächlichen Seite.

    "Im Ergebnis wachsen die Kinder entsprechend besser auf als wenn Friseuse Schackeline und Hartz4 Empfänger Schustin zu blöd sind zu verhüten und das vierte Kind rausflutscht..."

    Menschen, die in die Hartz 4 Falle geraten schlecht zu machen zeugt ledilich von deiner Ignoranz und deinem EGOismus.
    Wir SELBST werden heute immer noch diskriminiert, und es ist traurig, dass viele von uns aufgrund des materiellen Egoismus trotzdem andere diskriminieren und denunzieren, Du bist das beste Beispiel....

    Dass die christfaschistische Regierung heute noch Schwule und Lesben als schlechte Adoptiveltern hinstellt ist ein Armutszeugnis.
    Genau wie bei Hetrero Adoptiveltern wird es da gute und schlechte geben, wenn man überhaupt von schlecht reden kann, den jeder ist ein Individuum. Aber auf Dauer werden die ( auch wegen der EU ) Homos nicht mehr länger diskriminieren können....
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#4 hwAnonym
#5 stromboliProfil
  • 29.10.2009, 15:43hberlin
  • Antwort auf #3 von bastapapsta
  • ob homos klüger sind als andere soziale gruppen lassen wir mal aussen vor; was seb wohl meint, ist die überlegungspraxis , die bei schwul/lesbischen zum adoptieren führt: materielle abwägung vor dem wunsch nach kind steht. Schlecht formuliert die friseuse und den harz4'ler zu kombinieren, weil das beispiel der beliebigkeit, mit der zumeist kinder als produkt eines "unfalls" in die welt gesetzt, nicht treffend genug ist.
    Das stösst schlußendlich auch ins sarrazenische horn vom sich multiplizierenden prekariat: die vermehrn sich um der kinderfreibeträge willens. Wenn wir dann wie kreti und pleti, die hauserziehungszulage für den guccischuhkauf anwenden anstatt ihn zu versaufen,sind wir in der gesellschaft entgültig angekommen!
    Was mir bei unseren steuerangleichungsemanzipationskünstlern erinnerungen weckt: kinderwunsch & steuerbevorteilung= höheres einkommen & statussymbol der im hetenparadies angekommenen familienidylle; das bedarf eines höheren bildungsdurchschnittes!
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#6 hwAnonym
  • 29.10.2009, 16:04h
  • Ganz echt. Ich bewundere wirklich immer wieder
    das feine und sichere Gespür bei der Bildauswahl.
    dk !!!!

    Schon oft gebrüllt.
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#7 hwAnonym
  • 29.10.2009, 16:09h
  • ...und natürlich, die meist genialen Bildunterschriften zu Veredlung des
    Vergnügens.

    Fan !!!
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
#9 Good ol friendAnonym
  • 29.10.2009, 16:41h
  • Das Buch macht vor allem eines deutlich: Die konventionellen "Wahrheiten", die uns allen vom ersten Atemzug eingetrichtert werden, müssen grundsätzlich in Frage gestellt werden. Ebenso wenig wie die Mehrheit der Menschen von Natur aus heterosexuell ist (siehe u.a. Kinsey, 1950er Jahre), haben "Fortpflanzung"/Reproduktion der Menschheit und Erziehung von Kindern irgend etwas mit Heterosexualität zu tun. Zeit für ein neues, freies (!) Bewusstsein und ein neues Handeln, das sich daraus ableitet.
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#10 seb1983
  • 29.10.2009, 17:24h
  • Antwort auf #5 von stromboli
  • Zugegeben es geht etwas in Richtung Sarrazen auch wenn ich mich da natürlich nciht anschließen will.
    Allerdings kommt da bei mir als Geograph in dieser Sache der Schwerpunkt Bevölkerungsgeographie zum Tragen.
    Neben "neuen" Erkenntnissen, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, was nach 30 Jahren Tatsache in der Wissenschaft auch mal in die Politik gedrungen ist, gehts da halt auch um die lieben Kleinen, Fertilität, Mortalität etc...

    Da sieht man dann halt, dass leider die Geburten nur sehr ungleich in der Bevölkerung verteilt sind.
    Während Frauen mit Migrationshintergrund eine enorm hohe Fruchtbarkeit aufweisen, fällt diese bei Frauen mit deutschen Eltern stark ab.
    Dramatisch wird die Situation wenn wir uns den Bildungsstand der Eltern ansehen. Während geringer gebildete Frauen noch einigermaßen an die Bestandserhaltung herankommen, fällt diese bei Frauen mit Abitur oder gar Hochschulabschluss fast auf 0. Gib einer Frau ein Diplom und sie wird mit großer Sicherheit kinderlos bleiben. Das stellt ein enormes Problem dar!!!

    Interessant dagegen, da stimme ich zu: Während Kinder bei Heteros im Ansehen massiv fallen, und hinter dem Plasma TV und dem Mercedes nur noch eine untergeordnete Stellung genießen, drängen Schwule neben neben der konservativen Ehe zusätzlich noch in die Adoption.
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