Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?11299

Nach dem Anschlag auf einen Jugendtreff tappt die Polizei weiterhin im Dunkeln. Dem Geständnis eines festgenommenen Terroristen wird nicht geglaubt.

Von Norbert Blech

Die israelische Polizei gab am Sonntag Abend bekannt, in Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst einen jüdischen Extremisten festgenommen zu haben, der in den vergangenen zwölf Jahren für eine Reihe von Anschlägen und Angriffen verantwortlich gewesen sein soll. Der 37-jährige Jack Teitel, ein ultraorthodoxer Siedler aus dem Westjordanland, der ursprünglich aus den USA stammt, war bereits vor einigen Wochen in einem ultra-orthodoxen Viertel von Jerusalem gefasst worden.

Die Presse durfte allerdings zunächst nicht über die Festnahme berichten. Eine Webseite hielt sich nicht dran und sorgte für Gerüchte, ein Mann sei festgenommen worden, der auch für den Anschlag auf einen schwul-lesbischen Jugendtreff in Tel Aviv verantwortlich sei. Der Sender "Timm" hatte dies vor zwei Wochen zum Anlass für eine Meldung genommen, der Täter sei möglicherweise gefasst.

In der Tat hatte Teitel gegenüber der Polizei gestanden, er wäre der maskierte Mann gewesen, der bei der Schießerei zwei Personen getötet hat. Und Teitel war den Behörden in der Vergangenheit mehrfach aufgefallen, als er Flugblätter und Poster gegen Homosexuelle verbreitete und einmal eine Polizeistation attackierte, um den Polizei-Schutz für eine gleichzeitig stattfindende CSD-Parade zu verhindern. Doch die Polizei glaubt ihm nicht. Die am Tatort gefundenen Projektile würden nicht zum Waffenarsenal des Mannes passen, zudem habe er ein festes Alibi gehabt: zur Tatzeit fuhr er eine schwangere Frau ins Krankenhaus.

Auf die Gesellschaft gezielt

Bei dem Anschlag am Abend des 1. August, einem Samstag, hatte ein maskierter Mann das Feuer im Keller des Schwulen- und Lesbenzentrums eröffnet, als dort ein Treffen für schwule und lesbische Jugendliche stattfand. Ein 16-jähriges Mädchen und ein 26-jähriger Gruppenleiter wurden getötet, rund 15 weitere zumeist junge Menschen verletzt (queer.de berichtete).

Auf der ganzen Welt hatten sich danach Menschen solidarisch gezeigt, in Deutschland etwa in Köln (queer.de berichtete) und Berlin. Am Wochenende darauf versammelten sich bis zu 70.000 Menschen zu einer Gedenkveranstaltung in der Innenstadt von Tel Aviv (queer.de berichtete). Israels Staatspräsident Schimon Perez sagte dort in einer kurzen Ansprache, der Anschlag habe alle Isrealis getroffen: "Die Person, die die Pistole gegen Nir Katz, 26, und Liz Trobishi, 17, richtete, richtete sie gegen Sie alle, alle von uns, gegen mich." Zuvor hatte bereits der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den schwul-lesbischen Jugendtreff in Tel Aviv besucht (queer.de berichtete).



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 02.11.2009, 10:24h
  • Es ist wirklich traurig, daß die israelische Polizei den Täter noch nicht gefaßt hat. Bleibt nur das Daumendrücken, daß es noch dieses Jahr klappt!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Reb YosseleAnonym
#3 augeAnonym
#4 augeAnonym