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  • 04.11.2009           38       | | |

Evangelische Pfarrer wollen Schwule heilen

Zu homofreundlich für evangelische Pfarrer mit Umpolungswünschen: Kirchenpräses Alfred Buß
Zu homofreundlich für evangelische Pfarrer mit Umpolungswünschen: Kirchenpräses Alfred Buß

30 westfälische Pfarrer haben in einem offenen Brief Kirchenpräses Alfred Buß wegen seiner homofreundlichen Haltung kritisiert – und propagierten die Heilung von Schwulen und Lesben.

Die Pfarrer betonten nach Angaben der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung", dass "gelebte Homosexualität" nicht der "Schöpfungsordnung Gottes" entspreche und Schwule und Lesben deshalb nicht die gleichen Rechte wie Heteros haben dürften. Sie kritisierten dabei Präses Buß, weil er sich im Mai während des evangelischen Kirchentages in Bremen für eine bessere Akzeptanz von Homosexuellen in der Kirche ausgesprochen hatte (queer.de berichtete). "Es handelt sich weder um eine Fehlentwicklung oder eine Krankheit noch um eine Behinderung oder ein Defizit", hatte der 62-Jährige damals erklärt.

Dem widersprachen die Pfarrer, von denen die Hälfte aus dem Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg stammt, jetzt vehement: Buß propagiere Homosexualität und diskreditiere Therapien, die Schwule und Lesben zu Heterosexuellen umpolen könnten, so die Pfarrer. Damit "verweigert man Menschen, die unter ihren homosexuellen Empfindungen leiden, die Hilfe zur Veränderung." Die Sicht von Buß sei nicht nur falsch, sondern "ein Weg der Abkehr von der biblischen Orientierung". Die Pfarrer haben angekündigt, eine Unterschriftenaktion gegen die Akzeptanz von Homosexuellen zu starten.

(Fortsetzung nach Anzeige)


Kaum ein seriöser Psychologe glaubt gegenwärtig noch an die "Konversionstherapie", wie ein "Heilungsversuch" von Schwulen und Lesben genannt wird. Die deutsche Bundesregierung wies 2008 auf eine Kleine Anfrage der Grünen daraufhin hin, dass "bei der Mehrzahl der so therapierten Personen negative und schädliche Effekte" auftreten würden (queer.de berichtete). Auch der amerikanische Psychologenverband erklärte, dass Homoheilungen die Probleme der Patienten eher verschlimmern würden; es gebe keine wissenschaftliche Studie, die das Gegenteil beweise (queer.de berichtete). Homo-Heiler sind vor allem in den Vereinigten Staaten unter dem Schutz einer Kirche aktiv. Die Therapie beinhaltet psychiatrische Behandlung, aber auch Elektroschocks oder die Einnahme von Medikamenten, die Übelkeit hervorrufen. (dk)


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Tags:  evangelische kirche   alfred buß   homo-heiler 
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Reaktionen zu "Evangelische Pfarrer wollen Schwule heilen"


 38 User-Kommentare als Feed (RSS 2.0, ?)

S.  1  2  3  4
Die ersten:   
#1
04.11.2009
16:08:49


(+10, 10 Votes)

Von Julek89
Profil nur für angemeldete User sichtbar

Ohhhh man, die Liste der Verstrahlten ist unendlich lang....

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#2
04.11.2009
17:19:15


(+8, 14 Votes)

Von Katrin

Wenn wir nach der biblischen Ordnung leben würden, sähe es bei uns aus wie in den islamischen Ländern und die evangelischen Priester wären im Knast. Schließlich kommen evangelische Priester in der Bibel nicht vor und sind daher Heiden oder Schlimmeres. Aber so sind die Kirchenmänner halt: Man pickt sich das raus was einem gefällt und wenn nichts passendes da ist, wird es erlogen. Diese Männer sind Satan verfallen und seine leichte Beute.

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#3
04.11.2009
17:35:19


(+10, 10 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar

na bitte !!!
ist das evangelikale amiland doch endlich in deutschland angekommen und noch besser als man zu hoffen gewagt hätte, sogar bei den "echt" evangelischen !!! wir deutschen sind halt gründlicher.
und nun muss auch noch die biblische orientierung für die nächstenliebenden, scheinheiligen pfaffen herhalten ???
nun werden wir hier in bälde wieder die grossartigkeit der "restevangelen" um die ohren geschlagen bekommen und dass die katholen noch schlimmer sind ! (von wem wohl ?)
liebe schwule mitchristen, haltet euch von jeglichem "organisierten glauben" fern, nicht umsonst reinigte jesus den tempel von diesen brüdern ! nachweislich wollen die nur macht und geld !

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#4
04.11.2009
18:06:03


(+9, 9 Votes)

Von Hando

Es gibt auch in Deutschland einige evangelikale Inseln. Dies sind vor allem der Bereich Lüdenscheid-Siegen, Württemberg und das Erzgebirge. Wir können glücklich sein, dass diese Leute hier zahlenmäßig nicht so übermächtig sind (in ganz Deutschland etwa 2 Millionen Evangelikale in Kirchen und Freikirchen). Dass aus den USA ständig neue Horrormeldungen kommen, liegt daran, dass dort die Evangelikalen in vielen Regionen, z.B. in den Südstaaten, das Sagen haben. Allerdings darf man diese Leute auch in Deutschland nicht unterschätzen. Man kann davon ausgehen, dass von den evangelischen Christen, die regelmäßig sonntags den Gottesdienst besuchen, etwa 50 % den Evangelikalen zuzurechnen sind. Sie sammeln sich um die Zeitschrift ideaSpektrum und in Gruppen wie CVJM, Studentenmission, Jugend mit einer Mission usw. Bei Großveranstaltungen wie "ProChrist" und am Rande der Kirchentage kann man sie dann massenweise sehen: Typ: Junges Mädchen mit schwäbischen Akzent und Gitarre in der Hand oder ältere Frau mit Dutt, Faltenrock und weißen Söckchen, die Traktake verteilt ("Auch du brauscht Jesus!") oder der zornige, böse blickende ältere Herr, der in Gespräche besonders rechthaberisch auftritt.
Junge Schwule, die in einem solchen Umfeld groß geworden sind, sind zu bedauern. Es dauert Jahre, bis sie sich, wenn überhaupt, von diesen Bindungen ohne allzu große Blessuren gelöst haben.

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#5
04.11.2009
18:53:24


(-8, 12 Votes)

Von Timm

So diese Pfarrer dort aus dem Sauerland sollte man aus der Landeskirche Westfalen rausschmeissen, wenn sie derart der Landeskirchenleitung in Bielefeld in den Rücken fallen und eigenmächtig als kleine Minderheit eine derartiges Instrument der Meinungsmache durch Unterschriftenaktion in die Medien bringen.

Gut und gleichzeit schlimm das es noch immer einige wenige Pfarrer in meiner Landeskirche gibt, die dort solchen Mist verbreiten...aber sie sind gottseidank längst nicht mehr die Mehrheit der lutherischen Pfarrer und die Kirchenleitung in Bielefeld hat eine gegenteilige offizielle Position.

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#6
04.11.2009
19:11:23


(+8, 10 Votes)

Von jochen
Aus münchen (Bayern)
Mitglied seit 03.05.2008

...dass "gelebte Homosexualität" nicht der "Schöpfungsordnung Gottes" entspreche ...

meinen dank für die weisen und auch klaren worte an diese theologen.
schließlich haben die abitur und haben ja die bibel und theologie studiert!
...also: die wissen schon was sie sagen..und würden uns ja niemals einen schmarrn verzählen.

nur noch eine frage von mir an diese gottesmänner in amt und würden:
wie wir ja alle wissen hat Gott Adam und Eva geschaffen und NICHT Adam und Adam.
(deswegen auch die supergeniale ableitung des arguments "wider der schöpfungsordnung Gottes")
und wie wir aber auch alle wissen waren Adam und Eva KEINE Schwarzen oder Asiaten, sondern Weise!!

sind also dann auch demzufolge Schwarze und Asiaten, also alle "Nicht-Weisen" auch außerhalb der schöpfungsordnung Gottes?

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#7
04.11.2009
19:18:25


(+11, 11 Votes)

Von auge

die unterwandern tag für tag.


Link zu www.nbc-pfalz.de



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#8
04.11.2009
19:45:54


(+9, 11 Votes)

Von Good ol friend

Demnächst dann bei der ARD zur besten Sendezeit. Natürlich ganz harmlos und "ergebnisoffen".

Es ist wirklich allerhöchste Zeit, dass der Gesetzgeber endlich seiner Verantwortung gegenüber homosexuellen Menschen gerecht wird und diese Auslöschungsideologie und -propaganda explizit unterbindet!

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#9
04.11.2009
19:53:02


(+9, 11 Votes)

Von stromboli
Profil nur für angemeldete User sichtbar

Antwort zu Kommentar #6 von jochen:
"sind also dann auch demzufolge Schwarze und Asiaten, also alle "Nicht-Weisen" auch außerhalb der schöpfungsordnung Gottes?"
eu je, nicht laut fragen sonst bekommst du noch ungewollte antworten. Die heilige dreifaltigkeit ist ja immer noch weis in deren vorstellung, und jesus als schwarzer,asiat... unvorstellbar!

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#10
04.11.2009
19:59:18


(-8, 12 Votes)

Von LUCY

Versöhnung mit Gott bedeutet Versöhnung mit dem Vater.

Na dämmerts?

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Kommentar-S.  1  2  3  4

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