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Hundert Jahre schwul-lesbische Geschichte im heutigen Berliner Stadtbezirk Pankow: "Verzaubert in Nord-Ost".

Von Carsten Weidemann

Das Buch "Verzaubert in Nord-Ost" thematisiert hundert Jahre lesbische und schwule Geschichte im heutigen Bezirk Berlin-Pankow, der vormals aus den Einzelbezirken Prenzlauer Berg, Weißensee und Pankow bestand. Es beginnt in der Kaiserzeit, Weimarer Republik und zeigt anhand ausgewählter Biografien die existenzbedrohende Situation während des Nationalsozialismus auf.

Der Schwerpunkt wird aber auf die Zeit der DDR gelegt. Hier hatte insbesondere Prenzlauer Berg eine überregionale Bedeutung nicht nur für Ost-Berlin, sondern auch für die DDR generell. In diesem Bezirk gründete sich 1973 die erste Organisation für Lesben und Schwule in der DDR. Der Staat reagierte zunächst mit Einschüchterung, Unterdrückung der Aktivitäten und schließlich mit offenen Verboten.

Gegen die Blockadehaltung der SED konnten erste Bücher und Aufklärungsmaterialien gedruckt und schließlich der Film "Coming Out" von Heiner Carow gedreht werden. Er hatte am 9. November 1989, dem Tag des Mauerfalls Premiere. Insofern stellt dieses Datum für die Lesben- und Schwulenbewegung der DDR ein besonderes Jubiläum dar: Die Filmpremiere als vorläufiger Höhepunkt jahrelanger bürgerrechtlicher Arbeit und gleichzeitig die Öffnung der Grenze.

Das Buch ist im Rahmen einer Projektgruppe des Sonntags-Clubs unter Leitung des Berliner Historikers Dr. Jens Dobler entstanden. Jens Dobler veröffentlichte ebenfalls im Bruno Gmünder Verlag 2003 das Buch "Von anderen Ufern – Geschichte Berliner der Lesben und Schwulen in Kreuzberg und Friedrichshain". Am Samstag, den 7. November um 20 Uhr wird "Verzaubert in Nord-Ost" offiziell im Sonntagsclub vorgestellt.

Sonntags-Club (Hrsg.): Verzaubert in Nord-Ost, Sachbuch, Broschur, 320 Seiten, Bruno Gmünder Verlag, Berlin 2009, 20 €



#1 alexander
  • 05.11.2009, 16:53h
  • drum nannte man das "café ecke schönhauser" schon in den 70zigern "café bückdich".
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#2 alexander
  • 05.11.2009, 16:59h
  • drum nannte man das "café ecke schönhauser" schon in den 70zigern "café bückdich".
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#3 Born 2 PornAnonym
#4 VroniAnonym
#5 Born 2 PornAnonym