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Rue McClanahan kann nicht an einem Galaabend in San Francisco zu ihren Ehren teilnehmen, weil sie wegen Herzbeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Die Veranstaltung unter dem Titel "Golden: A Gala Tribute to Rue McClanahan" hätte am 14. November im Castro-Theater stattfinden sollen. McClanahan muss nun aber auf ärztliche Anweisung das Bett hüten. Ihren Fans überbrachte die 75-Jährige vom Krankenhaus aus eine kurze Nachricht: "Meine Lieben! Ich bin so traurig, dass ich bei meiner eigenen Veranstaltung nicht dabei sein kann. Leider hat mein Arzt mir gesagt, dass ein wenig Arbeit an meiner alten Pumpe ansteht. Glaubt mir, ich wäre viel lieber bei euch in San Francisco".

McClanahan wurde als Blanche Devereaux in der US-Comedyserie "Golden Girls" zum Homo-Idol. Zuletzt wirkte sie in der Serie "Sordid Lives" mit, die vom US-Homosender Logo in Auftrag gegeben worden war. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.11.2009, 17:57h
  • Ich wünsche Rue McClanahan gute Besserung und daß sie bald wieder auf den Beinen ist!
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#2 MalteAnonym
#3 WarumAnonym
  • 09.11.2009, 20:13h
  • Bittschön, kann mir das jemand erklären. Ich fand die Blanche auch so toll damals, Schwulen-Ikone scheint also richtig, aber kann mal jemand was Intelligentes dazu sagen, WIESO wir auf die so abfuhren? Gute Besserung reicht da nicht. Scheint wohl die letzte Ueberlebende der 3 Golden Girls zu sein. Ach ja, wir älteren Schwulen...
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#4 stromboliProfil
  • 09.11.2009, 20:49hberlin
  • Antwort auf #3 von Warum
  • na da wäre noch Rose Nylund, sofern sie nicht nach Sankt Olaf Minnesota zurück gezogen ist...
    Unter ihren pseudonym Betty White, dreht sie erfolgreich serials wie "Boston Legal" , wo sie als sympathische serienmörderin die herzen der zuschauer betört...
    Blanche... einfach camp! Spiegelbild auch schwulen selbstverständnisses, alles haben zu können, wenn man nur will... somewhere over the rainbow.
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#5 Irrtum?Anonym
  • 09.11.2009, 23:22h
  • Antwort auf #4 von stromboli
  • Laut der US-Wikipedia ist Betty White der richtige Name der Golden Girls-"Rose Nylund", wenn ich das jetzt richtig gelesen habe, aber in der Tat, das vierte Golden Girl hatte ich total vergessen, die war offenbar nur als Staffage da, um die anderen besser "aussehen" zu lassen.

    Aber Rue ist 75 und die beiden anderen sind tot, insbesondere natürlich diese göttliche Krähe, die war auch eine Schwulen-Ikone, und ich glaube, da trifft es zu, "alles haben zu können, wenn man nur will" : Die war so rotzfrech, total narzisstisch, ich hab noch ihr Gezetere im Ohr, die "Alte" - und wieder auf US-Wikipedia sehe ich, die Estelle Getty = "Sophia Petrillo" war sogar jünger als die beiden, außer eben Rue, die ihrerseits noch 12 Jahre jünger war.

    Hab mir gerade mal ein paar Bilder angesehen ( Google Images, das Web ist doch ne tolle Sache, außer für die Schwulenbarbesitzer ! ), und ich denke, Rue ist einfach der Typ Frau, der ( vielen )Schwulen gefällt, schon rein äußerlich, und dann noch ihr Charakter ( oder "Charakter" in der Sitcom ), nämlich mütterlich, OHNE die "mütterliche Figur", wie man sie sich so vorstellt ( und flieht ).

    Denn bilde ich mir das jetzt nur aus 20 Jahren Entfernung falsch ein, oder ist meine Erinnerung richtig ? Ich meine nämlich, die Blanche war eben NICHT der Typ, ich krieg alles was ich will, sondern sie war eine Mischung aus "Kümmerer" und "Aber ich bin auch noch da" ( während "Rose" eben NUR die "Kümmerin" war und damit uninteressant ).

    Nochmal : Bilde ich ich mir das nur verklärungshalber ein, oder war Blanche ( auch ) darum so interessant für uns, weil sie einerseits die Kümmerin war, andererseits aber permanent Dates hatte ( = im Gegensatz zu "Rose" ) und letztlich in der Lage war, sich ihr kleines sehr individuelles Glück zu organisieren, TROTZ ihres Engagements für ihre Umgebung ?

    Und wenn das so ist, ist das nicht der Traum vieler passiver Schwulen, mit dem, was sie zu geben haben, gemocht zu werden, und dennoch nicht ( wie Blanche permanent ) zu kurz zu kommen ?

    Projektive Identifikation, und darum Ikone ?

    Bitte um Berichtigung / Development, solch eine kleine Analyse scheint nicht völlig sinnlos auch für unser eigenes Seelenleben.

    Uebrigens, die "Alte" kam doch mit ihrem ewigen Meckern ebenfalls total zu kurz ( sie hatte wohl mal einen Macker, aber das sollte eher für Lacher sorgen als glaubwürdig wirken ), und auch sie war irgendwo ein schwuler Prototyp : nur noch kritteln, weil man bereits über die Wupper ist, und sich mit Zanken doch noch seinen ( Neben- ) Platz in der Bande erkauft und erhält : Klassenclown in etwa.

    "Blanche" zeigte also, wie man es ( auch für sich selbst ) besser macht - aber kein Wunder, wenn man soviel besser aussieht und ( tatsächlich 12, geschminkt vorgeblich ) 24 Jahre jünger ist.

    Heißt : Golden Girls war also auch in einer gewissen Weise eine Verarsche, weil wie eine Frau bewundert haben, die es so eben nicht bis ins Alter gibt ? Mein Gott, und wenn die 3 anderen GG zynisch Staffage für Rue waren, die uns ihrerseits hinters Licht führen sollte ?

    Denn die Botschaft war doch, sei nett UND smart, dann kannst du fröhlich alt werden, und welcher Schwule hört das nicht gern? Aber Rue war gar nicht alt ( sondern 55 vor 20 Jahren, die anderen 3 also 67 ! ), und die anderen 3 haben praktisch keinen Stich mehr bekommen und mußten sich mit drittklassigen Ersatzbefriedungen abgeben.

    Die Sitcom war also, wenn mich meine Erinnerung nicht völlig täuscht, durchaus realistisch, aber hat uns dennoch getäuscht... weil wir Illusionen brauch(t)en und die Serie wirklich gut gemacht war, wirklich gut, ähnlich Al Bundy, aber Al Bundy ist ein anderes... wenngleich recht ähnliches Thema !
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#6 stromboliProfil
  • 10.11.2009, 09:24hberlin
  • Antwort auf #5 von Irrtum?
  • schatzerl, dass war natürlich ein joke mit Rose und Sankt Olaf...
    Blanche ist eine egoistische, immergeile nympomanen-karikatur! Sie interessiert sich einen scheiß für die anderen ... oberflächlich gesehen. Aber sie hat natürlich ein herz aus (katzen)gold das im zusammenwirken mit den trösterinen Dorothy & Rose erst zu tage tritt.
    Die figuren sind zudem zitate weiterer schwuler ikonen, als da wäre unsere Dorothy, angelegt an Judy Garlands "wizard of oz"; ein zu groß geratenes kind in einer welt, die ständig ihre hilfe braucht. Blanche und Rose sind da der löwe und der strohmann... Ma Sophia so etwas wie das erwachsene alter ego der "Dorothy", die die handlungsfäden zusammenhält als comedy-sidekick.
    Blanche ist ein direktes zitat zu Tennessee Williams und seiner figur der Blanche DuBois aus "A Streetcar Named Desire"( eine weitere schwule identifikationsfigur)! Nur hier weniger melodramatisch als vielmehr ironisch... die vielen fremden (männer), auf die sie sich verlassen musste...
    Und Rose; nun rose ist rose, weil den bonierten rest amerikas verkörpernd; sankt olaf der geistige schmalz einer Norman Rockwell (maler) idylle...
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#7 STRAIGHTAnonym
  • 10.11.2009, 22:04h
  • Antwort auf #6 von stromboli
  • Ja, interessant, völlig richtig, ich zitiere mal aus US Wikipedia : "became a sex toy in her hometown of Laurel as a woman of loose morals willing to sleep with anyone merely for recognition of her existence" - da wird natürlich in einem Halbsatz klar, wieso die Blanche eine Passiven-Ikone wurde, und Williams soll auch mal irgendwo gesagt haben, er schreibe seine allerdings originär schwulen Geschichten hetenmäßig um, damit die fürs allg. Theaterpublikum akzeptabel würden - wir gehen diese Transformation in unserer Interpretation also einfach wieder rückwärts.

    Jetzt wo du es sagst, ja, vielleicht habe ich Rue etwas zu großmütig in Erinnerung gehabt, mir fallen in der Tat wieder einige Gesichtsausdrücke von ihr ein, wo andere was von ihr wollten, und sie eben KEINE Zeit / Energie hatte, die narzisstische Ader war eindeutig - interessant vielleicht, daß ich genau das verdrängt hatte, die "Alte" war natürlich in der Richtung noch viel schlimmer gewesen, eine Art cover-up, damit Rue's Art im direkten Vergleich erträglich würde ?

    Aber mir ist noch was anderes eingefallen. Wenn wir Rue / Blanche so gut fanden, dann vielleicht ( auch ) deswegen, weil sie (Re) Aktionen wie ein Mann hatte, und eben nicht wie eine Frau ? D.h. sie war für uns voraussehbar, verläßlich, "normal" ( auch in ihrem Kapriziösen, ( Scheinbar- ) Fraulichen ), während eine "Normal"-Frau eben nicht verläßlich, vorhersehbar, trustworthy... trustworthwhile scheint, sondern jederzeit etwas ganz anderes ( und ggf. etwas gegen uns gerichtetes ) unternehmen kann, als worauf wir uns ggf. eingestellt hätten ?

    Und da wird es nun wirklich interessant, denn eine solche ( Ausnahme- ) Frau müßte, wenn ich nicht schon wieder im Irrtum bin, auch Heten weit besser gefallen als jedwede "normale" und damit total unberechenbare Frau.

    Allerdings war Golden Girls von der Handlung her für Heteromänner wahrscheinlich völlig ungeeignet, so daß sie Rue schon darum nicht wahrnehmen konnten, weil es sich für sie nicht geschickt hätte, "sowas" zu gucken, mangels schicklicher Identifikationsfigar - während Al Bundy eine perfekte Identifikationsfigur für Jedermann war ( = selbst für uns, man erinnere sich an seinen dezidierten Sexverzicht mit dieser fürchterlichen Frau !!!!! ).

    Damit fragt sich, warum man nicht STRAIGHTE Frauen viel öfter in "normale" Filme setzt - WOLLEN Heteromänner anscheinend ( nur die ) Frauen, aus denen sie nicht schlau werden, machen Rues Normalmänner etwa gar nicht an, obwohl sie sich über die "anderen" beschweren ?

    Als ich vor Urzeiten kompulsiv Streetcar geguckt habe ( = im Kino, während der Pause aufs Klo, und dann wieder diskret in den Sitz, selbst Video gab's damals noch nicht ), fand ich allerdings den Kowalski ( BRANDO !!!!! ) dermaßen geil, daß ich mich um die Blanche nicht viel gekümmert habe -

    aber natürlich ist mir immer noch ihr Schlußsatz in Erinnerung. Sie wird in die Klapse abtransportiert, und sagt so etwas wie, oh yeah, let's go, "I've got always to rely upon the kindness of strangers." ( richtig wohl, siehe wieder Wikipedia, "I have always depended on the kindness of strangers." )

    My gosh, Williams really was good, wasn't he ?

    Das war so clean, so unequivocal. Heute dagegen ist alles so muddy ( oder reinweg dumb ) ; keineswegs dumb, aber schwer muddy fand ich zum Bleistift einen Film, den ich gerade gesehen habe, des Altmeisters David Cronenberg : Eastern Promises.

    My gosh, wer Viggo Mortensen nackig sehen will, sollte sich die DVD ausleihen, dürfte aber u.U. schwer enttäuscht werden, und Armin Mueller-Stahl ist eher eine Lachnummer, d.h. ein Brando für ganz Arme - ist aber ein sehenswerter Film, MUSS man als Gay gesehen haben, ist alles so verqueer dort, INCL. des Schlusses, der an Al Bundy erinnert, dabei haben wir hier einen freiwilligen Verzicht auf eine Art Klassemädchen, nicht wie dort auf eine Schreckschraube.

    Eben richtig queer !

    Jetzt müßten wir eigentlich noch Alyssa Milano und ihren perversen Papi analysieren, aber das ist wieder eine andere Geschichte ! ( Aber sind wir ehrlich, vor 20 Jahren war RTL ein ganz guter Sender : lief doch alles da oder nicht ? )

    Nochmal zurück zu Al Bundy ( Married ... with Children ) : dem seine TOCHTER war doch das Geilste weit und breit, oder auch nicht ?

    Und nochmal zurück zu Wikipedia : "During the series' run, Kelly became progressively more stupid." - Ist mir gar nicht aufgefallen !

    Aber was anderes fällt mir im nachhinein auf : Kelly Bundy war totally unaggressive ( außer zu ihrem Masturbator-Bruder ), kommt also im richtigen Leben so gut wie nicht vor. ( ? )

    ( Ich muß unbedingt mal vor ner Hilfsschule rumlungern und mal gucken ! )
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