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Der nach einer Homo-Affäre in Ungnade gefallene ehemalige Evangelikalenchef Ted Haggard will nun eine neue Kirche gründen.

Er lädt Interessierte dafür in sein eigenes Haus in Colorado Springs ein. Das "Gebetstreffen" soll am kommenden Donnerstag um 19 Uhr stattfinden. Gegenüber der Lokalzeitung "The Gazette" stapelt der ehemalige Chef von 30 Millionen "wiedergeborenen Christen" tief: Er erwarte ungefähr zehn bis 20 Teilnehmer und würde das schon als Erfolg betrachten. Er sei nicht am Aufbau seiner eigenen Person interessiert, sondern wolle Menschen helfen, erklärte der 53-jährige Vater von fünf Kindern.

Haggard war der charismatische Anführer der New Life Church, einer evangelikalen "Megakirche". 2006 endete seine Karriere abrupt, nachdem der Callboy Mike Jones den Pfarrer als seinen Kunden outete und auch von Drogenexzessen berichtete (queer.de berichtete). Jones erklärte, er habe die Identität seines Kunden verraten, weil dieser sich lautstark gegen Homo-Rechte eingesetzt habe und er nicht länger einen Heuchler decken wollte. Haggard entschuldigte sich mit großen Gesten bei seinen Anhängern und unterzog sich einer psychologischen Behandlung. 2007 ließ er dann verlautbaren, dass er von seiner Homosexualität "geheilt" sei (queer.de berichtete). Seither verdient er seine Brötchen als Versicherungsvertreter.

Youtube | Der kalifornische Kabarettist Roy Zimmerman macht sich über den nicht mehr schwulen Pfarrer lustig: "Ted Haggard Is Completely Heterosexual"

Callboy: Haggard hat einen Plan

Ex-Callboy Jones glaubt, dass Haggard nicht uneigennützig wieder ins Religionsgeschäft einsteigen will: "Ted kann natürlich machen, was er will und verdient es, ein glücklicher Mensch zu sein", so Jones in einer Pressemitteilung. "Aber man darf sich nichts vormachen: Ted macht nichts einfach nur so zum Spaß. In zwei Monaten kommt das Buch seiner Frau Gayle heraus und seines soll kurze Zeit später erscheinen. Er will einfach Publicity", erklärte der 52-jährige Fitnesstrainer.

Mit wohlklingenden Worten versucht Haggard dagegen die Öffentlichkeit – insbesondere Evangelikale – wieder für sich zu gewinnen. So sagte er gegenüber der Lokalzeitung: "Ich bin jetzt viel mitfühlender, gütiger und geduldiger. Ich habe gelernt, dass Gott der Herrscher ist und das wichtigste, was wir tun sollen, ist ihm zu vertrauen." Ob seine ehemaligen Anhänger Haggard wieder vertrauen, ist allerdings mehr als fraglich. (dk)



Haggard: Hohes Alter rettete mich vor Bisexualität

Der gefallene evangelikale Pfarrer Ted Haggard erklärte, er würde sich nur bisexuell fühlen, wenn er jung wäre - zudem habe er mit Callboy Mike Jones nie richtigen Sex gehabt.
"Geheilter" Ted Haggard wird Reality-TV-Star

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Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 Liedel
  • 06.11.2009, 16:17h
  • "Seither verdient er seine Brötchen als Versicherungsvertreter".

    Diese Spezies Mensch ist ja schon vom Job her sehr interessiert am Privatleben anderer. Da kann er bestimmt wunderbar "Personal" für seine Kirche rekrutieren. Oder für anderes
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#2 stromboliProfil
  • 06.11.2009, 16:41hberlin
  • Antwort auf #1 von Liedel
  • priester - versicherungsverkäufer... das ist das selbe berufsbild nur mit unterschiedlichen auftragsgeber.
    Beiden gemeinsam: man zahlt viel für eine police die im ernstfall nicht wirksam wird, weil kleingedrucktes nicht gelesen oder verstanden...
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