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Martina Köppen, die umstrittene Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes muss ihren Hut nehmen. Nachfolgerin ist Christine Lüders, eine frühere Referatsleiterin im hessischen Kultusministerium.

Die im Bundesfamilienministerium ansässige Antidiskriminierungsstelle soll von Diskriminierung Betroffenen bei der Durchsetzung ihrer Rechte helfen. Sie wurde 2006 auf Grundlage des von der Großen Koalition verabschiedeten Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes gegründet. Köppen wurde als Leiterin dieser Stelle dafür kritisiert, weil sie sich wiederholt gegen Diskriminierungsschutz ausgesprochen hat, da dieser ihrer Meinung nach der Wirtschaft schade (queer.de berichtete). Ihre Amtszeit endete mit dem Ende der vorherigen Legislaturperiode.

Die Juristin Köppen war Europabeauftragte im Büro des Bevollmächtigten der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, bevor sie zur Antidiskriminierungsstelle wechselte (queer.de berichtete). In einem Kongress der Antidiskriminierungsstelle ließ sie etwa den katholischen Kardinal Karl Lehmann einen einleitenden Vortrag halten, obwohl seine Organisation aktiv schwule und lesbische Angestellte diskriminiert (queer.de berichtete).

Nachfolgerin Köppens wird die 56-jährige Christine Lüders. Sie war unter anderem als Vorstandsreferentin und Abteilungsleiterin bei Lufthansa tätig. Später leitete sie das Referat Presse-, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation im CDU-geführten NRW-Integrationsministerium. Zuletzt war sie Referatsleiterin für Öffentlichkeitsarbeit und Beauftragte für Stiftungen im hessischen Kultusministerium. Die studierte Pädagogin ist verheiratet und lebt in Frankfurt am Main.

Von Diskriminierung betroffene können sich an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes wenden und sich beraten lassen. Kontakt kann über die Website antidiskriminierungsstelle.de hergestellt werden. (dk/pm)



#1 Good ol friendAnonym
  • 10.11.2009, 17:16h
  • Martina Wer??? Antidiskriminierungs WAS???

    Wer da nun kommt oder geht, fällt sowieso niemandem auf.

    Was nützt uns eine "Antidiskriminierungsstelle des Bundes", von der in der breiten Öffentlichkeit bis jetzt kein Schw... irgend etwas mitbekommen hat???

    Und wann fangen die eigentlich mal an, für ihr Geld endlich das zu tun, was ihre Aufgabe wäre, nämlich Diskriminierung in diesem Lande - auch und gerade gegen Homosexuelle - auf allen Ebenen und in allen Bereichen aktiv und sichtbar zu bekämpfen???
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#2 stromboliProfil
  • 10.11.2009, 18:22hberlin
  • Antwort auf #1 von Good ol friend
  • da wurde der bock zum gärtner gemacht...: Köppen war Europabeauftragte im Büro des Bevollmächtigten der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, bevor sie zur Antidiskriminierungsstelle wechselte...
    nachdem der garten verwüstet, nun eine hardcoreaufforstung: Christine Lüders verfügt der Presseinformation zufolge über langjährige Erfahrungen und vielfältige Verbindungen in Politik und Wirtschaft.
    Da gibt ein Lobbyist dem anderen die türklinke in die hand..
    Die "stelle " ist immer nur so viel wert wie sie sein soll; auch in zukunft ferngesteuert von den mächtigen!
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#3 TommAnonym
  • 10.11.2009, 18:49h
  • Es wurde ja auch wirklich mal Zeit, das hier die "Reißleine" gezogen wurde, und Frau Köppen (endlich) vor die Tür gesetzt wurde !!
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#4 stromboliProfil
  • 10.11.2009, 21:44hberlin
  • Antwort auf #3 von Tomm
  • gut , schön wärs, wenn man ihr den stuhl wegen erwiesener unfähigkeit vor die tür gestellt hätte!

    Hier wird nun eine ausgewiesene neoliberale mit dem schutz diskriminierter beschäftigt, die in bisherigen tätigkeiten als vertreterin eben der instutitionen auffiel, die eben diese diskriminierungen betreiben...
    für die zu diskriminierenden ein vorgang, als würden sie ohne fallschirm aus dem flugzeug geworfen... aber die reißleine ihnen zuvor in die hand gedrückt wurde...; nun reißt mal schön!
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.11.2009, 08:17h
  • Da hat Frau Köppen endlich das Richtige getan! Ob ihre Nachfolgerin es besser macht, ist abzuwarten.
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#6 Holger WeinertAnonym