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Kommentare zu:
Indonesien: Gemäßigte Muslime verteidigen Homosexualität


#15 hwAnonym
  • 13.11.2009, 11:19h
  • Antwort auf #14 von axel
  • oh ja, da kann ich dir zustimmen.
    da hast du vollkommen recht.

    ich vegleiche gerne äpfel mit birnen,
    sogar mit pflaumen !

    sehr gerne auch kartoffeln mit spargeln und rüben mit maniok oder yams.

    tee, kat, guarana und kaffee, eh !

    und die wurzeln und die böden erst.....
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#14 axelAnonym
  • 13.11.2009, 08:07h
  • Antwort auf #13 von QueenMargrethe
  • Es ist doch immerwieder schön soviel blödsinn zu lesen.
    Das eine , Religionunterricht Zwangsabschaffen und dann Zwangsmässig den Ethikunterricht einführen, eine schöne Vorstellung. Das nenne ich dann freiheit.
    Dennoch der Islam ist weit von dem weg, was in Europa und in Deutschland in Sachen Schwulsein erreicht wurde.
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#13 QueenMargrethe
  • 12.11.2009, 03:28h
  • Antwort auf #7 von Good ol friend
  • So ganz stimmt das ja nun nicht. Solche Aussagen stehen von hohen katholischen, evangelikalen und sonstigen Hardcore-Christen noch aus.

    Jedoch haben sich einflussreiche Geistliche der Evangelischen Kirche in Deutschland, wie beispielsweise die Bischöfinnen Käßmann und Jepsen, sehr für Homosexuelle ausgesprochen.
    Selbst der -mittlerweile ehemalige- katholische Bezirksdekan in Wetzlar hat öffentlich Homosexuelle Paare gesegnet. Daraufhin entfernte ihn der Limburger Bischof aus seinem Amt.

    Damit will ich keinesfalls die christlichen (und schon gar nicht die katholische) Sekte in Schutz nehmen, doch sollte die Wirklichkeit nicht so ganz einseitig dargestellt werden... Islam hui, Christentum pfui...

    Ich bin ja für die Abschaffung sämtlicher Religion, wobei schonmal mit der vollständigen Trennung von Sekte und Staat angefangen werden könnte... also z.B. dass der Fiskus aufhört die Kirchensteuer einzutreiben, dass kirchliche Privatschulen als gleichwertige Ausbildungsstätte abgeschafft werden würden, dass der Religionsunterricht an sämtlichen Schulen abgeschafft werden würde und dafür verpflichtend für alle ein Ethikunterricht eingeführt würde...

    Und wenn mich jetzt jemand als kirchenfreundlich schelten möchte, soll er/sie den Beitrag nochmals lesen.
    Ich mag weder das Christentum noch den Islam noch sonst irgendeine Religion. Weder glaubt, ist zu faul selbst zu denken und soll seine Faulheit doch dann auch bitteschön für sich selbst ausleben und nicht überall rumposaunen...

    Warum ist es in unserer Gesellschaft denn nicht der "Normalfall" ungläubig zu sein? Und warum ist es nicht der "Normalfall", dass man irgendetwas ist, ob homo, hetero, bi, trans oder weiß der der Geier und sein Horst was? Aber dafür bin ich offensichtlich zu weltoffen...

    In diesem Sinne
    Ihre Majestät
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#12 gatopardo
  • 11.11.2009, 22:45h
  • Antwort auf #11 von Zionist
  • Es war mir klar, dass Todd Marokko meinte. Die zahlreichen Widersprüche sind es, die uns in diesem Land sprachlos machen. Obwohl Alkohol streng verboten ist, floriert der (übrigens ausgezeichnete) Weissweinanbau in Meknes hervorragend und wird im eigenen Land unterm Tisch verkauft und konsumiert, wenn ´s keiner sieht. Es werden gleich drei oder vier verschiedene Biersorten hergestellt, die nur in ausschliesslich von Männern besuchten Bars serviert werden, die durchweg homosexuelle Bereitschaft signalisieren.
    Offiziell verkehrt dort der schwule "Abschaum" , der ja erst durch den Alkohol alle Hemmungen verliert usw..... Es ist unglaublich, wie man sich kollektiv im Namen der Religion über alles das zu entrüsten in der Lage ist, was man selber tagtäglich praktiziert. Bleibt noch zu sagen, dass mein Partner und ich von
    marokkanischen Freunden gewarnt wurden, sich auf keinerlei Gespräche über Politik oder Islam einzulassen, da die Geheimpolizei von Mohamed VI
    allgegenwärtig ist, jedoch (noch) nicht gegen "diskrete" ausländische Homos vorgegangen wird.
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#11 ZionistAnonym
#10 gatopardo
  • 11.11.2009, 20:18h
  • Antwort auf #9 von Zionist
  • Belassen wir es mal bei meinen Beobachtungen vor Ort, denn an sozial-ökonomischen Analysen über andere Länder halte ich mich für total überfordert. Dagegen haben mich Gespräche mit Einheimischen dann doch sehr deprimiert, wo Korangläubigkeit, Quacksalberei und eine unerschütterliche Majestätenverehrung auch bei Schwulen sehr verbreitet ist. Obendrein beherrschen sie die Heuchelei perfekt, indem sie sich ihnen unterordnende Frauen heiraten, die ihren homosexuellen Ehemännern Nachwuchs bescheren, damit sie nicht auffallen. Und das in einem Land, wo
    schwuler Sex unter der Oberfläche überall praktiziert wird.
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#9 ZionistAnonym
#8 gatopardo
  • 11.11.2009, 17:09h
  • Komme nach einer Woche Marokko reichlich deprimiert über die dort vorgefundenen gesellschaftlichen Rückschritte wieder, wo die Religion allgegenwärtig geworden ist. Die fortschreitende Islamisierung gibt den zu 90% in Kopftuch und lange Gewänder gehüllten Frauen und hetero-angepassten Homosexuellen kaum noch Spielraum für Emanzipation. Ich erinnere mich an das Nachbarland der 70erJahre, wo es mehr Hoffnung auf Veränderung gab. Wie klarsichtig dagegen die Feststellung eines sunnitischen Geistlichen über soziale Konstruktionen ! Bleibt die Frage, wie diese religiöse Frau Mulia uns Atheisten beurteilt, die wir zwar schwul, aber nicht fromm sind ? Ferner macht @Zionist mit Todd Mut und da hat er mir doch gleich einen perfekten (Tages)-Abgang beschert.
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#7 Good ol friendAnonym
#6 LorenProfil
  • 11.11.2009, 14:44hGreifswald
  • Was der Geistliche Nurofiah sagt, zieht mir glatt
    die Schuhe aus (weils aus dem Munde eines mus-
    limischen Geistlichen kommt). Respekt, auch für
    den Mut, dies in seiner Position öffentlich zu äußern.
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#5 schwulenaktivist
  • 11.11.2009, 14:31h
  • War Aceh nicht von einer Flutkatastrophe heimgesucht worden? Es wurde international geholfen, ohne zu Diskriminieren!
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#4 TimmAnonym
  • 11.11.2009, 14:07h
  • Gut das es auch andere wichtige Stimmen in der gemäßigten/liberalen Ecke des Islam gibt und so sich homosexuelle islamische junge Menschen "nicht ganz verloren" vorkommen.

    Islamische Menschen merken hierdurch, dass die islamische Stimme hier sehr unterschiedlich bei diesem Thema sein kann - das hängt vielmehr davon ab, welche jeweilige Person da sich meldet und wie er die Koranauslegung bewertet.

    Insgesamt aber bin ich doch froh, dass die christlichen Kirchen und allen voran die altkatholischen, lutherischen/reformierten und anglikanischen Kirchen da in dieser Debatte viel, viel weiter sind und beispielsweise aktuell in Schweden bei den Lutheranern ein offen lesbische Bischöfin mit Eva Brunne gewählt wurde und homosexuelle Paare dort bei den Lutheranern in Schweden eine kirchliche Trauung erhalten können.

    Das ist noch ein sehr, sehr langer Weg, den der Islam dort zu gehen hat, wenn er die Schwedische Kirche einholen will. Aber immerhin es gibt Stimmen, die im Islam in diese Richtung marschieren.
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#3 Good ol friendAnonym
#2 alexander
  • 11.11.2009, 13:28h
  • es ist direkt wohltuend von vernünftigen islamvertretern zu hören, die sich auch noch öffentlich gegen die hardliner äussern !

    frau siti musdah mulia bringt es auf den punkt : menschen menschlicher zu machen !

    und SASCHA bekommt recht, von nahdlatul ulama und nurofiah !
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#1 ZionistAnonym
  • 11.11.2009, 13:16h
  • Das ist eine schlechte Nachricht.
    Schlimmere werden folgen.

    Ich las dieses Buch, ein Kapitel betrifft auch
    Erb- und Familienrechtsformen in Indonesien.

    "..Es gibt keinen Kampf der Kulturen, so die These von Youssef Courbage und Emmanuel Todd. Vielmehr habe die Moderne die islamische Welt längst unterwandert. Besonders die Alphabetisierung trage zu neuen Entwicklungen in der scheinbar so homogenen Gesellschaft bei, konstatieren die beiden Demografen in dem Sachbuch "Die unaufhaltsame Revolution".

    Das Thema des Buches ist vielmehr die tiefgreifende gesellschaftliche Veränderung, die durch massenhafte Alphabetisierung ermöglicht wird. In Europa hat sie in den letzten 150 Jahren stattgefunden, in der islamischen Welt erst in den letzten 50 Jahren. Die gesellschaftlichen Veränderungen sind statistisch nachweisbar, so ist die Geburtenrate drastisch gesunken, sie liegt heute zum Beispiel in der Türkei und im Iran unter der Frankreichs. Dass die Frau in islamischen Ländern ein Kind nach dem anderen gebärt, ist eine überholte Vorstellung.

    Die Autoren wollen zeigen, dass die islamische Welt durch die Alphabetisierung zurzeit die gleiche Entwicklung durchmacht wie Europa in den letzten 150 Jahren, hin zu einer säkularisierten Gesellschaft. "Le rendez-vous des civilisations" lautet der programmatische Originaltitel: das Rendezvous der Zivilisationen. Den so oft beschworenen "Kampf der Kulturen" gebe es nicht, schreiben die Autoren; islamische und westliche Welt würden sich immer ähnlicher werden, und der Terrorismus sei ein Symptom des Zerfalls alter Ideologien. Youssef Courbage ist Professor für Demografie, war früher wissenschaftlicher Berater der UNESCO, der EU und des Europa-Rats; sein Co-Autor ist Immanuel Todd, ebenfalls Demografie-Professor und Bestseller-Autor - unter anderem von "Weltmacht USA - Ein Nachruf".

    www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/758906/

    *********

    In seinem Buch »La Chute finale« (deutsch »Vor dem Sturz. Das Ende der Sowjetherrschaft«, Ullstein, Berlin 1982) hatte der britisch-französische Politologe, Historiker und Demograph Emmanuel Todd bereits 1976 schlüssig dargelegt, warum mittelfristig die Sowjetunion untergehen werde. Derselbe Wissenschaftler behauptet nun, nicht die Stärke der Vereinigten Staaten treibe die US-Machteliten von Krieg zu Krieg, sondern ihre Schwäche.

    Todd, und das klingt dann ein wenig europäisch-nationalistisch, hält auch die militärische Stärke der USA für nur äußerlich. Der »pyromane Feuerwehrmann« USA schüre Konflikte zwischen Indien und Pakistan, schlichte nicht zwischen Palästina und Israel und praktiziere auf dem Balkan, in Mittelasien und am Golf einen »theatralischen Militarismus« – aus Schwäche, keineswegs aus Stärke. »Das wahre Amerika ist so schwach, daß es nur mit militärischen Zwergen eine Konfrontation suchen kann.«

    Todd mißt der endgültigen Entscheidung Großbritanniens für oder gegen den Euro große Bedeutung zu. Die Integration des Finanzplatzes London in die Eurozone könne der amerikanischen Hegemonie »den Gnadenstoß« versetzen.
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