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Roland Emmerich kennt kein Pardon. In seinem neuen Film spült er die ganze Zivilisation ins Meer. Die nächste Gay-Bar steht dann im Himalaya.

Von Christian Scheuß

Was ist uns im Kino schon alles um die Ohren geflogen: Meteore, Vulkane, Tsunamis, Aliens, die Matrix. Bislang konnten wir uns jedoch auf Jungs wie Bruce Willis, Keanu Reeves oder Tom Cruise verlassen. Die haben alles irgendwie halbwegs gerettet, damit wir in Ruhe weiter shoppen gehen können. Aber jetzt ist endgültig Schluss. Also nicht jetzt sofort, aber schon ziemlich bald. Und schuld daran ist ein homosexueller Regisseur.

Youtube | 2012 - Trailer

Roland Emmerich hat jede Menge Computer heiß laufen lassen, um uns ein weiteres beeindruckendes Endzeitszenario zu rendern. Von der Erkenntnis, dass die die Erde schon in wenigen Jahren dem Untergang geweiht ist bis zum großen Gebrösel vergehen zwei Stunden, in denen unter anderem John Cusack als Familienpapi und Woody Harrelson als exzentrischer Wissenschaftler auf schwindendem Erdboden umher schwanken, um noch irgendeine technische Lösung oder doch zumindest die Erlösung durch die Regelung privater Angelegenheiten zu finden.

Sie müssen sich sputen, denn Roland Emmerich kippt zunächst gnadenlos die kalifornische Küste ins Meer, Los Angeles und San Francisco, mitsamt der schönen schwule Castro-Street verschwinden auf Nimmerwiedersehen. Wer nach 2012 in eine Gaybar will, muss bis zum Himalaya schwimmen. Oder schnell nach Bangkok. Dort geht erst 2022 die Welt unter (siehe Trailer 3). Übrigens zerfällt auch der Vatikan zu Staub, so viel Gerechtigkeit muss sein. Nicht bekannt ist, ob Harvey Fierstein zu den Überlebenden gehören wird. Leider gibt es auch keinen Gastauftritt von ihm im neuen zerrüttenden Thriller. 1996, als die Aliens just am Unabhängigkeitstag in die USA einmarschierten (Independance Day) zeigte Emmerich noch ein wenig Humor und Fierstein demonstrierte, wie eine Tunte stilgerecht reagiert, wenn sie vom Ende der Welt erfährt.

Youtube | Harvey Fierstein in Independence Day

Zum Glück für die Community ist der erfolgreiche Action-Regisseur nur in seinen Filmen so zerstörungswütig. Im realen Leben will er, dass wichtige Dinge bewahrt werden. 2006 spendete er deshalb 150.000 US-Dollar für das Legacy Project, ein gemeinsames Projekt des Film- und Fernseharchivs der UCLA und des größten Filmfestivals von Los Angeles, Outfest, zur Bewahrung und Restaurierung lesbischer und schwuler Filme.

Youtube | 2022 - Trailer
Galerie:
Roland Emmerichs "2012"
10 Bilder


11 Kommentare

#1 MusarilAnonym
#2 daisy Anonym
  • 12.11.2009, 16:58h
  • Keine Panik ihr Lieben !

    Auch auch auf solche Katastrophen kann man sich mit Fortune vorbereiten.

    Michelle Obama nimmt für den Teint Apfel »Uttwiler Spätlauber«, dessen Extrakt so sauer ist, dass es die Haut zusammenzieht.

    Ein Fläschchen des Schweizer Apfelextraktes kostet 355 Dollar.

    Als First Daisy nehm ich Apfelsaftfake von Aldi.
    Man kann zwar arm sein, aber man sollte sich nicht gehen lassen !!!

    Chrisi kann sich ja noch mit seiner Nail-Art aufplustern.

    Egal, der Herr übersieht vieles in der Stunde der Not...
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.11.2009, 08:49h
  • Die Ausschnitte des Films, der von Emmerich am letzten Samstag in "Wetten Dass..." vorgestellt wurde, sind vielversprechend. ich werde ihn mir entweder im Kino oder auf DVD ansehen.

    Im Artikel steht folgender Satz: "Und schuld daran ist ein homosexueller Regisseur." Es ist überhaupt nicht bewiesen, daß Roland Emmerich schwul ist! Ich kenne keinen Artikel, indem er sich geoutet hat! Bekannt ist nur folgendes:

    "2006 spendete Emmerich 150.000 US-Dollar für das Legacy Project, ein gemeinsames Projekt des Film- und Fernseharchivs der UCLA und des größten Filmfestivals von Los Angeles, Outfest, zur Bewahrung und Restaurierung lesbischer und schwuler Filme."

    de.wikipedia.org/wiki/Roland_Emmerich

    Das finde ich sehr erfreulich, entbehrt aber jeglichem Hinweis auf Emmerichs sexuelle Orientierung. Ich würde ihn als "gayfriendly" bezeichnen. Das heißt, der Satz im Artikel müßte demnach so heißen: Und schuld daran ist ein deutscher Regisseur.
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#4 DragonWarrior
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 stromboliProfil
#7 DragonWarrior
#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
#9 LorenProfil
#10 DragonWarrior
  • 13.11.2009, 15:12h
  • Antwort auf #8 von FoXXXyness
  • du merkst anscheinend auch nix mehr, uhm????

    brauchst du jetzt noch ein ganz persönliches coming-out in einem exclusivinterview in deiner lokalen tageszeitung???

    wenn emmerich selber seine wikipediaseite (übrigens auch die englische seite!!) nicht liest, tut es sein management... und insofern lehn dich zurück und glaub einfach, was dir hier von stromboli und von mir und ansonsten von anderen medien gesagt wird...

    und lass doch einfach mal gut sein, wenn du danebengelangt hast
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