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Die Erzdiözese der US-Bundeshauptstadt Washington will ihre soziale Arbeit stoppen, sollte der Stadtrat ein Gesetz zur Homo-Ehe einführen.

Von Norbert Blech

Es gibt Drohgebärden, über die man vor lauter Kopfschütteln fliegen lernen kann: Die katholische Erzdiözese der amerikanischen Bundeshauptstadt Washington hat den Stadtrat in einem Ultimatum davor gewarnt, wie geplant ein Gesetz zur Homo-Ehe einzuführen.

Mit dem Gesetz, das vermutlich im nächsten Monat verabschiedet wird, soll die Homo-Ehe in dem 3,3-Millionen-Distrikt ermöglicht und die Diskriminierung von schwulen und lesbischen Paaren weiter beseitigt werden. Der Gesetzentwurf sieht nicht vor, dass Kirchen Homo-Paare trauen müssen, stoppt aber Diskriminierung etwa im Bereich der Adoptionsvermittlung, die auch von Kirchen getragen wird. Auch dürften Kirchen als Arbeitgeber nicht einfach schwule oder lesbische Bewerber ablehnen. Eine Ergänzung zum Gesetzentwurf, der Privatpersonen vor Klagen aufgrund Diskriminierung schützen soll, wenn diese religiös motiviert ist, wurde in den Beratungen abgewiesen.

Auf verlorenem Posten?

Nun hat die katholische Erzdiözese Washingtons, die rund 580.000 Gläubige umfasst, bescheiden darauf hingewiesen, dass sie ihre soziale Arbeit im Falle einer Zustimmung nicht fortsetzen könne. Neben dem Bereich der Adoption sind kirchliche Stellen auch mit der Betreuung von Obdachlosen und im Gesundheitsbereich aktiv; auch wenn die Kirche dafür staatliche Mittel bekommt, soll der Eigenbetrag bei rund 10 Millionen US-Dollar im Jahr betragen. Vor allem um den Obdachlosen-Bereich macht sich die Stadt nun Sorgen: Ehrenamtler und Festangestellte der katholischen Kirche kümmern sich um rund ein Drittel der Obdachlosen der US-Hauptstadt.

Stadträtin Mary Cheh sagte in einem Interview, die Kirche stehe auf verlorenem Posten, die Drohung sei ein Ausdruck von "Verzweiflung". Sie geht davon aus, dass sich die Kirche fügen werde. Doch eine Sprecherin der Erzdiözese gibt sich kämpferisch: Susan Gibbs sagte Fox News, dass die Stadt der Kirche Restriktionen auferlege, werde ihre Arbeit in dem jetzigen Umfang unmöglich machen.

Direktlink | Bericht von Fox News Washington


Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

16 Kommentare

#1 goddamn. liberalAnonym
  • 13.11.2009, 14:08h
  • Liebe Redaktion,

    es gibt in den USA zwei Washingtons: den staatsähnlichen Hauptstadtbezirk 'Washington District of Columbia' an der Ost- und den großen Flächenstaat Washington an der Westküste. Das geht aus dem Artikel leider nicht klar hervor...

    Ann. der Red.: Wir haben den Artikel ein wenig bearbeitet. Vielen Dank.
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#2 LorenProfil
  • 13.11.2009, 15:11hGreifswald
  • Kann auch eine Chance sein, den Einfluss der Kirche dort auf den Sozialbereich abzubauen
    und in staatliche Hände zu legen. Die Steuer-
    mittel, die die Kirche vom Staat für diese Sozial-
    arbeit erhält, müssten natürlich rückgefordert
    werden.
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#3 DerBastiAnonym
  • 13.11.2009, 15:35h
  • Jetzt in der Community Spenden sammeln für die Obdachlosen und die katholische Kirche mal spüren lassen, dass sie mit ihrer Haltung entbehrlich wird!
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#4 seb1983
#5 stromboliProfil
#6 SkunkiProfil
  • 13.11.2009, 18:46hBruchsal
  • So viel zum Thema "christliche Nächstenliebe". Ich beneide die Briten, die solche Aussagen als "Religiösen Extremismus" klassifizieren und das auch ahnden.
    Auch in Deutschland macht das gleiche Schema Schule, als letztes Jahr eine Schülerzeitung Islamisten mit evangelikalen Christen verglichen hat und diese einen fundamentalistischen Kreuzzug gegen die Redakteure gestartet haben.
    Ich hoffe, daß der dortige Stadtrat nicht einknickt.
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#7 sylviafeeProfil
  • 13.11.2009, 19:33hBerlin
  • Es wird Zeit, dass Jesus Christus wieder auf die Erde kommt und die Peitsche schwingt.
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.11.2009, 20:11h
  • Als ob die Obdachlosen etwas dafür können, daß der Stadtrat die Homoehe einführen will! Das ist beschämend und man kann nur hoffen, daß der Vatikan dem Einhalt gebietet und den Katholen in Washington eine Gardinenpredigt hält!
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#9 PolenputzeAnonym
  • 13.11.2009, 21:38h
  • Auch wenn das den Berufsjugendlichen hier, Goofy, BellaItalia und Lollipop, auf den Geist geht, wieder einmal ein bißchen Info-Meinung:

    Sozialarbeit in USA vom Staat übernehmen zu lassen, heißt Leute verhungern und erfrieren zu lassen, soviel zu Lollipops weltumspannenden Gutmenschenglauben.

    Wenn ich mich nicht täusche, war es Gunnar, der sagte, die USA seien nicht mehr so ausländer-schwulen-feindlich wie noch vordem, und das mag gut stimmen, aber auch in der letzten Woche habe ich noch aus zwei seriösen Quellen entnehmen können, daß der schwazze Friedensnobelpreisträger ( der nun ja immerhin seit fast einem Jahr im Amt ist ) weiterhin, also hier und heute, nicht "war mal", "Staatsfeinde" zum Foltern in Drittstaaten des Maghreb ( übrigens kommt Mediterranée von terra, also 1 t, 2 r, von mir hier vordem falsch geschrieben ) ausfliegen läßt, ganz wie sein ( von vielen nicht als friedensnobelpreiswürdig, sondern als Faschist angesehener ) Vorgänger, und wenn sich die extremen, unentschuldbaren Sachen nicht ändern, braucht man nicht für sich verbessernde Kleinigkeiten loben, das spielt dann auch keine Rolle mehr, faschistisches Amerika bleibt einstweilen faschistisches Amerika, da tut die Gutmenschen-Hautfarbe des Nobelpreisfriedensstifters auch nichts mehr zur Sache.

    Ganz allgemein sind die Kirchen ( auch und besonders hier in D ) kein Wohlfahrtsverein, und sie VERDIENEN an ihren sog. "sozialen Einrichtungen"... DICKES Geld !

    Sie erhalten von den Behörden = vom Steuerzahler Geld, "Sätze" für alles und jedes, was sie tun, und diese "Sätze" sind nicht zu knapp bemessen, da ist GEWINN drin ! Außerdem wißt ihr ja, wie Großfirmen ihre Gewinne auf eigenen Wunsch ggf. verschleiern, nämlich indem sie sie VERSCHIEBEN, und das macht die Kirche auch, so daß, wenn man sie fragt, natürlich kein "echter" Gewinn auszuweisen ist, auch wenn der Steuerzahler jede Menge Geld hineingepumpt hat.

    Schon einfache Priester verdienen übrigens so dickes Geld, daß sie sich davon problemlos einen Stricher halten könnten, wenn sie denn wollten - jetzt nur mal als Bleistift angeführt. ( Oder, wenn euch das besser gefällt, die Deutsche Bischofskonferenz könnte sich problemlos die ganze Herbertstraße kaufen... würde sich nur hinterher in "Blöd" nicht gut machen... ohne daß ich damit insinuieren möchte, die DBK wollte das gerne tun, so es denn unter der Kutte bliebe. )

    Auch beispielsweise Krankenhäuser erhalten Tagessätze, daß es euch vor Frost schüttelt, und wenn das ein kirchliches Krankenhaus ist, sackt das eben die Kirche ein, da bleiben nicht nur Peanuts hängen, das glaubt mal wohl !

    Was mich zum Abschluß zum DRK / Roten Kreuz bringt. Wenn ihr denen Blut spendet - ach pardon als Schwule dürft ihr das ja nicht, eigen sind die auch noch ! -, kriegt ihr nach meinem ( nicht mehr so ganz aktuellen Wissensstand ) ein "Frühstück", eventuell auch einen Zwanzigmarkschein, und eventuell ein Glas Onkel Dittmeyer - ach pardon, geht ja nicht mehr, der ist ja pleite, also ohne O-Saft.

    Und danach geht es zur wundersamen Geldvermehrung: Eure Krankenkasse nämlich, wenn ihr dann später zufälligerweise euer eigenes Blut doch wieder selbst braucht, oder wenigstens neues Blut derselben Gruppe, ganz egal woher, zahlt für "denselben" Beutel ( = xmal umgefüllt, ggf. zwischengekühlt, etc., aber eben, dieselbe Menge ) ohne weiteres 1200 Mark.

    Ihr seht, meine Infos sind 10 Jahre alt, aber da die DM weitgehend 1:1 umgesetzt wurde, würde es mich gar nicht wundern, wenn eure Kasse heute ohne weiteres 1200 euro zahlte... und ihr kriegt immer noch ein "Frühstück" für dieselbe Menge, und ob es noch einen 10-Euro-Schein gibt, weiß ich nicht, könnte mir aber vorstellen, daß der aus "ethischen Gründen" ( und um 10 euro zu sparen ) abgeschafft worden ist, schon damals gab es den Zwanzigmarkschein nur, wenn man Glück hatte, oft auch nicht.

    Und von der Differenz kann man nicht nur mal ein paar Wochen gut den Beutel kühlen, sondern man kann auch seinen Chefetagen Topgehälter - Millionengehälter zahlen ( tun die Krankenkassen ja auch, im übrigen, deswegen regen die sich über sowas auch nicht auf, die holen sich das einfach bei euch wieder ! ).

    Und doch noch eins drauf: Dasselbe Phänomen wie beim Blutstehlen haben wir auch bei Transplantationen, und das ist

    ( neben der Angst, bei lebendigem Leib ausgeschlachtet zu werden - ja, ja, ich weiß, viele sind schon Jahre vorher hirntot, aber dennoch ! Nein, nicht "Dennoch", ich bremse mich, ich komme jetzt nicht auch noch auf von Blinden mit den Zehen gemalte unsägliche Postkarten: ein andermal ! Und Dennoch: der Witz ist der, daß die zu Weihnachten an der Haustür verkauft werden, nicht von Blinden, sondern von Leuten, die am Stock gehen und massiv schwerhörig sind: bei "Nein danke!" fangen die schon mal mit dem Ausfüllen des Bestellzettels an! )

    auch der Grund dafür, daß hierzulande kaum Einheimisches transplantiert wird ( wenn man also gerade keinen Inder oder kein russisches Kind zum Ausschlachten hat... ): Denn es ist aus "ethischen" "Gründen" "verboten", dem edlen Spender - oder z.B. seinen edlen ( und mit hohen Beerdigungskosten belasteten, aber die Beerdigungs-Mafia ist schon wieder ein neues Thema, belasteten ) Hinterbliebenen - sagen wir, z.Bleistift lumpige 1.000 euro Spenderlohn zu bezahlen...

    während das behandelnde Klinikum und der behandelnde Chefarzt ca. 60-120.000 euro an der Chose verdient.

    Eure Krankenkasse wird also mit 60-120.000 euro belastet ( und muß sich das über eure Beiträge wieder zurückholen ), wovon 90 Prozent Reingewinn von reichen Leuten sind, die damit noch reicher gemacht werden ( und die Polenputze euer Dreibett-Krankenzimmer für 20 cent saubermacht, das hat's vor 50 Jahren fürs Quick-Austragen beim Heinrich-Bauer-Verlag gegeben ) -

    und die Witwe des armen Teufels, der euch seine neue Niere, Leber oder was auch immer gespendet hat, wird mit den Beerdigungskosten alleingelassen: der 1.000 euro von den 120.000 euro abzugeben, wäre "unethisch".

    Und so muß eben auch das DRK an eurer Blutspende ggf. 1000 euro verdienen, und es wäre unethisch von euch, zu dem Frühstück ( ohne oder mit O-Saft, jedenfalls wenn, aus Konzentrat ) auch noch einen 10-euro-Schein zu verlangen.

    Wißt ihr was? Bringt am besten nächstens zum Blutspenden noch Geld mit, dann wird das DRK noch reicher !

    Findet ihr auch, Harald Schmidt war vor 10 Jahren lustiger als heute ? Der ist auch zu reich und macht zu wenig Gutes dafür.
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#10 LorenProfil
  • 14.11.2009, 00:14hGreifswald
  • Antwort auf #9 von Polenputze
  • "Sozialarbeit in den USA ... Gutmenschenglauben."

    Sorry, aber ich kann gar nicht so kurz springen, wie
    du offensichtlich denkst, mir fehlt aber die Lust,
    mit dir über den Umbau eines sozialen Sicherungs-
    systems in den USA zu diskutieren, das durch
    Steuern finanziert wird (teilweise, vollständig?).
    Leute, die sich einer Terminologie bedienen, wie
    man sie vorzugsweise bei PI findet (sog. "Gutmen-
    schen" als politischer Kampfbegriff), sollten aller-
    dings mit der Verwendung des Attributs "faschis-
    tisch" schon aus eigenem Interesse sparsamer um-
    gehen, als du das hier tust.

    P.S. Lollipops sind doch süß und man kann dran
    lutschen - wenns nicht von dir käme, dann fühlte
    ich mich geschmeichelt.
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