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Für Bischof Janusz Kaleta ist allein die Anwesenheit von Homosexuellen auf dem Petersplatz "Provokation und Missbrauch".

Von Carsten Weidemann

Homosexuelle Touristen sind im Staat Vatikanstadt unerwünscht - selbst dann wenn sie keine Regenbogensticker tragen und im Petersdom beten wollen. Dies hat der römisch-katholische Bischof Janusz Kaleta in einem Interview mit dem englischsprachigen Reisemagazin "eTurboNews" klargestellt: "Ich bin der Meinung, wenn jemand homosexuell ist, ist dies eine Provokation und ein Missbrauches des Ortes", so der Apostolische Administrator von Atyrau in Kasachstan.

Die Ablehnung von schwul-lesbischen Minderheit gehe direkt auf die Bibel zurück, erklärte der Bischof. Die katholische Kirche definiere Homosexualität schließlich als "unethisch", so Kaleta. Eine Anerkennung der Miderheit wäre zudem ein Verrat an der katholischen Identität, so Kaleta: "Wenn wir die biblischen Lehren verändern, wären wir nicht mehr die katholische Kirche. Erwartet also nicht, dass wir etwas ändern, weil das unsere Identität ist."

Das sei schließlich bei anderen Weltreligionen nicht anders: "Versuchen Sie einmal, als Nicht-Muslim eine Moschee zu besuchen", verglich der Bischof Abstecher von Schwulen und Lesben in den Staat von Papst Benedikt XVI. "Wir erwarten Respekt vor unserer Kirche ebenso wie wir respektieren, dass eine Person nicht zur katholischen Kirche gehören muss. Wenn man andere Ideen hat, muss man einen anderen Ort aufsuchen."

Der Tourismus gehört zu den Haupteinkommensquellen im Vatikan. Für 2008 zählte man 4,5 Millionen Besucher aus aller Welt. Hauptattraktionen sind der Petersdom, der Petersplatz, die Sixtinische Kapelle sowie die Paläste und Gärten innerhalb der vatikanischen Mauern.

Laut dem derzeit gültigen Katechismus der katholischen Kirche verstoßen Schwule und Lesben "gegen das natürliche Gesetz". Allerdings sieht das Dokument vor, Homosexuelle nicht auszuschließen, sondern ihnen mit "Achtung, Mitleid und Takt" zu begegnen, wie es in dem 1992 veröffentlichten Dokument heißt.



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

64 Kommentare

#1 Julek89
  • 14.11.2009, 13:11h
  • Okay, ist in Ordnung, wenn ich Clowns sehen will, kann ich ja auch genauso gut in den Zirkus... :P Da brauche ich den Vatikan nicht für...
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#2 Liedel
  • 14.11.2009, 13:18h
  • Die Herrschaften wollen wohl in der größten Cruising- Area für katholische Geistliche weltweit nicht gestört werden
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#3 gatopardo
  • 14.11.2009, 13:27h
  • Da zittern wir aber, wenn eine Kriegserklärung aus Kasachstan gegen uns ausgesprochen wird. Und dazu ist die Tatsache amüsant, dass das Gewölbe der Sixtinischen Kapelle von Michelangelo ausgestattet wurde, als er gerade mit Giovanni da Pistoia liiert war. Sie hatten sicher beide während der Renaissance auch ganz "andere Ideen". Wie bekannt ist, so leugnet oder verschweigt der Vatikan diese Tatsache hartnäckig.
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#4 HandoAnonym
  • 14.11.2009, 13:28h
  • Da mindestens 50 % der katholischen Kleriker homosexuell sind (von dem Rest ist ein großer Teil impotent, verklemmt oder pädophil), stellt sich die Frage, wie man diese Priester, Bischöfe und Kardinäle, die im Vatikan arbeiten, an dem Zugang zu ihrem Arbeitsplatz innerhalb der vatikanischen Mauern hindern will.

    Und auch eine ganz in Weiß und mit roten Schuhen gekleidete Person dürfte wohl kaum noch Zutritt haben, wenn man diese Äußerungen ernst nehmen würde...
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#5 HandoAnonym
  • 14.11.2009, 13:40h
  • Dieser Bischof aus Kasachstan wird für seine Äußerungen belohnt werden, wahrscheinlich in Form einer Beförderung. Für Joseph Ratzinger ist der (Selbst-)Haß auf Schwule DAS Lebensthema. Langsam hat sich herum gesprochen, dass man durch Äußerungen gegen Schwule in der katholischen Kirche unter Ratzinger Karriere machen kann.
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#6 LorenProfil
  • 14.11.2009, 13:46hGreifswald
  • Der Herr Bischoff spricht von Missbrauch.
    Ohne Zweifel sind die katholischen Geistlichen
    in nicht unerheblicher Zahl Experten auf dem Gebiet.
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#7 goddamn. liberalAnonym
  • 14.11.2009, 13:53h
  • Der Herr Bischof scheint ziemlich ungebildet zu sein.

    Leider haben sich die Herren im Vatikan wesentliche Monumente der 'Gay'-Kultur' in ihrem Museum unter den Nagel gerissen. Es gibt in den vatikan. Museen Statuen des Gottes Apoll und des zum Gott erhobenen Liebhabers des Kaisers Hadrian, Antinous. Auch die 'Sodomiterei' der Renaissance-Künstler Botticelli und Leonardo da Vinci ist aktenkundig (Bernd-Ulrich Hergemöller: Sodom und Gomorrah, S. 60f). Und Michelangelo, der Schöpfer von Petersdom und Sistina (sowie homoerot. Gedichten!), ist ebenfalls höchst verdächtig. Also, meine Herren: Her damit!
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#8 LorenProfil
#9 CarstenFfm
  • 14.11.2009, 14:08h
  • "Versuchen Sie einmal, als Nicht-Muslim eine Moschee zu besuchen"

    Ich habe in Istanbul viele Moscheen besucht... kein Problem.

    Vielleicht sollte man mal ein Kiss-In auf dem Petersplatz machen.
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#10 DuisburgAnonym
  • 14.11.2009, 14:16h
  • Also man merkt, dass dieser "Geistliche" keine Ahnung hat. Es ist überhaupt kein Problem als Nicht-Muslim eine Moschee zu besuchen. Selbst als Homosexueller ist es in Duisburg keine große Sache die DITIB-Merkez-Moschee (
    de.wikipedia.org/wiki/DITIB-Merkez-Moschee_(Duisburg))
    zu besuchen und auch mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Da scheint man wohl offener zu sein als manch katholischer "Führer" zugeben möchte...
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