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Interessierte Videokünstler können einen Entwurf für einen Kurzfilm einreichen, der ab nächsten Jahr in der Stele gezeigt werden soll.

Wie es die Konzeption des Mahnmals vorsieht, soll zwei Jahre nach der Einweihung des Denkmals für verfolgte Homosexuelle in der Nazi-Zeit im Berliner Tiergarten im Mai 2010 der in der Betonstele gezeigte Film ausgewechselt werden.

Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, die auch das gegenüberliegende Homo-Mahnmal betreut, hat dazu einen Ideenwettbewerb ausgerufen. Interessierte Video-Künstler können sich bis zum 9. Januar 2010 mit einem Entwurf an die Stiftung wenden. Der Film muss schwarz-weiß sein und darf maximal zwei Minuten dauern, eine "gleichgeschlechtliche Kussszene" ist auch vorausgesetzt.

Zur Konzeption des Denkmals gehört, dass der Film im Zweijahres-Rhythmus
gewechselt wird. Der Startfilm von 2008 zeigt zwei Männer. (nb/pm)

Youtube | Der bisherige Film zeigt zwei Männer beim Küssen


#1 MarekAnonym
  • 17.11.2009, 14:11h
  • Also ich finde den Film unglaublich romantisch, stilvoll und ansprechend. Von mir aus könnte der gerne bleiben...

    Aber ich finde es ja auch nicht so toll, dass der Film so versteckt im Inneren gezeigt wird. Damit sich nur ja keiner belästigt fühlt. So werden Opfer gleich wieder zu Opfern stilisiert.

    Schöner fände ich, wenn der Film für jedermann sichtbar außen gezeigt würde, damit man nicht drumrum kann es zu sehen. Genauso wie man das Denkmal für die ermordeten Juden ja auch nicht übersehen kann.
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#2 hugoAnonym
  • 29.11.2009, 19:35h
  • Dankenswerterweise veröffentlicht queer.de auch das erläuternde PDF-Dokument. Wer dort nachliest, kann immerhin feststellen, dass mit dem Wechsel des Videos die Geschichtsklitterung in die offizielle Erinnerungspolitik der Bundesrepublik Einzug halten soll:

    "Die Kritik, die durch eine Unterschriftenkampagne unterstrichen wurde, zielte auf die fehlende Repräsentanz
    lesbischer Verfolgter des Nationalsozialismus bei dem Entwurf des Künstlerteams." - So steht es im Text "Debatte um das Denkmal", der der Ausschreibung für das Video beigefügt ist.

    Da es eine Verfolgung von Lesben _wegen_ _ihres_ _Lesbischseins_ nicht gegeben hat, bedeutet diese Auslobung eine Verhöhnung der Verfolgten des Nazi-Regimes. Während auf der östlichen Seite der Ebertstraße der sechs Millionen ermordeten Juden gedacht wird, wird auf der Westseite an die Chimäre einer historisch nicht belegten angeblichen Lesbenverfolgung erinnert.

    Vgl.:
    freenet-homepage.de/schwule-geschichte/geschichte/g-legenden
    .htm
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