Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?11381

Auf der Karibikinsel Puerto Rico, einem Außengebiet der USA, ist es offenbar zu einem schweren Hassverbechen gekommen. Am Freitag wurde die Leiche des 19-jährigen George Steven Lopez Mercado auf einer verlassenen Straße in der Nähe seiner Heimatstadt Cayey gefunden. Die Leiche war teilweise verbrannt, der Kopf sowie beide Arme und Beine vom Körper getrennt.

Mitglieder der schwulen Community sind Medienberichten zufolge geschockt: Mercado sei in der Szene bekannt und beliebt gewesen. Entsetzen herrscht auch über den Chefermittler der Polizei, Angel Rodriguez Colon. Dieser hatte in den örtlichen Medien gesagt: "Menschen, die diesen Lebensstil leben, müssen damit rechnen, dass so etwas passiert."

Der Aktivist Pedro Julio Serrano von der Gruppe Puerto Rico Para Tod@s kritisierte, dass die Polizei damit dem Opfer die Schuld gebe, die Äußerung sei "undenkbar, unmoralisch und unethisch". Er und andere Aktivisten, darunter die Human Rights Foundation, forden eine Ablösung des Polizisten - und eine Ermittlung nach dem Gesetz zu Hassverbrechen, wie es kürzlich in den USA in Kraft getreten ist. Doch Gesetze aus den USA werden auf der Insel nur langsam und teilweise umgesetzt, aufgrund eines Hassverbrechens wurde dort noch nie ermittelt.

Hoffnung auf einen Einzelfall

Die Polizei hat eigenen Angaben zufolge noch keine Spur, ein überregionaler Sprecher nannte den Mord ein "abscheuliches Verbrechen, total krank". Mercado sei bereits am Donnerstag gestorben, weitere Details will die Polizei derzeit nicht bekannt geben. Man gehe von einem Verbrechen aufgrund von Homophobie aus.

Der Aktivist Pedro Julio Serrano sagte dem Medium "Primera Hora", bereits vor einigen Wochen sei ein junger Schwuler erstochen worden; die Hintergründe dieser Tat seien noch ungeklärt. "Ich hoffe, dass ist ein isolierter Fall."

Serrano spielt damit auf die Ängste der Szene an, die Geschichte des "Engels der Junggesellen" könnte sich wiederholen: In den 80ern hatte ein Massenmörder 27 schwule Männer auf Puerto Rico ermordet. Angel Maldonado Colón sitzt seitdem lebenslang im Gefängnis, ihm konnten drei Morden nachgewiesen werden. (nb)



#1 Maximilian CGNAnonym
  • 16.11.2009, 17:15h
  • "Der Aktivist Pedro Julio Serrano von der Gruppe Puerto Rico Para Tod@s kritisierte, dass die Polizei dem Täter damit die Schuld gebe, die Äußerung sei "undenkbar, unmoralisch und unethisch"."

    Was ist denn daran falsch, wenn der Täter, der dieses Verbrechen begangen hat, als Schuldiger von der Polizei benannt wird? Wie wird das denn sonst gehandhabt, dass es jetzt so einen Aufschrei gibt?

    Anm. d. Red.: Es muss natürlich heißen, dass dem Opfer die Schuld gegeben werde. Sorry.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 dreieckAnonym