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  • 17.11.2009           4       | | |

Puerto Rico: Verdächtiger gesteht

John A. Martínez wird wegen Mordes angeklagt
John A. Martínez wird wegen Mordes angeklagt

Ein 26-Jähriger hat den brutalen Mord an einen Schwulen gestanden. Er will den 19-Jährigen für eine Prostituierte gehalten haben.

Von Norbert Blech

Nach einem Verhör durch die Polizei hat der erst am Dienstag festgenommene John A. Martínez ein Geständnis abgelegt. Er sei am Freitag im Rotlichtbezirk von Caguas auf den jungen Studenten aufmerksam geworden, der als Frau verkleidet gewesen sein soll.

Der 26-jährige Arbeitslose, ein Vater von vier Kindern, habe sein Opfer, Steven Lopez Jorge Mercado, darauf in sein Haus eingeladen. Dort habe Mercado ihm sexuelle Avancen gemacht, sagte er laut "Primera Hora" aus. Als Martínez festgestellt habe, dass Mercado ein Junge ist, sei er wütend geworden, worauf Mercado versucht haben soll, ihn mit einem Messer zu drohen, angeblich um eine Bezahlung zu erpressen. Doch er habe ihm das Messer entreißen können und dann, quasi aus Notwehr, Mercado erstochen. Später habe er die Leiche in Teile geschnitten, teilweise verbrannt und schließlich an einer Straße abgelegt.

(Fortsetzung nach Anzeige)


Mord und Hassverbrechen?

Steven Lopez Jorge Mercado wurde offenbar erstochen
Steven Lopez Jorge Mercado wurde offenbar erstochen

Die Staatsanwaltschaft kündigte an, Martínez wegen Mordes anzuklagen. Auch solle das Gericht prüfen, ob ein Hassverbrechen vorliege. Ob die Aussagen stimmen, die zu einer Art Gay-Panic-Verteidigung führen könnten, sei noch nicht geklärt. Martínez selbst soll angegeben haben, bei einem früheren Gefängnisaufenthalt vergewaltigt worden zu sein und daher Homosexuelle zu hassen. Der Schwulenaktivist Pedro Julio Serrano sagte, nicht das Verhalten des Opfers, sondern der Täter müsse im Mittelpunkt eines Verfahrens stehen. Die Öffentlichkeit solle sich nicht von vermeintlichen Tataspekten wie Prostitution und Transsexualität davon ablenken lassen, dass ein abscheuliches Verbrechen verübt worden sei.

Die Polizei fand im Haus des Verdächtigen Medienberichten zufolge eine verbrannte Matratze und Blutspuren an der Wand, zudem zwei Messer und eine Perücke. Die Tatortuntersuchung der Polizei dauert an. Die Behörden bedankten sich bei der Gay Community der Insel für die Unterstützung bei der Aufklärung des Falles.


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Tags:  puerto rico   hassverbrechen 
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Reaktionen zu "Puerto Rico: Verdächtiger gesteht"


 4 User-Kommentare als Feed (RSS 2.0, ?)


Die ersten:   
#1
17.11.2009
22:27:25


(+7, 7 Votes)

Von Good ol friend

Da scheint sich ein rechtlich geschützter Weg zu etablieren, schwule Jungs und Männer wie den letzten Dreck zu behandeln oder sogar grausam zu ermorden.

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#2
17.11.2009
23:57:12


(+4, 4 Votes)

Von manon
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"Als Martínez festgestellt habe, dass Mercado ein Junge ist, sei er wütend geworden, worauf Mercado versucht haben soll, ihn mit einem Messer zu drohen, angeblich um eine Bezahlung zu erpressen."

Schon sehr seltsam, der Täter wird wütend, das Opfer greift angeblich nach einem Messer, ich frage mich wer da wohl aus Notwehr gehandelt haben mag. Ich kann nur hoffen, das diese "er hat mich bedrängt-Nummer" mal so langsam ein Ende findet.
Aber eine quasi Notwehr, nachdem das Opfer gar keine Waffe mehr hat spricht da schon Bände.
Widerwärtiger geht es kaum noch. Nur gut, das er nun einsitzt.

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#3
18.11.2009
07:53:15


(+4, 4 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar

gay-panic in der latinoversion ?
scheint auch der globalisierung zu unterliegen und sich auszubreiten.
merkwürdig, dass fast immer kräftige typen mit knasterfahrung in die "panic" getrieben werden, die dann ihre nicht mehr vorhandene "jungmännlichkeit" gegen eine schmächtige schwuppe in "notwehr" verteidigen müssen ?

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#4
18.11.2009
16:35:34


(+2, 2 Votes)

Von Klaus65
Profil nur für angemeldete User sichtbar

Na klar, er hat ihn in Notwehr erstochen, und ihn dann vor lauter Notwehr zerstückelt.
Wenn das kein Haßverbrechen war,was soll es dann sein.Ich hoffe das der Täter seine gerechte Strafe für diesen grausamen Mord bekommt, und nicht irgendeine juristische Trickserei ihn ungeschoren davon kommen lässt.

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