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Auf 1.200 Quadratmetern bekommt die Szene einen exklusiven Spielplatz. Die Anwohner sind nicht begeistert.

Von Carsten Weidemann

Es ist eine Mischung aus hellem Design-Darkroom und Schwulenpuff, der derzeit halb Zürich aufregt. Die "Golden Gay Spa & Wellness" soll in Kürze eröffnen, auf 1.200 Quadratmetern und drei Etagen verteilen sich drei Bars, mehrere Whirlpools, Dampfbäder, Saunas und sogenannte "Erotikzimmer". Und das in Edel: Marmor und goldene Tapeten begrüßen den Besucher.

Wer 99 Schweizer Franken (rund 65 Euro) zahlt, bekommt den Schlüssel zu einem von 100 "Garderobenkästli". Im Preis inbegriffen ist nicht nur die Nutzung der gesamten Badelandschaft, sondern der Gast bekommt auch Getränke und Snacks gestellt und darf ein "Erotikzimmers" mit Bett und eigener Dusche für 30 Minuten kostenlos nutzen.

Wer in dieser Luxus-Version einer Schwulensauna jedoch nicht den passenden Boy oder Mann findet, soll auch auf Escorts zurückgreifen können. In einem seperaten Bereich sollen sich fünf bis zehn Callboys aufhalten, der Eintritt dafür soll 250 Franken (rd. 165 Euro) betragen. Clubbetreiber Erich Brandenberger (46) sagte der Zeitung "20 Minuten", ein solcher Service sei in der Schweiz einmalig. Doch es ginge nicht nur um bezahlten Sex, vielmehr wolle er den Club auch als Ort für "einen Apéro mit Freunden" positionieren.

Ob das Geschäft aufgeht, wird sich zeigen müssen. Zürich hat eine große Schwulenszene, darunter zahlreiche Saunen. In denen ist allerdings Prostitution verboten.

Klagt die Nachbarschaft?

Das Gebäude in der Grubenstrasse 18 im Industriegebiet Binz hatte bereits zuvor ein Bordell behaust - für heterosexuelle Männer. Das "Exclusiv" schaffte es auch bereits als Streit in die Lokalpolitik. Zwei Gemeinderäte befürchteten, dass Verkehrslärm die Bewohner stören könnten. Doch der Stadtrat begründete laut "20 Minuten" die Bewilligung damit, dass sich die nächste Wohnzone weit genug von der Gewerbezone mit dem Bordell befinde.

Nun beginnt die Diskussion erneut. Ernst Hänzi, Präsident des Quartiervereins Wiedikon, sagte der Zeitung: "Andersartiges löst immer Ängste aus – vor allem wohnen in der Binz auch Familien mit Kindern". Da ein solcher Betrieb auch Lärm und Verkehr verursache, rechne er mit Klagen aus der Nachbarschaft.



11 Kommentare

#1 Blondes GiftAnonym
  • 18.11.2009, 16:22h
  • 65 EUR Eintritt für eine Schwulen-Sauna?

    Ich glaub, mein Schwein pfeift ...

    Wer da hin geht, ist selber schuld. Aber mit den doofen Schwucken kann man es ja machen, die sind auch bereit, jeden Preis zu zahlen.

    *kopfschüttelndab*
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#2 LorenProfil
#3 schwulenaktivist
  • 18.11.2009, 18:03h
  • Die Kinder sind - bei Homosexuellen besonders! - immer ein Argument gegen jegliche Art von Sexualeinrichtung. Dabei stellen sie bereits eigene Pics ins Internet...
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#4 Blondes GiftAnonym
  • 18.11.2009, 18:09h
  • Sagen wir mal so: Ich KÖNNTE mir einen solchen Besuch von Zeit zu Zeit leisten, wenn ich WOLLTE.

    Ich finde aber den Gedanken, so viel Geld für so wenig Gegenwert auszugeben, einfach absurd. Ich würde auch nicht für ein "gay-friendly"-Luxushotel Unmengen Kohle ausgeben, wenn es ein nettes Apartment (dessen Besitzer natürlich auch gerne schwul sein kann) für ein Drittel des Preises auch tut.

    Und wofür bitte brauche ich als Schwuler "Verrichtungszimmerchen"? Sex kann man immer und überall spontan haben. Solche eigenes dafür eingerichteten Räumlichkeiten sind doch nur peinlich.

    Was ich am besten finde, ist eine große Bar, wo man in erster Linie zum Quatschen und Trinken hingeht, wo es aber im Hinterzimmer auch mal heftig zur Sache gehen kann. Schön, schmutzig, anarchisch, heftig, geil. Oder man treibt es am besten gleich nebem dem Tresen, damit die anderen auch etwas davon haben ...
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 AxelAnonym
#7 bananasEhemaliges Profil
  • 18.11.2009, 21:52h
  • Antwort auf #3 von schwulenaktivist
  • Kinder werden immer vorgeschoben. Im letzten Jahr, als es die "Darkroom-Diskussion" in Zürich gab, konnten die Züricher Behörden auch nur sehr schwer davon überzeugt werden, daß Eltern mit Kindern, überhaupt nicht die Absicht haben, solche Örtlichkeiten zu besuchen. Irgendwann haben es dann die Behörden wohl auch begriffen. Ich fand das so affig.
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#8 Liedel
  • 19.11.2009, 02:05h
  • genau @ Gift

    Schön, archaisch und geil pimpern könnte ich vor/mit der Klientel, welche für so'n Gedöns 65 € hinschmeisst, erst gar nicht!

    Gut, dass Berlin in dieser Hinsicht so unkompliziert ist So, liebe Provinzschwuppen, jetzt dürft ihr wieder eifrig geifern
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#9 Alt-MoabiterAnonym
  • 19.11.2009, 11:46h
  • Antwort auf #8 von Liedel
  • Naja, aber immer nur im Dreck und mit Ketamin zugedröhnt, in einem Tanztempel nahe Ostbahnhof, kann man mal eine gewisse Zeit machen,ist auch geil, aber auf Dauer, naja... Ausserdem betrifft es eh nur die ältere Klientel.
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#10 RabaukeAnonym
  • 19.11.2009, 17:48h
  • Mal ehrlich: Wer es will, sichleisten kann.....salop gesagt, so "blöde" ist und sein Geld so auf den Kopf kloppt, ist selber Schuld. Anders gesagt: Warum denn eigentlich nicht? Es gibt auf der Welt tausende von "Heterobordellen" oder "Knallschuppen". Warum denn Bitteschön nicht auch für Homo´s? Die Idee ist keine schlechte! Bleibt nur am Ende zu denken, welche "Stange" Geld es kostet und wer sich es leistet, leisten kann?
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