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Eine Transsexuelle, die im Mittelpunkt einer Politik-Affäre steht, wurde in ihrer Wohnung verbrannt aufgefunden.

Von Norbert Blech

Wie italienische Medien berichten, hat die Politik-Affäre um den italienischen Oppositionspolitiker Piero Marrazzo ein neues Ausmaß angenommen: in Rom wurde die verbrannte Leiche der transsexuellen Brenda in ihrer Wohnung gefunden. Die Polizei hat Ermittlungen werden Mordverdachts aufgenommen. Wie es zu dem Brand am frühen Morgen gekommen ist, ist noch unklar.

Vor einem Monat musste der 51-jährige Marazzo zurücktreten, nachdem er wegen Kokain-Konsums und Sex mit Transsexuellen unter Beschuss geraten war. Vier Polizisten hatten den Politiker der Demokratischen Partei heimlich gefilmt und mit einer Veröffentlichung der Bilder gedroht, sollte er nicht 80.000 Euro zahlen. Die Polizisten sind inzwischen verhaftet, Marazzo trat als Gouverneur der wichtigen Region Latium zurück und will die Politik verlassen. Er sagt, das Video sei eine Fälschung, hat aber Affären mit Transsexuellen zugegeben. Marrazzo ist verheiratet und hat drei Kinder.

Brenda war in den vergangenen Tagen mehrfach von der Polizei befragt wurden; es wird davon ausgegangen, dass sie und eine andere Transsexuelle, Natalie, an der Affäre beteiligt sind. Medienberichten zufolge sei Brenda in der Vergangenheit mehrfach auf offener Straße angegriffen und ihr Handy gestohlen worden. Ein Freund sagte, sie habe sich depressiv gefühlt und Gedanken an Selbstmord gehabt, eine andere Transsexuelle berichtet, Brenda wollte sich nach Brasilien absetzen. Die Polizei berichtet, in der Wohnung hätten sich gepackte Koffer gefunden.

Italienische Medien spekulieren, Brenda sei zum Schweigen gebracht worden, weil sie Kontakte zu weiteren Prominenten gehabt hätte. Die Transsexuelle selbst hat angegeben, zu Marrazzo nie Kontakt gehabt zu haben. Dessen Anwalt sprach am Nachmittag von einem tragischen Wendepunkt und forderte Polizeischutz für Natalie.

Brenda ist bereits das zweite Todesopfer rund um den Skandal. Im September ist Gianguarino Cafasso an einer Überdosis Koakin gestorben, laut der Zeitung "Repubblica" ein römischer Zuhälter vieler Transsexueller. Er soll das Video gedreht haben, auf dem Brenda und der Politiker Marrazzo gemeinsam zu sehen sein sollen.



33 Kommentare

#1 LorenProfil
#2 axelAnonym
#3 UdoAnonym
  • 20.11.2009, 19:17h
  • Und was passiert mit dem Schädel ?

    Am Dezember 2007 gab das Kriminalmuseum Frankfurt nach Zustimmung durch die Frankfurter Staatsanwaltschaft den bisher dort zu Lehr- und Lernzwecken aufbewahrten Schädel der Toten frei, der am 10. Februar 2008 in ihrem Grab auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof beigesetzt wurde.

    de.wikipedia.org/wiki/Rosemarie_Nitribitt
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#4 Ciao BellaAnonym
#6 KameliendameEhemaliges Profil
  • 20.11.2009, 23:11h
  • Ich finds einfach nur schrecklich...
    So ein Ende sollte niemand haben...

    Leider überascht einen in Italien wirklich gar nichts mehr. Das Land ist ein einziger mafiöser Sumpf.
    Und der größe Verbrecher von allen ist Ministerpräsident.
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#7 gatopardo
  • 21.11.2009, 10:49h
  • Antwort auf #6 von Kameliendame
  • Gut, wir ahnen, welch ein Sumpf sich in Italien auftut. Aber um Ursachen und Wirkung zu analysieren, bedarf es eingehender Studien. Es sei z.B. nur kurz daran erinnert, wie sich ein ital. Macho grundsätzlich zu verhalten hat, um auf gar keinen Fall als schwul zu gelten. Da geht ein homosexuell empfindender Zeitgenosse von Rom bis Palermo eher zu einer möglichst noch nicht operierten Transsexuellen, um als "normal" zu gelten. Ich erinnere mich an lange Schlangen vor "einschlägiger" Adresse in Neapel, wo es in dieser Millionenmetropole kaum schwul-lesbische Clubs gibt. Das rechtsradikale und nationalkatholische heuchlerische Umfeld macht es möglich, wenn nicht notwendig. Mit Verblüffung erfahren wir immer wieder durch die Medien, wie sich ital. Politiker jeglicher Richtung aus ihrer Verantwortung in einem Land stehlen, wo schwere Verbrechen auch von der Bevölkerung oft als Kavaliersdelikte hingenommen werden.
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#8 antos
#9 hwAnonym
#10 gatopardo
  • 21.11.2009, 17:18h
  • Antwort auf #8 von antos
  • "Andiamo, le signorine van a mangare..." und der himmlische Nuttenauflauf wurde von der gestrengen Gouvernante beendet. Man erinnert sich wehmütig an Fellini, der wie kein anderer das Rotlichtmilieu in einem Mittelmeerland beschreiben konnte.
    Woher weisst Du übrigens, dass man "magdalenas" (ich kenn´die nur auf spanisch) in romanischen Ländern in den Tee oder Kaffee tunkt ?
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