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  • 23. November 2009, noch kein Kommentar

Mit "19" zieht die französische Sängerin nach rund 25 Jahren Showgeschäft und 16 Millionen verkaufter Alben Bilanz.

Von Jan Gebauer

Patricia Kaas blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück: Zuerst das für sie mittelmäßige Abschneiden beim Eurovision Song Contest (ESC), Platz 8 mit dem schwermütigen Chanson "Et s'il fallait le faire", danach das neue Album "Kabaret", gefolgt vom ersten Teil ihrer Tournee und schließlich im frühen die passende Live-CD/DVD. Nun gibt es pünktlich zum Weihnachtsgeschäft eine Best-of mit dem Titel "19 par Patricia Kaas". 19 Lieder aus der knapp 25-jährigen Karriere der Kaas, die 1985 begann als der Schauspieler Gérard Depardieu sie entdeckte. Heute eine mehr oder weniger vergessene Anekdote ihrer Erfolgsgeschichte.

Noch im gleichen Jahr erschien die erste Single "Jalouse", die allerdings floppte und heute ein begehrtes Sammlerstück ist. Erst das legendäre "Mademoiselle chante le blues" sollte die Wende bringen, das dazugehörige Album "Mademoiselle chante..." brachte vier weitere Hitsingles hervor, darunter "D'Allemagne" und "Mon mec à moi", die auf "19" in Live-Versionen enthalten sind. Auf der Bühne ist die Frau ohnehin am stärksten, darum macht das durchaus Sinn.

Mit ihrem dritten Album "Je te dis vous" (1993) gelang der Kaas auch im deutschsprachigen Raum der absolute Durchbruch. "Il me dit que je suis belle" wurde ihr größter Hit und gehört auch heute noch den beliebtesten Chansons in ihrem Live-Repertoire. 1997 folgte mit der brillanten Diane-Warren-Komposition "Quand j'ai peur de tout" (die Sugababes machten daraus "Too Lost in You") ein weiterer Höhepunkt. Alben wie "Dans ma chair" (1997) und "Le mot de passe" (1999) setzten ihre Erfolgsserie konsequent fort. Die CD "Piano Bar" (2002) mit modernen, teils kühl elektronischen Versionen bekannter Chansonklassiker und das ungewohnt rockige Werk "Sexe forte" (2003) verkauften sich zwar solide, brachten aber keine Hits mehr hervor.

Danach pausierte die Kaas längere Zeit, erst "Kabaret" und der publikumswirksame Auftritt beim ESC brachten sie zurück. Kommerziell gesehen blieb das Werk weit hinter den Erwartungen zurück - vor allen Dingen in ihrer Heimat. Also volle Flucht nach vorne - eine Veröffentlichung jagt die nächste und vorliegende CD bietet einen spannenden Querschnitt durch die reichhaltige Karriere einer der stimmgewaltigsten Sängerinnen Frankreichs. Für die deutschen Fans besonders interessant: "Unter der Haut", mit Erkan Aki, und "Herz eines Kämpfers", von Peter Plate geschrieben. Leider gibt es keine neuen Lieder - einziges Manko der Veröffentlichung.