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Mit der neuen CD "Goodbye Michelle", geschrieben und produziert von Kristina Bach, will sich die Schlagersängerin endgültig verabschieden.

Von Jan Gebauer

Pleiten, Pech und Pannen: Schlagersängerin Michelle (37) ist nun doch zurück, nachdem sie vor fast drei Jahren eigentlich angekündigt hatte, dass das "Projekt Michelle" beendet sei. Das kürzlich erschienene Album "Goodbye Michelle" soll nun ein letztes Dankeschön an ihre Fans sein: Das letzte, aber auch allerletzte musikalische Lebenszeichen der umstrittenen Sängerin, die in den letzten Jahren hauptsächlich mit Negativschlagzeilen für Aufsehen sorgte: Ein gescheiterter Disco-Ausflug mit neuem Namen ("Tanja Thomas"), danach der Nervenzusammenbruch inklusive wenig glaubwürdigen Karriererücktritt, schließlich die Privatinsolvenz (Schuldenberg um die 500.000 Euro) und zuletzt der Tod der Mutter und eine Fehlgeburt.

Für das tränenreiche Abschiednehmen unterschrieb sie einen neuen Plattenvertrag und heuerte ihre Kollegin Kristina Bach an, die Anfang der 90er Jahre die unbekannte Tanja Hewer entdeckte, zu ihrer Förderin wurde und letztlich das "Projekt Michelle" startete. Ein groß angekündigter - der aufmerksame Leser ahnt es schon, letzter - Vollplayback-Auftritt bei Florian Silbereisens "Das Herbstfest der Volksmusik" sollte zudem die Verkäufe ankurbeln. Mission erfüllt: Der Einstieg in den Top-10 der deutschen Charts glückte!

Weitere musikalische Auftritt sind bislang nicht geplant, dafür Auftritte in Talkshows. Ob sie wirklich für immer von der Bühne abtritt ist fraglich. Immerhin hat die Sängerin mit "Goodbye Michelle" ein nahezu perfektes Schlageralbum vorgelegt, dass sämtliche Facetten der Sängerin ausspielt: Große, emotionsgeladene Balladen wie "Nur noch dieses Lied" und "Goodbye Michelle", glamouröser Disco-Fox mit "Gegen tausend Wände" und "Reise durch die Zeit", ein Tribut an ihre im vergangenen Jahr verstorbene Mutter ("Die Flügel meiner Ma") und mutmachende Lieder wie "Gefallener Engel" und "Phoenix aus der Glut" lassen die Michelle abseits aller Skandälchen im besten Licht erstrahlen. Nur das Tribut für ihre jüngste Tochter "Hallo hallo kleine Fee (für meine Mia)" wirkt etwas albern.

In einem ihrer letzten Interviews äußerte sich Michelle nachdenklich über ihre wechselhafte Karriere: Sie habe im Showgeschäft gelernt, dass sie eben nicht die typische saubere Schlagersängerin aus der reinen Schlagerwelt sei, sondern ein Mensch mit Höhen und Tiefen, so die 37-Jährige gegenüber dem Schlagermagazin "Meine Melodie". "Ein Engel, der hinfällt, sich dabei einen Flügel bricht, aber trotzdem aufsteht und weitergeht." Denn wichtig sei vor allem, sich nicht unterkriegen zu lassen. "Heute weiß ich: Das Leben hält viel Glück für mich bereit", verrät Michelle ihre Lebensphilosophie. "Das Schicksal mutet mir nur so viel zu, wie ich tragen kann."



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