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Der Busen von Janet Jackson ist in den Staaten noch immer nicht vergessen. Nun schockt der schwule Sänger Adam Lambert die Konservativen mit einem gespielten Blowjob.

Von Norbert Blech

Es ist jetzt schon fünf Jahre her, als ein versehentlicher oder geplanter Kurz-Auftritt des Nippels von Janet Jackson die amerikanische Bevölkerung spaltete. Hat das US-Fernsehen nach "Nipplegate" nun seinen nächsten Moral-Skandal? Die ersten Konservativen beschweren sich jedenfalls bereits über den Auftritt von Adam Lambert bei den "American Music Awards" vom Sonntag. Schwule Blogger hingegen beklagen einen miserablen Song.

Der 27-Jährige Sänger und Schauspieler ist durch die Teilnahme an "American Idol" in den USA bekannt geworden, bei dem TV-Gesangswettbewerb wurde er in diesem Jahr Zweiter. Während des Wettbewerbs waren nach und nach Fotos aufgetaucht, wie er unterschiedliche Männer küsste (sie schafften es selbst in konservative "Nachrichtensendungen" etwa bei Fox News, was schnell zu Spekulationen führte, ob er die Show ohne die Gerüchte über seine sexuelle Orientierung gewonnen hätte). Kurz nach Ende des Finales outete er sich im "Rolling Stone" als schwul. An diesem Montag erscheint in den USA sein Debüt-Album "For your entertainment".

Simulierter Blowjob live im TV

Mit einer "Gaderoben-Fehlfunktion" wie im Fall Janet Jackson wird sich der Auftritt von Adam Lambert jedenfalls nicht erklären lassen, eher mit Promotion und vielleicht auch Entertainment. Lamberts live übertragene Darbietung der Single "For your entertainment" verzichtete jedenfalls nicht auf S/M-Anspielungen, einen simulierten Blowjob, Berührungen in eigener und fremder Schrittgegend und einen Kuss mit dem androgynen Keyboard-Player. In einer späteren Austrahlung verzichtete der Sender ABC auf die Blowjob-Szene.

Youtube | Der Auftritt von Adam Lambert. (zensierte Version mit besserer Qualität)

Kontrovers und sexy?

Das schwule Blog "Unzipped" schreibt zu dem Auftritt: "Dankenswerterweise wird sich niemand an die Musik erinnern, was eindeutig der Sinn der Perfomance war." Jemand, der sehr hart versuche, sowohl kontrovers als auch sexy zu wirken, sei vielleicht beides nicht. Auch das Blog "Queerty" sah in dem Auftritt Lamberts schlechteste Performance, was ausdrücklich nur ein Urteil über den Gesang sei. Konservative Blogger beschwerten sich dagegen über den "Verfall von Moral" und forderten zu Beschwerden bei der amerikanischen Medianaufsicht FCC auf.

Bei der Show trat übrigens auch Janet Jackson auf, ohne Skandal. Dafür kam noch Lady-Gaga in einem futuristischen Nackt-Kleid auf die Bühne.



24 Kommentare

#1 HolliWupAnonym
  • 23.11.2009, 19:19h
  • naja ... so langsam wird man müde, dieses prüde und heuchlerische Amerika zu kommentieren ....
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 gatopardo
  • 23.11.2009, 22:50h
  • Antwort auf #1 von HolliWup
  • Ja das denke ich auch. Es wird zusehends ermüdender, sich über diese albernen Heuchler in Übersee aufzuregen. Sollen sie sehen, dass sie mit sich selber fertig werden, denn da haben sie noch viel zu tun.
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#4 Aramis
  • 23.11.2009, 23:30h
  • Der Song ist grauenvoll und die Perfomance unterirdisch... da hilft auch keine angedeutete Fellatio mehr... es bleibt billig...
    Aber bestimmt wird es sich verkaufen...
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#5 KT_77
  • 24.11.2009, 01:25h
  • Ich muss sagen, mich überzeugt weder der Mann noch die Musik. Und dass bei solchen Bühnenshows heutzutage oft mit verschiedenen sexuellen Anspielungen gearbeitet wird, sollte doch wohl eigentlich nichts Neues sein, oder habe ich da jetzt sehr viel verpaßt?

    Aber das ist wohl Amerika, ich glaube, das muss keiner verstehen.
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#6 AntichristProfil
#7 alexander
  • 24.11.2009, 08:54h
  • # 5. KT_77
    du schreibst, dass mit sexuellen anspielungen heutzutage gearbeitet wird ? das gab es schon vor 50 jahren auf der bühne, z.b. stones, james brown, später michael jackson usw..
    nur in den "anfängen" sollte damit noch eine protesthaltung demonstriert werden, heute sind selbst diese anspielungen zur "hülse" und kommerz verkommen.
    janet jackson hat mit sicherheit einen wohlgeformten busen, trotzdem hat vor 4 jahren eigentlich kaum einer von den nippels notiz genommen, ausser den medien.
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#8 maaartinAnonym
  • 24.11.2009, 10:26h
  • wär nicht die erste pop-hupfdole, die mangelndes talent mit skandälchen wett macht. madonna wurde auch nicht wegen ihrer tollen musik bekannt.
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#9 LorenProfil
  • 24.11.2009, 13:12hGreifswald
  • Stimme und Song sind -ums mal freundlich zu sagen- gewöhnungsbedürftig. An die Heuchelei in den
    USofA (und nicht nur da) werde ich mich hingegen nie gewöhnen können.

    P.S. Obwohl, vielleicht könnte Patrick Lindner sich
    Anregungen bei diesem Auftritt holen, wenn er demnächst seinen neuen Song "Gefühl ist eine Achterbahn" in irgendeinem Musikantenstadl "per-
    formt", enthält dieser doch so denkwürdige Zeilen
    wie: "Hab im Traum nie dran gedacht/Dass es noch
    sowas gibt/Irgendwie ganz hilflos sein/Und das geht
    ganz tief hinein." Ein Schelm, wer Böses dabei denkt . Aber wie komme ich nur von Adam auf Patrick?
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#10 Good ol friendAnonym
  • 24.11.2009, 13:17h
  • Antwort auf #4 von Aramis
  • Warum sollen immer nur Heteros "billig" sein?

    An der manischen Übermacht heterosexistischer Darstellungen,

    an der grotesk ungleichen Darstellung von Männern und Frauen in den kommerziellen Medien und in der nicht weniger reaktionären "Pop"-Industrie,

    in der man auch heute nicht offen schwul sein soll
    (siehe meinen Link aus einem anderen Thread:

    www.advocate.com/article.aspx?id=43707
    )

    wird das nur wenig ändern.
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