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  • 24.11.2009           52       | | |

Schwule Spitzenreiter bei HIV-Neuinfektionen

72% der HIV-Neuinfektionen gehen auf schwule Sexkontakte zurück, nur 20% auf heterosexuelle - Quelle: Eurocreme
72% der HIV-Neuinfektionen gehen auf schwule Sexkontakte zurück, nur 20% auf heterosexuelle
Bild: Eurocreme

Fast drei von vier HIV-Neuinfektionen im Jahr 2009 in Deutschland gehen auf ungeschützten Sex zwischen Männern zurück. Dies geht aus den aktuellen Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RIK) in Berlin hervor.

Insgesamt haben sich in diesem Jahr rund 3.000 Menschen neu mit HIV infiziert, so der am Dienstag vorgestellte Bericht - 72 Prozent davon über homosexuelle Kontakte.

Immerhin ist die Zahl der HIV-Neuinfektionen seit etwa zwei Jahren stabil. Allerdings war die Lage Anfang des Jahrzehnts schon besser: 2001 wurden noch 500 Fälle nach Sex zwischen Männern diagnostiziert, bis 2007 verdreifachte sich die Zahl. Dennoch steht Deutschland besser da als die meisten anderen Länder: Nach den kürzlich von der Weltgesundheitsorganisation WHO und UNAIDS veröffentlichten Zahlen gibt es hierzulande sogar die niedrigste Neuinfektionsrate in Westeuropa.

(Fortsetzung nach Anzeige)


Der neue Gesundheitsminister Philipp Rösler wertete die RIK-Prognose als "kleinen Erfolg": "Der Weg des Bundesministeriums für Gesundheit, Prävention und Aufklärung zu fördern, ist richtig", sagte der FDP-Politiker: "Aber wir müssen gemeinsam mit unseren Partnern weiterhin hart daran arbeiten, die Zahl der Neuinfektionen zu senken."

Rösler bekannte sich zur im Oktober 2008 gestarteten Kampagne "Ich weiß was ich tu" (IWWIT) der Deutschen Aids-Hilfe, die sich explizit an Männer richtet, die Sex mit Männern haben. "Mit der Kampagne soll u.a. das Bewusstsein und das Wissen über HIV/AIDS und wirksame Schutzmaßnehmen erhöht werden", heißt es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums.

Das Robert-Koch-Institut betont, dass es nach wie vor wichtig sei, HIV früh festzustellen, um Aids nicht erst ausbrechen zu lassen: "Aids ist heute eine weitgehend vermeidbare Komplikation einer HIV-Infektion. Um Aids-Erkrankungen zu vermeiden, muss eine HIV-Infektion aber rechtzeitig diagnostiziert und konsequent behandelt werden", schreiben die Wissenschaftler. Derzeit bricht Aids in Deutschland jedes Jahr bei mehr als 1.000 Menschen aus. (cw)

Links zum Thema:
Den RKI-Bericht als PDF downloaden
Homepage der IWWIT-Kampagne

Voting: Trägst du die Rote Schleife zum Welt-Aids-Tag? (Ergebnis)


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Tags:  aids   hiv-neuinfektionen   robert koch institut   iwwit 
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Reaktionen zu "Schwule Spitzenreiter bei HIV-Neuinfektionen"


 52 User-Kommentare als Feed (RSS 2.0, ?)

S.  1  2  3  4  5  6
Die ersten:   
#1
24.11.2009
17:45:05


(0, 6 Votes)

Von Jugend 09

Homosexualität = gesellschaftlicher Tod

(Das Internet als empirische Datensammlung - sollte man intensiver nutzen!)


Link zu www.med1.de



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#2
24.11.2009
18:04:26


(+4, 8 Votes)

Von schwulenaktivist
Aus Basel (Schweiz)
Mitglied seit 27.03.2009

Es ist ein Elend mit diesem Titel! Nicht jeder Sexualkontakt zwischen Männern findet mit Schwulen statt! Wenn Ihr so titelt, fühlen sich viele Männer nicht betroffen! Es wird mehr schwuler Sex zwischen Männern gemacht, die sich nicht als schwul bezeichnen!!!

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#3
24.11.2009
18:20:39


(+4, 4 Votes)

Von darkon
Aus FFM (Hessen)
Mitglied seit 08.08.2008

Ohne die Probelmatik HIV irgendwie verharmlosen zu wollen:

Wieder mal eine komplett sinnlose Aussage die aus den Daten erfunden wird.

Da sich "Heterosexuelle" weniger häufig einfach mal so auf Verdacht testen lassen kann man über die Neuinfektionen bei Heten bestenfalls Vermutungen anstellen (auch "Raten" genannt).

Diese Auslegung der jährlichen Statistik würde erst dann Sinn machen, wenn dafür nach anerkannten Regeln der Statistik bei allen Personengruppen Tests gemacht werden würden.

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#4
24.11.2009
21:30:00


(+9, 11 Votes)

Von goddamn. liberal

Antwort zu Kommentar #1 von Jugend 09:
Und allüberall tönt es:

"Du sollst nicht sein!"

Warum soll sich die 'schwule Sau' da nicht selbst zur Schlachtbank (Suizid, Suchtverhalten, unsafes Sexualverhalten etc.) begeben?

Die Frage kann man übrigens auch bezüglich anderer sozial marginalisierter Menschen stellen, die als unwertes Leben stigmatisiert werden und dann z. B. gerne zur Flasche greifen....

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#5
24.11.2009
22:00:54


(+5, 7 Votes)

Von prediger

im bericht des RKI ist nicht, wie es hier im artikel heißt, von 3000 neuINFEKTIONEN die rede, sondern von 3000 neuDIAGNOSEN. darüber, wann die infektionen konkret stattgefunden haben, sagt die zahl der neudiagnosen zunächst noch nichts aus. diese unterscheidung ist u.a. deshalb wichtig, weil die zahl der neudiagnosen z.b. auch bei gleichbleibender infektionsrate ansteigen kann, wenn sich im verhältnis zum vorjahr mehr menschen testen lassen (was in dem fall eher ein gutes zeichen für die präventionsarbeit wäre und kein schlechtes).

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#6
24.11.2009
22:44:37


(-8, 10 Votes)

Von Justin84

Auch wenn es hart klingt: Man muss allerdings auch sagen, dass es zu 95 % der Neuinfizierten (zumindest in Deutschland) die Richtigen trifft!

Wer Geschlechtsverkehr mit wechselnden Geschlechtspartnern hat, darf sich nicht wundern, wenn er relativ schnell eine Geschlechtskrankheit hat.

Wenn dann auch noch auf Verhütung vollkommen verzichtet wird und die Geschlechtskrankheit HIV heißt, sollte doch spätestens dann das Gehirn einschalten.

Bei sehr sehr vielen ist das allerdings nicht der Fall! Jeder sollte überlegen, ob es wert ist, wegen ein paar mal Spaß sein ganzes Leben und das Leben von anderen zu versauen!

Ob nun als schwul geoutet oder nicht ist dabei doch eigentlich egal!

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#7
25.11.2009
09:37:47


(+4, 8 Votes)

Von Blondes Gift

Antwort zu Kommentar #6 von Justin84:
@ Justin84:

Das ist sehr undifferenziert gedacht, Justin.

Heute abend werde ich versuchen, dazu mehr zu schreiben ...

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#8
25.11.2009
10:40:31


(+5, 9 Votes)

Von MIZ

Justin84, Deine Bemerkungen sind ziemlich daneben. An Deiner Stelle würde ich vielleicht noch einmal die Worte überdenken und mich dann ggf. entschuldigen!
Niemand hat eine schwere, chronische Krankheit "verdient". Was Du schreibst ist in höchstem Maße menschenverachtend.
Schöne Grüße zum Welt-AIDS-Tag, wo wir die rote Schleife als Zeichen der Solidarität tragen!

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#9
25.11.2009
12:56:26


(+4, 6 Votes)

Von schwulenaktivist
Aus Basel (Schweiz)
Mitglied seit 27.03.2009

Wer von den wechselnden Partnern auf die Häufigkeit einer Infektion schliesst, hat die Moral im Kopf aber nicht die Prävention! Wie oft schon haben sich Paare angesteckt, nur weil einer von beiden "schnell mal" einen Seitensprung gemacht hat - wie die meisten Heteros auch! Aber "treue Paare" können sich ja angeblich nicht anstecken. Hört mal auf Papst in Afrika zu spielen! ts

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#10
25.11.2009
13:25:04


(-2, 4 Votes)

Von Justin84

Antwort zu Kommentar #9 von schwulenaktivist:
Wenn sich beide bei Beginn der Beziehung auf ALLE Geschlechtskrankheiten haben prüfen lassen, können sich "treue Paare" tatsächlich nicht anstecken. ;o)

In der Regel bekommt der Partner aber mit, dass der andere fremdgegangen ist und bei einer funktionierenden Beziehung kommt sowas ohnehin nicht vor.

Oft wissen aber beide Partner, dass sie im Prinzip nicht 100% happy miteinander sind und machen dann lieber eine Offene Beziehung anstatt gar keine zu haben. Wer dann sagt, man könne nichts dafür, wenn man sich bei sowas ansteckt....

Man kann auch was dafür, wenn man sich einen Partner aussucht, der offensichtlich fremdgeht.

(Offene Beziehung und Sexdates kommen nunmal zwischen Männern deutlich häufiger vor als zwischen Mann und Frau. Wobei da auch viele Männer dazu zählen, die verheiratet sind und somit sich selber nicht als "schwul" bezeichnen würden. )

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