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Du hast noch nie einen analen Orgasmus erlebt? Dann wird es höchste Zeit, einmal deine Prostata mit dem Finger zu erkunden.

Von Dennis Klein

Was nicht alle wissen: Mann muss nicht immer den Schwanz rubbeln, um abzuspritzen. Der anale Orgasmus unterscheidet sich deutlich vom genitalen Orgasmus: Das Beben, Zittern und Explodieren findet nicht am Schwanz, sondern im Inneren statt. Und die Geilheit schwindet danach auch nicht gleich wieder: Viele Männer haben erst nach einem analen Orgasmus richtig Lust, auch mit dem Schwanz zu kommen.

Der dafür verantwortliche Glücksbringer heißt Prostata und gilt als der männliche G-Punkt. Dabei handelt es sich um eine kastaniengroße, etwa 30 Gramm schwere Drüse, die auch im Tantra, der altindischen Liebeskunst, seit Ewigkeiten eine entscheidende Rolle spielt. Sie ist ungefähr fünf Zentimeter tief im Anus angelegt, in Richtung des Bauchraumes.

Um die Prostata zunächst einmal mit dem Finger zu erkunden, benötigt man etwas Gleitmittel. Die eigenen Fingernägel oder die des Partners müssen kurz sein und dürfen keine scharfen Kanten haben. Wenn man da auf Nummer sicher gehen möchte, nehme man einen Gummihandschuh, wie sie auch Ärzte für die Prostatauntersuchung nutzen. Aber bitte nicht diese großen, unförmigen Abwasch- oder Gartenhandschuhe!

Vor dem Eindringen in den Anus sollte man darauf achten, ob man bereits eine Weile zuvor Stuhlgang hatte, damit es nicht zu unangenehmen Begegnungen kommt. Wer sich nicht sicher ist, ob er auch von innen sauber genug ist, der kann mit einer Darmspülung nachhelfen. In Sexshops gibt es kleine Pumpen mit einer Einfüllspitze, mit der man etwas warmes Wasser in den Darm spritzt. Nach ein paar Minuten setzt der Drang ein, sich zu entleeren – und danach ist man wirklich frisch im Schritt. Auch die Blase sollte man vorab noch mal leeren. Denn es kann bei der Prostatamassage schon mal zum Gefühl des Harndrangs kommen. Den kann man dann ignorieren. Oder es lustvoll laufen lassen …

Am bequemsten ist das Lustzentrum auf dem Rücken mit angewinkelten Beinen liegend zu ertasten. Die Wonnefahrt beginnt an der Stelle zwischen After und Hodensack, dem Damm. Dort kann man mit der sanften Massage beginnen. Die Region ist hochsensibel, die Prostata liegt nahe des Damms im Inneren. Vom Damm wandern die Finger hin zur Rosette. Das Eindringen des Fingers funktioniert einfach, wenn man genügend Gleitgel nutzt und es schafft, entspannt zu bleiben. Möglicherweise ist der Schließmuskel störrisch und will sich partout nicht öffnen. Dahinter steckt aber nur die Angst oder Unsicherheit, die einem das Gehirn signalisiert. Mit etwas Meditation oder einfach netten erotischen Gedanken lässt sich diese Hemmung aber umgehen.

Der Finger muss nun die Prostata finden. Zur Orientierung sei noch mal erinnert: Sie befindet sich im Inneren hinter den Hoden auf der Höhe des Damms, wo wir unsere Massagereise gerade begonnen haben.

Etwa fünf bis sieben Zentimeter in der Tiefe wird man mit dem Finger auf die Darmwand stoßen. Die Vorsteherdrüse, wie die Prostata auch genannt wird, liegt am unteren Ende der Harnblase, die sich leicht schwammig anfühlt. Wenn man einen leicht runden Wulst ertastet und danach etwas tiefer geht, sind wir am Ziel. Wenn der Partner auf der Suche ist, kann man ihn dirigieren, denn man spürt durch den sofortigen Anstieg der eigenen Lust, wenn die Prostata getroffen wurde. Die Fingerspitze kann nun mit leicht kreisenden Bewegungen und sanftem Druck mit der Massage beginnen. Nutzt man zwei Finger, lässt sich die zu massierende Fläche vergrößern, indem man die Drüse quasi in die Zange nimmt.

Dabei kann es passieren, dass es zum Samenerguss kommt, ohne dass man einen Orgasmus erlebt oder eine Erektion hat. Das ist normal, denn die Prostata erledigt damit ihren eigentlichen Job. Sie rührt mit ihren Sekreten und den Spermien aus den Hoden das Sperma zusammen, das man mit der Ejakulation ausstößt. Das passiert vor allem dann schon mal, wenn man diese Massage nicht gewohnt ist…



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13 Kommentare

#1 Good ol friendAnonym
  • 26.11.2009, 11:58h
  • Gehört in jede objektive Sexualaufklärung, in der ja auch der weibliche G-Punkt inzwischen selbstverständlich behandelt wird.
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#2 PierreAnonym
  • 26.11.2009, 19:36h
  • Ich habe diesen G-Spot weder bei mir noch bei anderen entdeckt.
    Wenn das der phantasiereiche Grund zur Begründung der After-Bohrerei sein soll, dann ist das ziemlich billig und hat mit Sexualaufklärung nichts zu tun.
    Das alles scheint derart erregend zu sein, so dass bei 90% aller Pornodarsteller, die der passive Part sind, die männliche Pracht zwischen den Beinen in sich zusammen fällt.
    Und die verzerrten Gesichter zeugen wohl nicht von sexueller Erregung, sondern von beißendem Schmerz.
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#3 AquadrahtEhemaliges Profil
#4 Good ol friendAnonym
#5 LorenProfil
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 Captain KirkAnonym
  • 27.11.2009, 03:14h
  • Der Weltraum - unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des neuen Raumschiffs Enterprise, das viele Lichtjahre von der Erde entfernt unterwegs ist, um fremde Welten zu entdecken, unbekannte Lebensformen und neue Zivilisationen. Die Enterprise dringt dabei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat...

    Faszinierend!

    Danke Dennis!
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#8 alexander
  • 27.11.2009, 08:28h
  • Antwort auf #2 von Pierre
  • wer suchet, der findet ! üben, üben, üben !
    letztlich haben frauen und männer doch auch sexuell einiges gemeinsam, auch was die sexuell-/erotische stimulation angeht.
    ein langes intensives vorspiel, macht zwar mehr "mühe", bringt aber auch mehr "erfolg" !!!

    radfahren lernt man auch nicht an einem tag.
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#9 Good ol friendAnonym
  • 27.11.2009, 10:16h
  • Antwort auf #8 von alexander
  • "letztlich haben frauen und männer doch auch sexuell einiges gemeinsam"

    Muss man das sagen, um als Mann einfach seine männliche Körperlichkeit voll entdecken und sexuell ausleben zu dürfen???

    Dürfen Jungs und Männer vielleicht mal IHRE eigene Sexualität entdecken, ganz unabhängig von Frauen???

    Wo bleibt sie nur, die männliche Emanzipation???
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#10 ausgeleiert...Anonym
  • 27.11.2009, 10:54h
  • Antwort auf #3 von Aquadraht
  • in einem plumskloo bleibt auch nichts hängen.. pierre sollte gerade die gärtnergandschuhe mit noppen benutzen um sich endlich vergnügen zu bereiten.
    Handschuhe beim rausziehen nicht vergessen!

    Ansonsten ein strunsnormaler missionarsficker auf abwegen... ; was soll man da schon an feinheiten erwarten!
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