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Sie sieht aus wie die Hausmutti von nebenan, ihre Stimme jedoch ist wunderschön: "Supertalent" Susan Boyle veröffentlicht ihre erste CD.

Von Jan Gebauer

Sie verkauft aktuell mehr Platten als U2 und Colplay, bricht mit ihren Videos sämtliche Rekorde bei YouTube (über 100 Millionen Klicks!) und veröffentlicht nun mit 48 Jahren ihr erstes Album. Susan Boyles kometenhafter Aufstieg gehört mit Sicherheit zu den bemerkenswertesten Erfolgsstorys des Jahres 2009 - und so verwundert es auch nicht, dass ihr Album den Titel "I Dreamed a Dream" trägt. Genau jenes Lied sang sie auch beim Casting der TV-Show "Britain's Got Talent", die in Deutschland vor allen Dingen durch den ersten Staffelsieger Paul Potts bekannt wurde.

Boyle sorgte mit ihrem skurrilen Auftritt - 08/15-Hausfrauenlook, Struppifrisur und rustikale Rhetorik - beim britischen Äquivalent zu RTLs "Das Supertalent" zunächst für amüsiertes Gelächter. Als sie allerdings den Musical-Schmachtfetzen "I Dreamed a Dream" aus "Les Misérables" anstimmte und ihre großartige, klare Stimme erklang, brach das Publikum in frenetischen Jubel aus - und ein neuer Medienliebling als Antithese zu allen gängigen Schönheits- und Showbusinessidealen war gefunden. Am Ende der TV-Show wurde Boyle zwar überraschend nur Zweite, das Interesse an ihrer Person riss allerdings nicht ab. Mittlerweile hat sie optisch eine Verwandlung à la Angela Merkel vorgenommen. Eine neue Frisur, gediegene Mode und dezentes Make-up sollen etwas mehr Glamour bringen.

Für ihr erstes Album ging man auf Nummer sicher: Produzent Steve Mac ist als Hitmacher überaus erprobt, arbeitete er unter anderem mit Il Divo, Leona Lewis, Paul Potts, Westlife und Boyzone zusammen. Die Auswahl der Lieder befindet sich auch in vertrauten Gewässern. Neben "You'll See" (Madonna), "The End of the World" (Skeeter Davis) und "Daydream Believer" (The Monkees) ist hier vor allen Dingen der Rolling-Stones-Klassiker "White Horses" zu nennen. Puristen werden sicherlich schreien, aber Boyles ruhige, sichere Vortragsart gibt dem Lied eine ganz neue Richtung.

Dazwischen immer wieder beseelter Kitsch: "How Great Thou Art", "Up to the Mountain" und "Amazing Grace" wurden sicherlich (viel zu) oft aufgenommen, erstrahlen dennoch dank Boyles wunderbarer Stimme in feinstem Glanz. Selbst "Silent Night" als krönender Schmalzabschluss auf dem Album, Weihnachten steht ja vor der Tür, klang schon lange nicht mehr so feierlich und glaubhaft wie von Boyle. Klar, ausgefallen ist anders, aber wer eine schöne, getragene CD mit sauber produzierten und großartig gesungenen Balladen sucht, die zudem perfekt in die Weihnachtszeit passen, wird hier eine wunderbare Scheibe vorfinden. Zudem hat Boyle im Booklet zu allen Songs ihre Gedanken hinterlassen.

"I Dreamed a Dream" erscheint am 4. Dezember.



#1 mok120Profil
  • 01.12.2009, 23:36hNürnberg
  • Auf dem Albumcover sieht sie ein bisschen aus wie Kirsti Sparboe (finde ich zumindest).
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#2 I.Ramos GarciaAnonym
  • 02.12.2009, 13:11h
  • Wow, she was a monster! With dezentes Make-up & Frisseur looks not so ugly, but still far from beautiful.
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