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Das kubanische Parlament will die Einführung von eingetragenen Lebenspartnerschaften und des Adoptionsrechts für schwule und lesbische Paare prüfen. Dies kündigte die Sexualwissenschaftlerin und Tochter von Präsident Raúl Castro, Mariela Castro, laut einem Bericht der offiziellen Internetseite Cubadebate an.

Die Leiterin des kubanischen Instituts für Sexualerziehung (Cenesex) befürwortete die Gesetzesänderung demnach auf einer Aids-Konferenz in der Hauptstadt Havanna. Die Reformen sollen im Zuge von Änderungen des Familienrechts umgesetzt werden, so die 47-jährige Aktivistin.

Mariela Castro setzt sich seit Jahren gegen die Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Transsexuellen auf der kommunistisch regierten Karibikinsel ein. So hatte sie in der Vergangenheit erklärt, das Volk müsse zu Homo- und Transfreundlichkeit erzogen werden (queer.de berichtete). Erst im Mai hatte Castro die erste legale Schwule- und Lesbendemo des Landes angeführt (queer.de berichtete). Die Sexualwissenschaftlerin wird dabei von ihrem Vater unterstützt.

Derzeit herrscht in Kuba noch eine homophobe Machokultur vor, die über Jahrzehnte von den kommunistischen Machthabern angeheizt wurde. So hat Fidel Castro Schwule nach seiner Machtübernahme Ende der fünfziger Jahre in Internierungslager stecken lassen, in denen viele zu Tode kamen. Seit 1979 ist Homosexualität offiziell legal, allerdings wurden auch danach Schwule und Lesben wegen "antisozialen Verhaltens" verfolgt. Private Homo-Gruppen sind nach wie vor verboten. (cw)



10 Kommentare

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.11.2009, 09:48h
  • Scheint, als stehe Kuba vor einer "Revolution", und zwar auf Grundlage der Menschenrechte. Finde ich gut, daß sich Frau Castro so dafür einsetzt. Frage mich, was wohl der alte Fidel dazu sagen würde?
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#2 gatopardo
  • 28.11.2009, 11:22h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Selber war ich mit einem Exil-Kubaner 6 Jahre lang liiert, mit dem ich heute in Madrid sehr freundschaftlich verbunden bin und der inzwischen seinen spanischen EU-Pass besitzt . Wir reisen oft gemeinsam durch Europa (auch gerne nach Ösiland, das besonders seine inzwischen verstorbene alte Mutter immer so hinreissend fand ! ) Auch mit der restlichen Familie in La Habana stehe ich ständig in Kontakt und empfange regelmässig Gäste mit Ausreisegenehmigungen und befristetem Schengen-Visum, was früher unmöglich war. Heute spricht man über Homosexualität ziemlich locker.Tja, wenn das der "höchste Führer" (Máximo Líder) wüsste... wie man bekanntlich in Diktaturen zu sagen pflegt, obwohl das alles natürlich längst von oben abgesegnet wurde.
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#3 LorenProfil
#4 JoonasAnonym
  • 28.11.2009, 13:51h
  • Wenn selbst Kuba bald fortschrittlicher als Deutschland ist (z.B. beim Adoptionsrecht), sollte das einige Leute mal sehr nachdenklich machen.

    Aber ich bin mir ganz sicher:
    die Anhänger von Union und FDP werden wieder tausend Gründe finden, warum unsere Diskriminierung hier in Deutschland sehr gut ist. Die Anhänger dieser Parteien sind ja im Faktenverdrehen und sich winden genausogut wie die Führer und Mitglieder dieser Parteien.

    Kein Wunder: wer kein Rückgrat hat, kann sich extrem gut winden.
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#5 AquadrahtEhemaliges Profil
#6 hwAnonym
  • 28.11.2009, 14:51h
  • Antwort auf #5 von Aquadraht
  • Rightwingers in Miami and Washington are deathly afraid Cuba's gay gains will win it fresh support from abroad by those also struggling for dignity and equality.

    hier noch ein artikel zur "fake-parade" der koksnasen aus miami.

    "..In response to positive press coverage this year and last of rapid progress for LGBT people on the island, rightwing Cubans in south Florida recruited some foolish gays there to orchestrate a fake scandal in an attempt to humiliate Cuba and paint it as a gulag for gays. They announced they would hold simultaneous "Gay Pride Parades" in Miami and Havana on June 25. The Miami "Unity Coalition" tracked down a couple guys in Havana to join in their shenanigans..."

    gaycuba.ca/together/
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#7 matura-toniAnonym
  • 28.11.2009, 22:31h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • frag ihn.
    österreichisch kann er.
    ob deutsch ???

    geh auf nummer sicher und frage nach
    und mach ein bissl dampf in der causa

    S. E. Herr Gerardo Peñalver Portal
    Botschafter
    Tel.: (030) 916 118 13

    Frau Maria Esther Fiffe Cabreja
    Botschaftsrat, Stellvertreter des Leiters der Mission
    Tel.: (030) 44 71 45 04
    Email: cpolitica@botschaft-kuba.de

    Herr Roberto Infante
    Handelsrat
    Tel.: (030) 44 73 70 81
    Email: oficom-berlin@botschaft-kuba.de

    Herr Ismael Palau
    Wirtschaftsrat
    Tel.: (030) 44 73 70 41
    Email: ofieco-berlin@botschaft-kuba.de

    Frau. Deborah Ascuy Carrillo
    I. Sekretär der Botschaft,
    leitet das Büro der Solidarität mit Kuba und Presseangelegenheiten
    Tel.: (030) 916 45 50
    Email: solidaridad@botschaft-kuba.de; prensa@botschaft-kuba.de

    Frau Mara Bilbao Díaz
    I. Sekretär der Botschaft,
    leitet das Wissenschaftlich-Technische Büro und Kultur
    Tel.: (030) 44 71 45 06
    Email: cultura@botschaft-kuba.de
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#8 herve64Profil
  • 29.11.2009, 20:10hMünchen
  • Welch krasse Gegensätze in der Karibik: während Jamaika immer noch eine viktorianisch geprägte Moralpolitik hegt und Hass"sänger" gegen Schwule hetzen, öffnet sich Kuba gegenüber Schwulen und Lesben.
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#9 TimmAnonym
  • 30.11.2009, 04:56h
  • Interessante Meldung aus Kuba...

    Da bin ich dann gespannt, wie erfolgreich Mariela Castro ist.
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#10 AxelAnonym