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Der Bulgare Georgi Dochev spricht über die Todesnacht des Boyzone-Sängers. Am gleichen Tag geben die übrigen Mitglieder der Band ein Gedenkkonzert.

Von Carsten Weidemann

Das bulgarische Model Georgi Dochev hat einer britischen Zeitung Details aus der Todesnacht von Stephen Gateley verraten. Der "Boyzone"-Sänger war am 10. Oktober im Alter von 33 Jahren in seiner Wohnung auf der Partyinsel Mallorca tot aufgefunden worden (queer.de berichtete), sein Lebenspartner Andrew Cowles und Dochew waren dabei anwesend. Eine Obduktion ergab, dass der offen schwule Sänger an einem Lungenödem gestorben war (queer.de berichtete).

Details der letzten Nacht

Das bulgarische Model Georgi Dochev hat nun am Wochenende dem "Sunday Mirror" Details aus der Todesnacht verraten. Der 25-Jährige habe Gately und seinen Partner Andrew Cowles in einer Schwulenbar auf Mallorca getroffen und man sei zu dritt in Gatelys Wohnung gegangen, wo man Sex gehabt hätte. Gately habe bereits in der Bar große Mengen an Alkohol zu sich genommen und im Appartment einen Joint geraucht.

Dochev macht sich bis heute den Vorwurf, Gately nicht eher geweckt und ihm so möglicherweise das Leben gerettet zu haben. Er sei schon um acht Uhr morgens durch die Türklingel erwacht und habe das Paar im Wohnzimmer schlafen gesehen. "Ich dachte einfach: 'Ich bin hier nicht zuhause, ich kann nicht die Tür aufmachen'. Ich weiß nicht, ob Stephen da schon tot war. Natürlich denke ich über das nach, was hätte passieren können, wenn ich versucht hätte, sie zu wecken", so Dochev gegenüber der Zeitung.

Er habe sich dann wieder schlafen gelegt. Um 12 Uhr sei er aufgestanden und ins Nebenzimmer gegangen, wo Cowles mittlerweile schlief. Die beiden hätten erneut Sex gehabt und danach Stephen wecken wollen. "Andy fasste ihn an und sagte ganz sanft 'Baby, Baby'. Aber es kam keine Reaktion. Dann hob er ihn hoch und wir bemerkten diese gelbliche Flüssigkeit um seinem Mund und auf dem Sofa, wo er gelegen hatte. Aber es war unmöglich erste Hilfe zu leisten. Sein Körper und sein Kiefer waren steif", so Dochev in der Zeitung.

Gedenkkonzert in London

Dass Dochev aus der Geschichte Kapital schlägt, soll den übrigen Boyzone-Mitgliedern und Cowles Medienberichten zufolge übel aufgestoßen sein. Sie selbst schlugen am Sonntag auf andere Weise Kapital: mit einem Gedenk- und Benefizkonzert im Londoner West End für geladene Gäste, das rund 720.000 für die Krebsforschung erlöste.

Neben der Band trat auch Cowles kurz auf die Bühne, um seinen verstorbenen Freund zu würdigen; Cowles hatte auch den Abend organisiert. Der Schauspieler Ian McKellen und der Moderator Graham Norton lasen Gedichte vor, "Take That"-Star Gary Barlow sang zusammen mit Ronan Keating.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 01.12.2009, 16:29h
  • Finde ich gut, daß es ein Gedenkkonzert für den Boyzonesänger gab und für einen guten Zweck viel Geld eingenommen wurde.
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#2 XDAAnonym
  • 01.12.2009, 16:34h
  • Ich finde es ehrlich gesagt eine Schande, dass Gatelys Mann während er starb Sex im Nachbarzimmer hatte. Da kann er sich gut und gerne eine Mitschuld am Tod seines Freundes geben.

    Frage mich generell sowieso, warum man heiratet und dann Sex mit anderen haben muss, aber was solls, promiskuitives Verhalten führt ja oft zum Tod - sei es durch AIDS oder durch zu viel Suff ...

    Mitleid hab ich da nicht wirklich ...
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#3 LorenProfil
  • 01.12.2009, 17:42hGreifswald
  • In dieser News-geilen Zeit müssen selbst letzte
    Details aus dem Intimleben eines Verstorbenen
    noch preisgegeben (oder/und zu Geld gemacht)
    werden. Würg.
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#4 schwulenaktivist
  • 01.12.2009, 20:15h
  • Ich finde es heutzutage eine Schande, im Zusammenhang mit Sex sich moralisch zu brüsten! Was wäre gewesen, wenn die beiden vor einem Zugsunglück noch Sex im Nebenabteil gehabt hätten?
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#5 Good ol friendAnonym
  • 01.12.2009, 23:16h
  • Antwort auf #4 von schwulenaktivist
  • Völlig richtig!

    Wie kann man ein solch tragisches Ereignis nur zum verlogenen, pseudomoralisierenden Fingerzeigen missbrauchen???

    DAS ist eine *Schande*!

    Wie die Betreffenden ihre Sexualität und Partnerschaft gelebt haben, geht neo*liberale* queer.de-Leser wie auch alle anderen einen Sch... an! Und vor allem hat es nichts mit diesem tragischen Tod zu tun.
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#6 KaiAnonym
  • 02.12.2009, 00:07h
  • Du solltest dich schämen, XDA!!! Ein Schande, so einen üblen Stuss hier zu hinterlassen. Pfui!
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#7 seb1983
  • 02.12.2009, 14:15h
  • Während die beiden rumgepoppt haben lag sein Freund also tot im Nebenzimmer.
    Gruselig
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#8 stephan
  • 04.12.2009, 01:23h
  • Antwort auf #2 von XDA
  • Immer mal locker bleiben! Jeder Mensch hat das Recht, sein Leben so zu gestalten, wie er möchte - wenn er die Rechte anderer respektiert. Es gibt auch offene Beziehungen und da ist die beschriebene Situation so seltsam vielleicht nicht! Ganz sicher schaue ich morgens nach, ob mein Partner noch schläft und ob es ihm gut geht, aber wer kann schon bei einem gesunden Mittdreißiger mit einem plötzlichen Tod rechnen. Sie haben einfach den vergangenen Abend, den sie zu dritt verbracht haben fortgesetzt. Für das, was sie dann entdecken mussten, haben die Lebenden mein Mitgefühl ... Da ist wirklich nichts Unrechtes - auch wenn ich für mein Leben andere Prioritäten gesetzt habe!
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