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  • 03. Dezember 2009, noch kein Kommentar

Woody Allen muss es wissen: Romantik kennt keine Regeln und echte Beziehungen müssen flexibel wie realistisch sein.

Von Carsten Weidemann

Gibt es beim 40. Film von Woody Allen eigentlich noch irgendeine neue Lebensweisheit, die noch nicht von seinen New Yorker Stadtneurotikern ausprobiert, verworfen oder für wahr befunden worden ist? Oder bleibt am Ende doch nur die Erkenntnis: Was immer auch sich bewährt hat, wird irgendwann bei irgendwem irgendwie funktionieren? Der Filmtitel scheint dies anzudeuten. Für Schwule, die im erproben individueller Beziehungsmuster Meister sind, wäre dies keine Neuigkeit.

Die Story: Das von chronischem Pessimismus geprägte Weltbild des gescheiterten Physik-Professors Boris Yellnikoff wird noch schwerer erschüttert, als ihm vor seiner New Yorker Wohnung die junge Ausreißerin Melody in die Arme fällt. Mit naiver Selbstverständlichkeit quartiert sich die Schönheit aus Mississippi bei dem paranoiden Besserwisser ein und verliebt sich in ihn, was in eine ungleiche, aber erstaunlich erfüllte Ehe mündet. Doch die Ankunft von Melodys sittenstrengen Eltern stört die vermeintliche Idylle und führt zu einer chaotischen Kette von romantischen Verwicklungen, an deren Ende die Erkenntnis steht: Keine Konstellation ist zu absurd, wenn sie nur glücklich macht.

Youtube | Offizieller Trailer

Nach mitreißenden Liebesgeschichten in London ("Match Point") und Barcelona ("Vicky Cristina Barcelona") siedelt der dreifache Oscar-Gewinner Woody Allen seine neue romantische Komödie in seiner Heimatstadt an: Es ist eine Liebeserklärung an New York, seine exzentrischen Bewohner und die glückliche Macht des Zufalls. Neben Comedy-Star Larry David ("Lass es, Larry! – Curb Your Enthusiasm") als Boris Yellnikoff spielen die mehrfach ausgezeichneten Darstellerinnen Evan Rachel Wood ("The Wrestler", "Dreizehn") und Patricia Clarkson ("Vicky Cristina Barcelona", "Pieces of April") in Woody Allens 40. Film als Regisseur, der das diesjährige Tribeca Film Festival in New York eröffnete. In dem verwirrendem Beziehungsreigen gibt es übrigens auch ein schwules Coming-Out.